Ich soll für Geschichte einen Zeitzeugenbericht aus dem Zeitraum von 1815 bis 1855 aus dem damaligen Deutschland erstellen und die berichtende Person selbst entwerfen.
Diese Person soll dabei von drei erlebten Ereignissen aus jenem Zeitraum berichten, bspw. in einem Brief an einem Freund oder in einem Tagebucheintrag.
Ich habe mir überlegt, als fiktive Person einen Adeligen aus jener Zeit zu entwerfen, da ein solcher Adeliger normalweise ja etwas mehr in seinem Leben erlebte als bspw. ein Bauer.
Besonders wichtig ist dem Lehrer die Glaubwürdigkeit des Zeitzeugenberichts.
Ich hätte also folgende Anliegen:
Als Inspiration wäre mir Korrespondenz aus jenem Zeitraum ganz hilfreich.
Gäbe es irgendwelche Briefe aus dieser Zeit im Internet zu finden?
Außerdem wollte ich der Glaubwürdigkeit halber ein bisschen die überhöhte Sprache des Adels (also bspw. sowas Veraltetes wie „es dünkt mich“) in die Briefe einbringen.
Wüsste jemand was über diese Sprache des Adels oder wo ich mich darüber schlau machen könnte?
Kennt jemand vielleicht irgendwelche tollen Floskeln oder Redewendungen, die man damals benutzte?
Welche geschichtlich bedeutsamen Ereignisse empfählet ihr mir denn in meinen Berichten zu behandeln?
Ich wäre für jegliche Hilfe und jeden Tip dankbar! ;o)
Briefwechsel zwischen Carl Friedrich Gauss und Eberhard August
Wilhelm von Zimmermann http://www.amazon.de/Briefwechsel-zwischen-Friedrich…
Zimmermann/dp/3525821166/sr=1-10/qid=1163801254/
ref=sr_1_10/303-5948547-7167429?ie=UTF8&s=books
Briefwechsel zwischen Eduard Mörike und Friedrich Theaodor Vischer http://www.buchfreund.de/index.php?a=9043&bnr=9257&s…
Eduard-und-Friedrich-Theodor-Vischer_ISBN_Briefwechsel-zwischen-
Eduard-Mˆrike-und-Friedrich-Theaodor-Vischer
Ich soll für Geschichte einen Zeitzeugenbericht aus dem
Zeitraum von 1815 bis 1855 aus dem damaligen Deutschland
erstellen und die berichtende Person selbst entwerfen.
…
Ich habe mir überlegt, als fiktive Person einen Adeligen aus
jener Zeit zu entwerfen
Ich soll für Geschichte einen Zeitzeugenbericht aus dem
Zeitraum von 1815 bis 1855 aus dem damaligen Deutschland
erstellen und die berichtende Person selbst entwerfen.
Diese Person soll dabei von drei erlebten Ereignissen aus
jenem Zeitraum berichten, bspw. in einem Brief an einem Freund
oder in einem Tagebucheintrag.
Welche geschichtlich bedeutsamen Ereignisse empfählet ihr
mir denn in meinen Berichten zu behandeln?
Ereignisse in den fraglichen Jahrzehnten (sehr oberflächlich):
In den 1850ern sprang die Industrielle Revolution in Deutschland so richtig an (Beginn war ungefähr in den 1830ern).
Da könnte der genannte Adelige vielleicht Fabrikbesitzer sein und sich über eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in seiner Fabrik im Tagebuch Gedanken machen, da ihm die Zustände doch langsam sehr zu Herzen gehen (Vielleicht hat er die Fabrik ja eben erst geerbt)?
Wenn es doch kein Adeliger wird, könntest du eine national-liberal eingestellte Person skizzieren, die zuerst mit der preußischen Armee gegen Napoleon marschiert (Waterloo), sich revolutionär betätigt (Frankfurter Wachensturm 1833/Revolution 1848) und in den 1850ern schließlich in dem Industrieproletariat landet.
Es gibt so viele Ereignisse, du wirst schon was passendes finden.
ne blöde Idee - wer weiß schon wirklich, was die damaligen Menschen dachten? Nimm doch mal z.B. Deinen Adligen - wie hat der wohl die Revolution von 1848 gesehen? Was hat der überhaupt begriffen davon - war es für den nicht eventuell nur ne Pevolte irgendwelchen Pöpels? Oder eventuell sogar ganz egal, wenn er in irgend einem Kleinstaat wohnte, der gar nicht betroffen war davon? Einem Weimarer Gutsbesitzer konnten ja die Ereignisse in Preußen oder BVayern ziemlich egal sein und wenn der Herr dann noch ein Amt beim Fürsten hatte, war er mit Sicherheit für die seutsche Einheitsbewegung schon gar nicht zu bgegeistern.
Und dann - schau Dir mal alte Schriftwechsel an: Du wirst staunen, wie banal es da zu geht. Aber das ist heute ja nicht anders. Man schreibt der lieben Verwandtschaft darüber, wer geheiratet oder ein Kind bekommen hat, berichtet über ne überstandene Grippe und über den letzten Urlaub - eventuell noch über ein paar berufliche Dinge. Aber wer läßt sich da schon z.B. über die Irakpolitil aus oder die letzte Bundestagswahl? Kein Mensch. Einfach, weil das für den Alltag total unwichtig ist.
