Zeitschaltung

Hallo www,

ich habe folgendes Problem:
Ich soll eine Zeitschaltung bauen, die mir einen Zeitversatz von 0.1ms bis zu 10ms ermoeglicht. Das ganze soll so ablaufen, dass ich die Versorgungsspannung abschalte, wobei sich dann ein Kondensator entlaed. Ueber eine Differnzstufe wird dann ab einer gewissen Spannung ein Transistor angesteuert, der dann ein Signal weiter schickt. Die Verzoegerungsdauer wird dabei ueber eine veraenderbaere Versorgungsspannung (mit der der Kondensator aufgeladen wird) von maximal 24V realisiert.

Das Problem dabei ist, dass ich keine digitalen Bauteile verwenden darf (also leider nix mit LUT), da die Schaltungen starken mechanischen und elektrostatischen Einfluessen ausgestetzt ist.

Ich hoffe ihr koennt mir ein paar Denkanstoesse liefern. Ich steck naemlich grad tierisch in einer Sackgasse fest.

Vielen Dank im Vorraus,

Stahlkopf

Hallo,
da fällt mir auf die schnelle nur ein Optokoppler ein. Gucke dir den mal hier an, wird in der Industrie oft verwendet. Und ist auch von der Bundeswehr freigegeben.

http://www.datasheetarchive.com/RA4450-D08-datasheet…

Ist von der Firmengruppe Carlo Gavazzi.

Gruß
acuario

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,
da fällt mir auf die schnelle nur ein Optokoppler ein. Gucke
dir den mal hier an, wird in der Industrie oft verwendet. Und
ist auch von der Bundeswehr freigegeben.

http://www.datasheetarchive.com/RA4450-D08-datasheet…

Ist von der Firmengruppe Carlo Gavazzi.

Gruß
acuario

Hallo acuario,
der Optokoppler is ne gute Idee, da bin ich net drauf gekommen. Dankeschoen!
Allerdings brauch ich ein elektrisches Signal. Die Schaltung soll natuerlich moeglichst klein sein, d.h. ich hab net wirklich Platz ein optisches Signal zu empfangen und zu verstaerken (wenn ich mich recht erinner erzeugen Photodioden ja nur nen winzig kleinen Strom).

Allgemein ist mir noch eingefallen:
Das Signal soll nur die Funktion von „Go“ haben. Soll also keine grossen Daten uebertragen, sondern einfach nur einen Transistor leitend machen.
Deswegen habe ich auch ueberhaupt keine Clock um irgendwelche Takte zu zaehlen (nur falls jemand in die Richtung denken sollte).

Ich habe schon einen ersten Entwurf, mit dem ich aber net recht arbeiten kann, weil es urspruenglich fuer was anderes entworfen wurde. Ich schau mal ob cih des in den naechsten Tagen irgendwo hochladen kann, dass ich den link hier rein stellen kann.

Danke nochmal!

Lg

Stahlkopf

Hallo,
wenn du das Datenblatt angesehen hättest, würdest du anders antworten.
Der Eingang ist eine Fotodiode 3-32V= und der Ausgang ist kein Transistor sondern ein extrem schneller Schaltkontakt der auch mit µs noch klarkommt.

Gruß
acuario

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Digital?

Ich soll eine Zeitschaltung bauen, die mir einen Zeitversatz
von 0.1ms bis zu 10ms ermoeglicht. Das ganze soll so ablaufen,

Heisst das: Ein- und Ausschaltverzögerung?
Oder EInschaltverzögerung und einstellbare Ausgangspulsbreite?

Das Problem dabei ist, dass ich keine digitalen Bauteile
verwenden darf (also leider nix mit LUT), da die Schaltungen
starken mechanischen und elektrostatischen Einfluessen
ausgestetzt ist.

Was ist die Vorgabe: „Keine digitalen Bauteile“ oder „mechanische und ESD Belastung“.
Ich setze digitale Bauteile in Umgebungen ein, deren Anforderungen weit hoeher sein duerften als Deine.

Und: Wann ist ein Beustein „digital“? Ein „schneller Schaltausgang“ ist auch digital!

Es spricht nichts dagegen, Deinen Ansatz mit Schmitt-Trigger und Kondensatorverzögerung zu verfolgen, wobei der Schmitt-Trigger - wen Du das so willst - auch gerne diekret aufgebaut sein darf :wink:

Gruss

Michael

Hallo,

wenn du das Datenblatt angesehen hättest, würdest du anders
antworten.

