Zeitparadoxon

Warum dauert jeder einzelne Tag so endlos lange
und warum vergehen die Jahre dafür umso schneller?
SUE

Warum dauert jeder einzelne Tag so endlos lange
und warum vergehen die Jahre dafür umso schneller?
SUE

Ob ein Tag langsam oder schnell vergeht, haengt wohl in erster Linie davon ab, wieviel Du Dir innerhalb dieser Zeit vornimmst und was Du erlebst. Viel erlebt, viel zu tun: die Zeit vergeht schnell. Wenig zu tun oder Du wartest auf irgendetwas: die Zeit vergeht langsam.
Ein anderes Phaenomen: Je aelter man wird, desto schneller empfindet man den Fortgang der Zeit. Dies liegt vor allem daran, dass alte Menschen ueber einen groesseren Vorrat an Erfahrungen und Erlebnissen verfuegen und eben schon laenger gelebt haben. Eine aktuelle Zeitspanne wird dann in gewissem Masse auf das bisherige Leben relativiert. Etwas anderes ist es, dass natuerlich im Alter die koerperlichen Abbauprozesse einsetzen und sich beschleunigen und dass alte Menschen verstaerkt damit konfrontiert sind, dass sie eben nicht mehr viel Zeit haben.
Ich habe damit zwar nicht direkt Deine Frage beantwortet, hoffe aber, dass ich Dich nicht mit meinem Psychologengequatsche gelangweilt habe und Dir trotzdem ein wenig helfen konnte :wink:)

Gruss Psycho

Warum dauert jeder einzelne Tag so endlos lange
und warum vergehen die Jahre dafür umso schneller?
SUE

Wenn Du das so empfindest, machst Du, glaube ich, igendentwas falsch im Leben.

Es gehört vieleicht nicht hierher, aber ich werde trotzdem mal meine Meinung dazu sagen:

Wenn Du wenig erlebst und Dich langweilst, ziehen sich die Stunden endlos hin. Wenn Du aber später daran zurückdenkst, ist dieser Zeitraum fast spurlos verschwunden. Wenn ein Mensch über Jahre hinweg dem gleichen Trott nachgeht, erlebt er natürlich auch nicht viel Neues und die Jahre verschwinden so aus dem Gedächtnis. Das Zeitempfinden des Gehirns orientiert sich an Ereignissen, nicht an der Uhr.

Umgekehrt vergeht der Tag viel zu schnell, wenn man unter Druck steht ( so gehts mir ) und ständig Probleme hat, all die Dinge zu tun, die man tun will oder muß. Trotzdem empfindet man rückwirkend die Zeiträume als sehr lang. Ein paar Wochen können so eine Ewigkeit werden.

Fazit: Wer mehr erlebt oder durchlebt, lebt subjektiv länger.

Jörg

Warum dauert jeder einzelne Tag so endlos lange
und warum vergehen die Jahre dafür umso schneller?

Das ist nicht wirklich so. Es hängt vielmehr davon ab, wie schnell der eigene Stoffwechsel ist. Man muß einfach dazu sagen, daß der Eindruck doch immer recht subjektiv ist.

Allerdings wäre ein langsamerer Ablauf der Zeit durchaus denkbar: Packt man eine ( sehr genaue ) Atomuhr in einen Jet und stellt man eine identische Uhr auf die Wiese und stellt man sie beide auf denselben Zeitbeginn, wird man feststellen, daß, nachdem der Jet einige Stunden geflogen ist und man dann die Uhren verglichen hat, die Zeit auf der einen Uhr nach geht. Liegt einfach daran, daß die Zeit anders schnell verlaufen ist, aber nur minimal. Der Effekt resultiert daraus, daß der Jet durch seine große Geschwindigkeit ein stärkeres Graviton - Feld um sich aufgebaut hat. Graviton - Felder krümmen den Raum in der 4. Dimension, in der Zeit. Daher der Effekt.
Allerdings halte ich es für sehr unwarscheinlich, daß man einen solchen Unterschied feststellen könnte bzw. dieser überhaupt auftreten könnte.

Florian

Hi Florian,

meines Wissens nach kommen bei Deinem Versuchsaufbau zwei relativistische Effekte zum Vorschein.

