Zeitschaltung mit dem NE 555

Hallo zusammen,

ich bin gerade dabei, mit dem NE 555 einen Schaltkreis zu basteln, der mir einen Verbraucher (in diesem Fall ein Gebläse) regelmäßig an und wieder ausschaltet. Dank eines Kollegen und dank Yenka bin ich mittlerweile so weit gekommen (Gebläse durch Lampe ersetzt):

http://www.hostarea.de/server-10/Oktober-9c7fdd9eac.jpg

Meine Frage: Welche Bauteile sind im einzelnen für die Schaltdauern verantwortlich? Sprich welche Komponente steuert die Dauer, in der kein Strom fließt, und was ist für die Zeitdauer, in der Strom fließt zuständig? Die Idee dahinter ist dass ich diese Widerstände (so es denn welche sind), gerne durch Potis austauschen würde, um diese Schaltzeiten einstellen zu können.

Der o.g. Kollege ist leider erstmal nicht erreichbar, daher kann ich mich nicht an ihn wenden.

Beste Grüße
Daniel

Die beiden 510k Widerstände und der 10µF Kondensator.

Die beiden 510k Widerstände und der 10µF Kondensator.

Danke für die schnelle Antwort. Könntest du vielleicht noch etwas genauer werden? Sprich was muss ich im einzelnen wie verändern damit genau was passiert? Ich bin leider nur Maschinenbauingenieur, kein Elektrotechniker.

Gruß
Daniel

Hallo zusammen,

ich bin gerade dabei, mit dem NE 555 einen Schaltkreis zu
basteln, der mir einen Verbraucher (in diesem Fall ein
Gebläse) regelmäßig an und wieder ausschaltet. Dank eines
Kollegen und dank Yenka bin ich mittlerweile so weit gekommen
(Gebläse durch Lampe ersetzt):

http://www.hostarea.de/server-10/Oktober-9c7fdd9eac.jpg

Hallo DCK,

Hier gibt es eine gute Beschreibung.

http://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/031013…

Übrigens, der 1K Ohm Widerstand am Ausgang (3) ist nicht im Sinne des Erfinders.
Es fließt bei Ausgang Low ein Strom und die Restspannung liegt knapp Unterhalb der Spannung die benötigt wird, um den Transistor in den leitenden Zustand zu bringen.
Also weg damit, oder direkt an der Basis und dann auf Minus legen.

Meine Frage: Welche Bauteile sind im einzelnen für die
Schaltdauern verantwortlich? Sprich welche Komponente steuert
die Dauer, in der kein Strom fließt, und was ist für die
Zeitdauer, in der Strom fließt zuständig? Die Idee dahinter
ist dass ich diese Widerstände (so es denn welche sind), gerne
durch Potis austauschen würde, um diese Schaltzeiten
einstellen zu können.

Der o.g. Kollege ist leider erstmal nicht erreichbar, daher
kann ich mich nicht an ihn wenden.

Beste Grüße
Daniel

Danke für die schnelle Antwort. Könntest du vielleicht noch etwas genauer werden? Sprich was muss ich im einzelnen wie verändern damit genau was passiert?

Hallo Daniel,

der 10-µF-Kondensator beeinflusst alle Zeiten linear (doppelter Wert --> doppelte Zeiten), ihn wählt man, dass die Werte der Widerstände in mittleren Bereichen liegen. --> Erst Mal unverändert lassen.

Die Einstellungen nimmt man in der Regel mit den Widerständen vor:
Der untere 510-kOhm-Widerstand bestimmt primär die Dauer der Aus-Zeit. Die Auszeit ist proportional mit zu dem Widerstandswert. Die Aus-Zeit kann man nur mit dem unteren 510-kOhm-Widerstand einstellen (außer mit dem Konensator).

Die Ein-Zeit wird durch die Summe der beiden 510-kOhm-Widerstände eingestellt. Der obere hat Einfluss nur auf die Ein-Zeit, der untere beeinflusst beide Zeiten, die Aus-zeit aber stärker.

Tipps:
Wenn du einstellbare Widerstände einbaust, schalte mindestens beim oberen einen kleinen Festwiderstand (z. B. 1 kOhm) in Reihe, damit die Schaltung überlebt, falls er auf 0 Ohm steht.

Der 1 kOhm-Widerstand in deiner Schaltung zwischen +12 V und 555-Ausgang (Pin 3) in unnötig.

In deiner Schaltung ist die Einschaltzeit immer länger als die Ausschaltzeit. Wird der untere 510-kOhm-Widerstand auf 0 Ohm gebracht, sind beide Zeiten gleich.