Ich habs mal ueberflogen (stimmt, nicht durgelesen), aber auf die Gefahr hin jetzt als totaler Idiot da zu stehen… Ist das nicht eine ganz normale LED o_O ? Weil ich eben davon ausgegangen bin, hab ichs mir nicht so genau durchgelesen. Habs jetzt aber nochmal angeschaut und wieder zu dem Entschluss gekommen dass des ne LED is :wink:

Der Eingang ist eine Fotodiode 3-32V= und der Ausgang ist kein
Transistor sondern ein extrem schneller Schaltkontakt der auch
mit µs noch klarkommt.

Jupp, genau sowas such ich :smile: Kannst du mir noch sagen, wo genau das steht? Wie gesagt, fuer mich schaut das Ding aus wie ne LED. Aber um Missverstaendnisse zu umgehen, wir reden doch beide hier von, oder? http://www.alldatasheet.com/view.jsp?Searchword=ASMT…

Gruß
acuario

Gruss,
Stahlkopf

Hallo Michael,

Ich soll eine Zeitschaltung bauen, die mir einen Zeitversatz
von 0.1ms bis zu 10ms ermoeglicht. Das ganze soll so ablaufen,

Heisst das: Ein- und Ausschaltverzögerung?
Oder EInschaltverzögerung und einstellbare Ausgangspulsbreite?

Das heisst Eingangsverzoegerung. Es geht nur darum einen Transistor leitend zumachen, nachdem X ms die Versorgungsspannung abgetrennt wurde. Hoert sich eigentlich nicht schwer an, aber ich haeng da jetzt schon mehrere Tage dran.

Das Problem dabei ist, dass ich keine digitalen Bauteile
verwenden darf (also leider nix mit LUT), da die Schaltungen
starken mechanischen und elektrostatischen Einfluessen
ausgestetzt ist.

Was ist die Vorgabe: „Keine digitalen Bauteile“ oder
„mechanische und ESD Belastung“.
Ich setze digitale Bauteile in Umgebungen ein, deren
Anforderungen weit hoeher sein duerften als Deine.

Also meine Vorgabe ist keine Digitalbausteine verwenden. Es geht darum, dass das ganze sehr sicher sein muss und deswegen sollte es analog aufgebaut sein. Wenn man bei der Digitaltechnik nen schoen grossen Fehler drauf gibt, dann is halt irgendwann das Signal futsch. Bei der Analogtechik kann es sich ja wieder einpendeln (hm, das is jetzt absolut schrecklich ausgedrueckt, ich hoffe du verstehst was ich mein… Halt einfach nicht nur 1 und 0 :stuck_out_tongue_winking_eye: ).

Allein der Temperatureinsatzbereich muss zwischen -50 und 120 Grad Celsius liegen. Is also schon ganzschoen beansprucht das Teil. Wie gesagt, ich wuerde es liebend gerne mit einer digitalen Loesung versuchen, aber mir wurde gesagt, ich soll das ganze analog aufbauen.

Dankeschoen fuer deine Antwort!

Mfg
Stahlkopf

Hallo Stahlkopf,
du hast im Prinzip recht, ich habe zu schnell gedacht und Fotodiode geschrieben aber einen Optokoppler gemeint. (Fotodiode hat auf dem Schaltbild die beiden Peile nach innen und die LED nach außen gerichtet). Der Unterschied vom Optokoppler zu einer LED ist einfach nur die extreme Geschwindigkeit. Das schafft eine LED nie.

Sehe dir mal die Homepage von der Carlo Gavazzi Group an, die sind der führende Hersteller weltweit für Solid State Relais und bauen mehrere hundert verschiedene Typen, da ist eben für jeden was dabei.

Mit deinem Link kann ich erhlich gesagt nichts anfangen, obwohl ich sehr gut englisch verstehe.

Gruß
acuario

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Hallo,

Der Unterschied vom
Optokoppler zu einer LED ist einfach nur die extreme
Geschwindigkeit. Das schafft eine LED nie.

Interessant. Dann erklär doch bitte mal, was das wohl für ein Sender sein könnte in einem Optokoppler.
Gruß
loderunner

Hi,

Der Eingang ist eine Fotodiode 3-32V= und der Ausgang ist kein
Transistor sondern ein extrem schneller Schaltkontakt der auch
mit µs noch klarkommt.