  1. Durch die Entfernung vom irdischen Gravitationsfeld läuft die Uhr im Flugzeug ein klein wenig schneller (abhängig von der Entfernung zum Grav-Zentrum).
  2. Zwillingseffekt, Zeit läuft langsamer im Vgl. zur Erde (hängt nur von der Geschwindigkeit ab).

d.h. wenn Du „langsamer“ als „hoch“ bist, sieht die Sache anders aus :wink:)

Gruß Stefan

Hi Sue,
in der Frankfurter Rundschau vom Samstag war ein interessanter Artikel (www.fr-aktuell.de/fr/211/t211012.htm): Da stellt ein Wissenschaftler die Zeit in Frage. Nach seiner Theorie gibt es nur Zustände („nows“), die sich aneinander reihen und nur von außen betrachtet, bzw von uns wahrgenommen, eine lineare Kette ergeben, die wir als zeitliche Abfolge wahrnemen. Alle Physiker wrden mich zwar steinigen, aber ich finde der Denkansatz ist sehr interessant.
Gruß, Tom

Warum dauert jeder einzelne Tag so endlos lange
und warum vergehen die Jahre dafür umso schneller?

Das ist nicht wirklich so. Es hängt vielmehr davon ab, wie
schnell der eigene Stoffwechsel ist. Man muß einfach dazu
sagen, daß der Eindruck doch immer recht subjektiv ist.

Allerdings wäre ein langsamerer Ablauf der Zeit durchaus
denkbar: Packt man eine ( sehr genaue ) Atomuhr in einen Jet
und stellt man eine identische Uhr auf die Wiese und stellt
man sie beide auf denselben Zeitbeginn, wird man feststellen,
daß, nachdem der Jet einige Stunden geflogen ist und man dann
die Uhren verglichen hat, die Zeit auf der einen Uhr nach
geht. Liegt einfach daran, daß die Zeit anders schnell
verlaufen ist, aber nur minimal. Der Effekt resultiert daraus,
daß der Jet durch seine große Geschwindigkeit ein stärkeres
Graviton - Feld um sich aufgebaut hat. Graviton - Felder
krümmen den Raum in der 4. Dimension, in der Zeit. Daher der
Effekt.
Allerdings halte ich es für sehr unwarscheinlich, daß man
einen solchen Unterschied feststellen könnte bzw. dieser
überhaupt auftreten könnte.

warum das denn?
der versuch wurde doch in der wdr-sendung quarks und co gezeigt, eine abweichung war durchaus meßbar, das gleiche mit einer atomuhr auf der zugspitze. die bewegt sich aber überhaupt nicht.(relativ)
http://www.quarks.de
cu
strubbel

Absolut korrekt

warum das denn?
der versuch wurde doch in der wdr-sendung quarks und co
gezeigt, eine abweichung war durchaus meßbar, das gleiche mit
einer atomuhr auf der zugspitze. die bewegt sich aber
überhaupt nicht.(relativ)

Ich glaub’, du hast mich falsch verstanden: Ich meinte, im Alltagsleben tritt dieser Effekt wohl kaum merklich auf. Natürlich ändern sich ständig Gravitationsstärken, die auf uns wirken ( Umlauf des Mondes um die Erde z.B. ) und natürlich wird dadurch der Zeitablauf ständig variiert, aber eben nur so gering, daß es wohl nicht merklich ist. Das war es, was ich meinte. Normalerweise setzt man sich ja schließlich nicht jeden Tag in einen Jet ( wenn man kein Pilot ist ). Das bei dem Jet - Versuch gut meßbare Abweichungen von der „Normalzeit“ ( Zeit auf der Erde ohne zusätzliche Beschleunigung ) gab, ist klar und bestreite ich gar nicht. Du mußt dir aber darüber im Klaren sein, daß selbst diese Werte so verschwindent klein waren, daß die menschliche Physiologie wohl kaum in der Lage wäre, diesen Unterschied festzustellen.

Florian

Hi Tom,
ich laß mich ganz freiwillig mit dir steinigen, weil ich mir die Zeit selbst immer so vorgestellt habe!
Der interessanteste Denkansatz ist dabei, daß theoretisch alle (!) Zeitmomente ( kleinste denkbare Zeiteinheit ) miteinander verbunden sein könnten. Somit wäre die lineare Vorstellung der Zeit, die ich persöhnlich für absolut fehlerhaft halte, hinfällig. Die Zeit wäre nun eine Art dynamisches Gebilde, in dem Momente wie Moleküle in einem Feststoff miteinander verbunden sind.

Florian

in der Frankfurter Rundschau vom Samstag war ein interessanter
Artikel (www.fr-aktuell.de/fr/211/t211012.htm): Da stellt ein
Wissenschaftler die Zeit in Frage. Nach seiner Theorie gibt es
nur Zustände („nows“), die sich aneinander reihen und nur von
außen betrachtet, bzw von uns wahrgenommen, eine lineare Kette
ergeben, die wir als zeitliche Abfolge wahrnemen. Alle
Physiker wrden mich zwar steinigen, aber ich finde der
Denkansatz ist sehr interessant.

Wieso?
Wenn man die Zeit quantisieren wollte, was ja Gang und Gaebe in
der Quantenphysik ist, wird das nicht anders aussehen.
MEB