Signetics hat den NE555 entwickelt und Philips (heute NXP) hat Signetics geschluckt. Die Applikationshinweise von Signetics hat Philips in seiner Application Note 170 „NE555 and NE556 applications“ veröffentlicht, bei NXP habe ich sie nicht mehr gefunden. Aber Googlen nach an170 „NE555 and NE556 applications“ zeigt ein paar Fundstellen.

Viel Erfolg

Bernhard

Hallo Bernhard,

In deiner Schaltung ist die Einschaltzeit immer länger als die
Ausschaltzeit. Wird der untere 510-kOhm-Widerstand auf 0 Ohm
gebracht, sind beide Zeiten gleich.

Hier hast du dich aber jetzt vertutet.

Dann wird die Entladezeit theoretisch Null.

MfG Peter(TOO)

In deiner Schaltung ist die Einschaltzeit immer länger als die Ausschaltzeit. Wird der untere 510-kOhm-Widerstand auf 0 Ohm gebracht, sind beide Zeiten gleich.

Hier hast du dich aber jetzt vertutet.
Dann wird die Entladezeit theoretisch Null.
MfG Peter(TOO)

Böser Leichtsinnsfehler! Danke Peter für die Richtigstellung.

Wird der untere 510-kOhm-Widerstand auf 0 Ohm reduziert, wird die Entladezeit theoretisch Null (fast dauernd an).

Wird der obere 510-kOhm-Widerstand auf fast 0 Ohm reduziert, sind beide Zeiten gleich. 0 Ohm ist jedoch nicht zulässig, der Widerstandswert muss nur wesentlich kleiner als der andere Widerstandswert sein, z. B. 1 kOhm.

Bernhard

Wenn du die Lampe statt an den Emitter zwischen Kollektor und + schaltest, schaltet die Stufe sauberer durch.

Willst du 2 gleiche Zeiten haben?
Dann solltest du eine andere Schaltung nehmen. Z.B. einen regelbaren Oszillator und damit ein einfaches Flip-Flop ansteuern. dann sind beide Zeiten absolut gleich.

Hallo Daniel

Wie Du aus den Zuschriften der Kollegen ersehen kannst, ist mit einem 555er die Impuls- und Pausenzeit nicht wirklich unabhängig voneinander einstellbar. Wenn Du beide Zeiten im weiten Bereich unabhängig voneinander einstellen willst, benötigst Du für Impulszeit und Pausenzeit je einen eigenen Baustein.
http://images2.bilder-speicher.de/show-image_org-091…

Ich habe zur Zeiteinstellung zwei Potentiometer in Reihe geschaltet, da bei dem großen Einstellbereich mit einem Poti keine halbwegs genaue Einstellung mehr hinzukriegen ist. Benötigst Du noch längere Zeiten, kannst Du den zeitbestimmenden Kondensator -C11 (-C21) ohne weiteres gegen je einen 10µF-Kondensator auswechseln (kein Elko).

Ich habe die CMOS-Variante des 555 eingesetzt und benutze für beide Bausteine einen gemeinsamen Sockel.

Die Versorgungsspannung ist unkritisch, die Schaltung funktioniert über den gesamten Versorgungsspannungsbereich des 555.

Der Ausgangsverstärker (-V1) an Pin 3 von -N2, dem ich eine LED spendiert habe, ist ebenfalls unkritisch. Allerdings musst Du bei einer anderen Betriebsspannung ggf. die Widerstände -R1 und vor Allem -R2 anpassen. -R1 dient dem Schutz der Schaltung bei einem Fehler im Ausgang.

Vielleicht kannst Du ja was mit der Schaltung anfangen.

Gruß merimies

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oT: 400stes Sternchen
Danke, an wen auch immer!

Ich habe für den obenstehenden Beitrag gerade mein vierhundertstes Sternchen bekommen. Wenn ich schon wieder Alkohol trinken dürfte. würde ich heute Abend eine Flasche Sekt aufmachen. So bleibt es bei einer Flasche Cola.

Gruß merimies

Hallo merimies,

Ich habe für den obenstehenden Beitrag gerade mein
vierhundertstes Sternchen bekommen. Wenn ich schon wieder
Alkohol trinken dürfte. würde ich heute Abend eine Flasche
Sekt aufmachen. So bleibt es bei einer Flasche Cola.

Meinen herzlichsten Glühstrumpf !

Cola gut schütteln, dann knallt und sprudelt es auch :smile:

Vielleicht darfst du dann mit Sekt beim 500sten ?

MfG Peter(TOO)

18181 Artikel
Hallo merimies,

Ich habe gerade gesehen, dass ich mit diesem Artikel jetzt 18181 Artikel archiviert habe.
Geschrieben habe ich ein paar mehr, aber ein paar wurden auch gelöscht.

MfG Peter(TOO)

owT: fleißig, fleißig
.