Ein Schaltkontakt? Das Datenblatt sagt: „The zero switching relay with
antiparallel thyristor“. Das ist kein „Kontakt“ im Sinne von einem mechanischen Kontakt drin.

Und, nicht zu vergessen, bei ausreichend hohen Leistungen will so ein SSR gut gekühlt werden. Ist aber hier nicht so relevant.

Ulrich

Also meine Vorgabe ist keine Digitalbausteine verwenden. Es
geht darum, dass das ganze sehr sicher sein muss und deswegen
sollte es analog aufgebaut sein.

Wer immer das behauptet, es widerspricht der Realität in Theorie und Praxis und auch allen gemachten Erfahrungen. Schon mal was von parametrischen Ausfällen gehört?

Wenn man bei der
Digitaltechnik nen schoen grossen Fehler drauf gibt, dann is
halt irgendwann das Signal futsch.

Und bei der Analogtechnik genügt schon ein klitzekleiner Fehler - die obige Logik ist geradezu aberwitzig.

Ich will das hier nicht weiter auseinandernehmen, da ist der Mühe einfach nicht wert, weil es ja jeder Anfänger besser weiss. Die Elektronik der letzen Jahrzehnte war davon bestimmt, dass fast alle analogen durch überlegene digitale Techniken ersetzt wurden, gerade auch wegen der grösseren Zuverlässigkeit. Waren wir jetzt plötzlich alle blöd? Brauchen wir Analogrechner im Büro?

Gruss Reinhard

Hallo Reinhard,

ich weiss jetzt nicht ob ich das richtig Interpretiert habe, aber ich finde es schade, dass es zu so einem Tonfall hier kommen muss. Ich mein, hier schreibt jeder weil er eben Hilfe braucht oder gerne Hilfestellung geben will.

Also meine Vorgabe ist keine Digitalbausteine verwenden. Es
geht darum, dass das ganze sehr sicher sein muss und deswegen
sollte es analog aufgebaut sein.

Wer immer das behauptet, es widerspricht der Realität in
Theorie und Praxis und auch allen gemachten Erfahrungen. Schon
mal was von parametrischen Ausfällen gehört?

Du hast vollkommen Recht. Vor allem FPGAs wurden eben in sicherheitskritischen Bereichen eingesetzt, da diese als sehr sicher gelten. Aber da ich hier mit erheblichen elektrostatischen Einfluessen kaempfen muss, ist es gefaehrlich auf z.B. digitale Speicher (wie z.B. fuer eine LUT noetig waere) zurueck zu greifen.

Wenn man bei der
Digitaltechnik nen schoen grossen Fehler drauf gibt, dann is
halt irgendwann das Signal futsch.

Und bei der Analogtechnik genügt schon ein klitzekleiner
Fehler - die obige Logik ist geradezu aberwitzig.

Nehmen wir doch mal an, ich geb ein so starkes Rauschen auf mein Signal, dass meine 5V nichtmehr als 1 sondern als 0 vom Empfaenger interpretiert werden. Damit passiert am Ausgang „nichts“ (oder eben das Falsche). Bei der Analogtechnik hab ich halt dann statt 5V nurnoch 2V anliegen, aber es kommt immernoch etwas beim Empfaenger an. Das war damit gemeint.

Ich will das hier nicht weiter auseinandernehmen, da ist der
Mühe einfach nicht wert, weil es ja jeder Anfänger besser
weiss. Die Elektronik der letzen Jahrzehnte war davon
bestimmt, dass fast alle analogen durch überlegene digitale
Techniken ersetzt wurden, gerade auch wegen der grösseren
Zuverlässigkeit. Waren wir jetzt plötzlich alle blöd? Brauchen
wir Analogrechner im Büro?

Ich will jetzt nicht auf Anfaenger oder nicht eingehen. Es ist aber so, dass die Elektrotechnik ein so weites Feld ist, dass man mit solchen Pauschalisierungen sehr vorsichtig sein muss. Natuerlich hat die Digitaltechnik erhebliche Vorteile wie z.B. hoehere Geschwindigkeit, geringerer Platzbedarf, geringerer Energieverbrauch, Fehlererkennung (ich mein damit die diversen Kodierungen), usw. Dennoch sollte man immer den Einsatzzweck im Auge behalten und die Analogtechnik nicht abschreiben. Versteh mich nicht falsch, ich bin auch eher der Typ der die Digitaltechnik bevorzugt, da es einfach deutlich einfacher ist ein digitales System zu entwickeln als ein Analoges, aber auf die Analogtechnik verzichten kann man wohl heut zu Tage noch nicht.

