Zeitungen Papier als Außendämmung

Hallo,
in alten Häusern wurde früher unter der Tapete mit alten Tageszeitungen tapeziert,
Ich gedenke mein Haus außen zu dämmen. Styropour widerstrebt mir. Also mache ich mir über kostengünstige Alternativen Gedanken. Ich weiß, es wird schon Zellulose als Zwischensparrendämmung eingesetzt. Ich würde aber gerne die ganze Außenfassade machen. Meine Vorstellung, ich baue einen Rahmen und lege Zeitungspapier mit Kleister versetzt ein. Die Platten klebe ich dann an die Außenwand. die wird natürlich danach verputzt. Was passiert mit auftretender Feuchtigkeit? Muß eine Dampfsperre mit eingebaut werden? Wenn ja, wo?

Hallo Klaus, die Idee ist schon nicht schlecht, mit Zeitungspapier zu dämmen, aber man sollte folgende Regel beachten. Die gesamte Dämmung basiert auf den Einschluß von Luft! Ob es sich nun um Styropor, Stein- oder Glaswolle oder auch Zellulose handelt, Luft muss eingeschlossen werden um zu dämmen. Die Zellulose-Dämmer machen es sich zu Nutze, die Zeitungen fein zu shreddern und dann in die vorhandenen Hohlräume einzublasen. Damit wird die dort liegende Luft gefangen und dämmt. Jetzt nur die Zeitungen aufeinander zu kleben und damit etwas zu erreichen halte ich, gelinde gesagt für Blödsinn. Es wird nur ganz wenig Luft eingeschlossen und die Dämmwirkung wird gleich null sein. Weiterhin muss Zellulose mit Zusatzmitteln erstens vor Feuchtigkeit und zweitens vor Brand und Mäusefrass gesichert werden. Dazu kommen mindestens 10% Zusatzstoffe in die Flocken. Wie sich deine mit Kleister geklebten Platten im Außenbereich verhalten, kann ich nur mutmaßen. Wahrscheinlich werden sie sich mit Feuchtigkeit vollsaugen und einfach gesagt „an zu gammeln“ fangen. Ich wüsste auch nicht, wie ein Putz auf Zeitungspapier halten soll. Fazit: Deine Idee kannst du meines Erachtens knicken. Bei einer funktionierenden Außendämmung kommst du um Dämmplatten aus speziellem Styropor nicht herum. Alleine schon auch der Sicht der vorhandenen Feuchtigkeit. Wenn es eine Lösung mit alternativen Dämmstoffen im Außenbereich gäbe, wäre sie garantiert schon auf dem Markt.