hab nochmal eine Frage: Wozu braucht man die Längenkontraktion? Was möchte man damit erklären? Eigentlich wird doch schon alles durch die Zeitdiletation erklärt! Wenn ich mit fast c fliege, dann spüre ich von der Zeitdiletation ja nichts und so wunderts mihc auch nich, dass ich komischerweise weniger Zeit für die Strecke brauche, als ohne diesen Effekt. Also warum sollte dann die Strecke noch kürzer werden???
Wozu braucht man die
Längenkontraktion? Was möchte man damit erklären?
Die Relativitätstheorie besagt, dass ein Stab der Länge l für einen Beobachter, der sich mit der Geschwindigkeit v relativ zu ihm bewegt, eine kürzere Länge l’hat.
Formel (falls es dich interessiert…):
l’ = 1/β
β = 1/√1-v^2/c^2
D.h. man möchte damit die Verkürzung einer Länge erklären.
Gruß,
Jari
PS: Entweder bewegt sich die Länge, oder man bewegt sich.
hab nochmal eine Frage: Wozu braucht man die
Längenkontraktion? Was möchte man damit erklären? Eigentlich
wird doch schon alles durch die Zeitdiletation erklärt! Wenn
ich mit fast c fliege, dann spüre ich von der Zeitdiletation
ja nichts und so wunderts mihc auch nich, dass ich
komischerweise weniger Zeit für die Strecke brauche, als ohne
diesen Effekt. Also warum sollte dann die Strecke noch kürzer
werden???
Um Dir ein Beispiel zu geben: Es gibt Teilchen, die durch den Einfluss der Höhenstrahlung in der oberen Atmosphäre entstehen und dann zum Erdboden herunter prasseln. Angenommen ein Teilchen entsteht zum Zeitpunkt t=0 in der Höhe h und kommt zum Zeitpunkt t=t1 unten an, dann hat es für uns Erdenbürger eine Geschwindigkeit v=h/t1. Daraus können wir die Zeitdilatation berechnen und begründen, warum das Teilchen überhaupt unten ankommt, obwohl seine Lebensdauer für diesen Vorgang viel zu kurz wäre.
Nun schauen wir uns dasselbe für einen Betrachter an, der mit dem Teilchen mitreist. Für ihn sieht es so aus, als würde die Erde mit der Geschwindigkeit v’=h’/t1’ entgegen stürzen. Da beide Beobachter die Relativgeschwindigkeit gleich wahrnehmen (v=v’) kommen wir schnell zu einem Widerspruch: Wäre h’ tatsächlich gleich h, so müsste t’ ja auch gleich t sein, damit beide tatsächlich zum gleichen Ergebnis für die Geschwindigkeit kommen. Das stimmt aber nicht mit der Zeitdilatation überein.
Etwas anschaulicher: Der Erdenbürger erklärt die verlängerte Lebensdauer des Teilchens mit der Zeitdilatation. Für den mitreisende Beobachter kann das nach wie vor kurzlebige Teilchen nur überleben, weil die Strecke kürzer ist.
Gruß Michael
P.S.: Es heißt Zeitdil a tation. Mit „a“. Es hat nichts mit Dilettant zu tun. Ich bin normal kein Rechtscheib-Korinthenkacker, aber diese „e“ geistert überhall herum und wird dadurch nicht richtiger.