Einem Gutsbesitzer wird damals ne gute oder schlechte Ernte wichtig gewesen sein und daß er auf seinem Gut ne Schnapsbrennerei aufgemacht hat. Und ne revolutionäre Sache war für ihn die Eröffnung der Eisenbahnlinie, weil er nun bessere preise für seine Kartofeln bekam, weil er die jetzt schneller und billiger nach berlin verschicken konnte. Für den war eventuell die Steuergesetzgebung wichtig und eventuell hat ihn die Gewerbehreiheit gestört, weil nun jeder seinem Gutshandwerker Konkurrenz machen konnte.
Aber wer kennt schon die genauen Jahreszahlen und Inhalte bei solchen Gesetzen - das muß man erst einmal hinbekommen.
Manhmal denke ich, das kleine Bäuerlein wäre da einfacher und geeigneter. Da sind die direkten Auswirkungen der Ereignisse auf dessen Leben einfach überschaubarer.
Der fiktive Bauer…
Ich bedanke mich sehr für eure Hilfe!
Gernot Geyer, deinen Einwand, ein Bauer könne letztendlich doch leichter umzusetzen, ließ ich mir mal durch den Kopf gehen!
Dabei muss man diesem damaligen Bauer allerdings anmaßen, dass er schreiben konnte, oder?
Damit mein Zeitzeuge nicht ganz so fiktiv wirkt, möchte ich ihm einen Namen geben. Wie könnte denn ein damaliger Bauer so geheißen haben? Was hatte man denn damals eiegtnlcih für Namen? Hatte ein Bauer einen Vor- und Nachnamen?
Wir sollen den Zeitzeugen von drei Ereignissen berichten lassen. Ich habe mir überlegt, dabei ein SEHR bedeutendes Ereignis zu schildern, wie bspw. das Hambacher Fest, ein weniger weniger bedeutendes geschichtliches Ereignis sowie ein (geschichtlich) unbedeutendes Ergenis aus dem Alltag des Bauern, wie bspw. eine Missernte.
Dann noch was:
Hatte so ein Bauer damals vielleicht irgendwelche Hobbys? Wie sah seine Erziehung aus? In was für einem Umfeld befand er sich? Sein sozialer Status war wohl eher schlecht, oder? Wie war seine familiäre Situation?
Die Aufgabe ist schon eine ganz heikle Herausforderung, allein schon deswegen, weil wir diesen Zeitraum vorher im Unterricht nicht behandelt haben (und somit den gesamten geschichtlichen Hintergrund selbst erlernen müssen) und weil es eben sehr schwierig ist, sich in eine solche Person hineinzuversetzen.
Und dabei sind wir bloß ein Geschi-GRUNDkurs… -.-
also Bauern gab es viele Sorten.
Hier in Thüringen im Umland von weimar gab es ja immer eine recht große Schicht von unabhängigen Bauern. Eigener Grund und Boden, eventuell noch einen Knecht oder so - ansonsten Familienbetrieb. Und es ist strak anzunehmen, daß die schreiben und lesen konnten - die Schulpflicht gab es ja schon.
Und so einer könnte durchaus aus Verwandte ein paar Dörfer weiter gehabt haben - oder auch ne jüngere Schwester, die als Bedienstete in der Stadt bei irgendeinem Fabrikanten oder Beamten in Stellung war und natürgemäß auch immer noch neugiereig, was so passiert zu Hause.
Sicher hat es daß in allen deutschen kleinstaaten mher oder weniger so gegeben.
Bei den größeren Ereignissen müßte nam nun schauen, was da gewesen sein könnte - und was als größeres Ereignis zu werten ist. eventuell wäre ja die gründung des Zollvereines eine Variante - verbunden mit dem Wegfall der Zollschranken.
In den gegenden, in denen es im Zuge der Revolution 1848/49 zu militärischen Konflikten kam, wäre zum Beispiel auch die Einquartierung von Militär möglich mit all ihren häßlichen Folgeerscheinungen - so was wäre nun wirklich ein dankbares Thema.
Huah! Sagenhaft! Danke! D
ie Einquartierung von Militär in das Heimatdorf meines Bauerns! Genau so einen Einfall hab ich gebraucht, daraus kann ich echt was machen! Das gibt einen Stern! ;o)
Also…
mittlerweile bin ich soweit, dass ich den fiktiven Bauern in einem kleinen Dorf in der Pfalz ansiedele. In der Pfalz bloß deswegen, damit er sich dem Zuge aufs Hambacher Schloss anschließen kann. Najo…
Gab es damals iwrklich schon Schulpflicht? Wow! ^^
Kinder hat mein sagenhafter Bauer auch, welche bei der Arbeit zu helfen haben.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Also in Preußen hat schon der Soldatenkönig in der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts eine Schulpflicht eingeführt. Man sollte meinen, daß es die dann knapp 100 Jahre später auch in den anderen Ländern gab, zumindest für Jungen (bei Mädchen sah man das nicht so eng). Ach ja -ich habe in unserer Ortsgeschichte geblättert. Da haben bei einem Kauf der Gemeinde 1794 volle 62 Bauern einzeln mit ihrem Namen unterschrieben - mehr Bauerhöfe dürfte das Nest damals gar nicht gehabt haben. Daraus kann man wohl schließen, da doch alle mehr oder weniger gut schreiben konnten.
Und - frag doch mal die Gemeindeverwaltungen im der fraglichen Gegend. Oft gibt bzw. gab es da Festschriften zu Ortsjubiläen, da kann man ne Menge herausholen.