Gruss Reinhard

Mfg

Stahlkopf

Hallo,

Nehmen wir doch mal an, ich geb ein so starkes Rauschen auf
mein Signal, dass meine 5V nichtmehr als 1 sondern als 0 vom
Empfaenger interpretiert werden.

Das bedeutet bei einem Digitalen Signal ein Rauschen von 50% des Signalpegels.

Bei der Analogtechnik hab
ich halt dann statt 5V nurnoch 2V anliegen, aber es kommt
immernoch etwas beim Empfaenger an.

Genau. Es kommt etwas an, das um über 50% daneben liegt und damit eine Abweichung von über 50% vom richtigen Wert. Ich verstehe nicht, warum das bei einer analogen Schaltung zu keiner Fehlfunktion führen sollte.

In Deinem Beispiel wertet die analoge Schaltung ein Signal digital aus. Vielleicht solltest Du Dir doch mal klar machen, was man unter Fehler versteht und wie sich Fehler bei digitalen und bei analogen Übertragungswegen auswirken und wie man sie vermeidet. Du hast da ganz offensichtlich etwas völlig falsch verstanden.

auf die Analogtechnik verzichten kann man wohl heut zu Tage noch
nicht.

Das wird man wohl nie. Die Welt ist nunmal analog und damit auch jegliche Schnittstelle der Elektronik mit der Außenwelt - egal, wo. Aber darum ging es hier ja auch nicht.
Gruß
loderunner

Hallo,

Der Eingang ist eine Fotodiode 3-32V= und der Ausgang ist kein
Transistor sondern ein extrem schneller Schaltkontakt der auch
mit µs noch klarkommt.

Ein Schaltkontakt? Das Datenblatt sagt: „The zero switching
relay with antiparallel thyristor“. Das ist kein „Kontakt“ im Sinne
von einem mechanischen Kontakt drin.

Und nebenbei kommt der auch mit µs nicht klar, weil er erst auf den nächsten Nulldurchgang warten muss. Und mit Gleichspannung gar nicht, weil er da nicht mehr abschaltet.
Gruß
loderunner

Hallo Loderunner,
der strom

Ich werde dir in den nächsten Tagen mal ein früheres Projekt von mir per E-Mail rüberschicken. Das hat auch mächtig mit Solid State Relais zu tun. Und auch sonst hat es was in sich. Ich habe fast ein halbes Jahr daran gearbeitet. Es ist sei fünf Jahren bei der Firma Bosch in Dienst.
Ich habe sämtliche Rechte an diesem Programm.

Hoffentlich kannst du auch Win-SPS von Bosch lesen und hast den passenden Dongel, und auch einen um E-Plan 5.x lesen zu können.

Gruß
acuario

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

Der Unterschied vom
Optokoppler zu einer LED ist einfach nur die extreme
Geschwindigkeit. Das schafft eine LED nie.

Interessant. Dann erklär doch bitte mal, was das wohl für ein
Sender sein könnte in einem Optokoppler.

der strom

Hm? Seit wann sendet denn Strom?
Selbstverständlich ist der Sender in einem Optokoppler nichts anderes als eine LED. Insofern ist Deine Aussage oben Unsinn.

Ich werde dir in den nächsten Tagen mal ein früheres Projekt
von mir per E-Mail rüberschicken.

Brauche ich nicht. Ich weiß, was ein SolidStateRelais ist, habe ich selber schon eingesetzt.

Gruß
loderunner

Hi,

Interessant. Dann erklär doch bitte mal, was das wohl für ein
Sender sein könnte in einem Optokoppler.

der strom

Der Strom sendet in einem Optokoppler? Es war doch wohl eher die Hardwarekomponente gedacht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Optokoppler
http://www.nano.physik.uni-muenchen.de/elektronik/na…

Hast du dich jetzt nicht irgendwie verrant oder warum willst du dein Projekt an einen anderen User schicken?

Ulrich