Zeitschriften in der NS-Zeit

hallo an alle,

unser thema für ein referat lautet: „zeitschriften in der zeit des
nationalsozialismus“
wäre euch sehr dankbar wenn ihr irgendwelche anhaltspunkte für mich
hättet, das heisst: internetseiten, tipps wo man was finden könnte,
namen verscheidener zeitschriften…

ich bedanke mich schon mal

lieben gruß

Mija

hallo Mija,

unser thema für ein referat lautet: „zeitschriften in der zeit
des nationalsozialismus“ wäre euch sehr dankbar wenn ihr
irgendwelche anhaltspunkte für mich hättet, das heisst:
internetseiten, tipps wo man was finden könnte,

http://www.jaecker.com/reich.htm

Mein Favorit: „Das Schwarze Korps“ (SS) (http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Schwarze_Korps)
von Gunter de Alquen (http://de.wikipedia.org/wiki/Gunter_d%27Alquen)

am bekanntesten: „Der Stürmer“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Der_St%C3%BCrmer)

usw.

Grüße

CMБ

Hallo Mija,

hier dürftest du namentlich alle finden:
http://www.polunbi.de/bibliothek/1946-nslit-zeit.html

Gruß

Hallo !

Laß Dir mal bei Euch, in Eurer Regionalzeitung, das Archiv zeigen. Aus der Nazizeit. Dort findest Du dann die gleichgeschaltete Heimatzeitung, streng auf Kurs „Völkischer Beobachter“.
Das ist dann sehr interessant zu lesen.

mfgConrad

Hallo Mija,

Conrad hat in eine wie ich meine sehr wichtige Richtung gewiesen:

Obwohl das im heutigen Gymnasialunterricht oft anders dargestellt wird, waren im tausendjährigen Reich nicht täglich alle Straßen von Fackelzügen marschierender SA blockiert, es gab auch nicht täglich Führer- und Goebbelsreden, die Wochenschauen enthielten über lange Zeit nichts wesentlich anderes als heute die Tagesschau, und natürlich war das Schrifttum zwar „gleichgeschaltet“, aber keineswegs auf ganzer Front hochpolitisch, und man durfte sogar grinsen über den Nachbarn, der den Völkischen Beobachter oder den Stürmer für der Weisheit letzten Schluss hielt. Das „Schwarze Korps“ ist nicht typisch für Zeitschriften im Dritten Reich, es hatte einen ziemlich eingeschränkten Leserkreis.

Aus heutiger Sicht hochinteressant ist der „gewöhnliche Faschismus“, die Anpassung, die „harmlose“ Propaganda.

Beispiel: die Mutter aller deutschen „Bunten Zeitschriften“, das aus den zwanziger Jahren und deren Geist stammende „Magazin“ (den Begriff „Magazin“ für eine derartige Zeitschrift gab es vorher nicht), Bückware im Dritten Reich (mehr oder weniger) und in der DDR (immer), wurde erst 1941, aus vorgeschobener Materialknappheit wegen Umstellung auf Kriegswirtschaft, aus dem Verkehr gezogen.

Noch ein Beispiel: Die mir aus näherer Anschauung bekannte Schussenrieder „Anstaltszeitschrift“ mit dem Namen „Schallwellen“: Die systematische Ermordung von Psychiatriepatienten 1940/41 - ein technischer Probelauf mit Zyklon B, Vorbereitung von Birkenau - stand im biederen, kleinbürgerlichen Dritten Reich keineswegs dazu in Widerspruch, dass auch noch lang nach dem Erscheinen des Standardwerkes Friese/Lemme „Die Deutsche Erbpflege“, Leipzig 1937, in der „Anstaltszeitung“ von Bunten Abenden, Kartoffelfest und Weihnachtsfeier berichtet wurde. Die ersten Transporte nach Grafeneck ins Gas waren als Ausflugsfahrten getarnt. Die „Schallwellen“ erschienen bis 1941.

So gemütlich zeigte sich das Dritte Reich sehr vielen Leuten. Ich glaube meiner Mutter, wenn sie berichtet, sie wäre sicher gewesen, ihr Schulkamerad Moritz sei mit seiner Familie „ausgewandert“.

Die Jedermannsblättlein, die Lokalzeitungen, die Vereinszeitschriften (die in der Regel damals genauso hießen wie heute) sind wichtig: In Ihnen findest Du den leutseligen, braven Nachbar Blockwart und den „Bruder Eichmann“ wieder. Und Du kannst dann auch Dich selber besser in Jungvolkuniform vorstellen.

Schöne Grüße

MM