Also ich versteh Euch irgendwie nicht… Sport ist ein Fach, wie jedes andere auch und so sollten auch die Noten vergeben werden! Nur weil sich einer anstrengt, kann man ihm nicht von hausaus eine eins oder zwei geben. Es bekommt ja auch schließlich keiner eine gute Note in Mathe nur weil er sich angestrengt hat, sondern nur dann, wenn er es richtig macht. Und genauso kann man eben in Sport die geforderten Dinge richtig machen oder eben nicht!!!
Hallo,
ich sehe es eben so, dass die Note in Sport vor allem den Leistungsstand widerspiegelt und zwar objektiv. Für das Veratmen der Luft gibt es kein „ausreichend“. Die armen Schüler, die in Mathe stets ein „mangelhaft“ hatten sind auch für ihr Leben frustriert und hassen Zahlen und alles, was damit zu tun hat. Für eine gute Note in allen Fächern muss man sich „auf den Arsch setzen“, für Sport ist das nicht einzufordern? Gerade im Hinblick auf die erschreckenden Übergewichtszahlen in Deutschland muss das Fach Sport -sinnvoll unterrichtet- einen ganz anderen Stellenwert bekommen.
Und von reinem Ausgleich zu „Sitzfächern“ kann überhaupt keine Rede sein! Natürlich sollte das Fach Sport zu lebenslangem Sportreiben hinführen, aber wenn keine Leistung verlangt wird bekommt der Schüler doch fürs Atmen eine „4“ und muss eben kein außerschulisches Engagement zeigen.
Und wenn jemand mit turnerisch sehr guten Fähigkeiten im Leichtathletischen Bereich eine gute Note will, soll er doch laufen gehen.
Pythagoras gibts auch nicht zum Nulltarif.
So, schöne Ferien,
Aragorn.
die antwort ist zwar in gewisser weise nicht zum thema passend aber ich wollte nur anmerken das dieser ganze daemliche noten und leistungsdruck der sich auch in sport in ganz groben masse bemerkbar macht, dafuer verantwortlich war, das ich erst NACH meiner schulzeit lust auf sport entdeckt habe. sport mit geisteswissenschaft zu vergleichen halte ich fuer einen groben fehler. es gibt genug menschen die selbst wenn sie ohne ende trainieren es einfach nicht schaffen koennen z.b. in fussball einen jungen der im verein spielt zu schlagen. dazu spielen genetische veranlagungen viel mehr eine rolle als z.b. in naturwissenschaftlichen faechern.
es waere vielleicht angebracht das den kindern klargemacht wird wie SCHOEN sport sein kann und wie gut es ihnen tut und nicht das es ein immerwaehrender wettbewerb um noten ist. das verdirbt naeml. sehr schnell die lust.
Vorweg: Ich bin auch Lehrer (Englisch und Sport)
Meine Auffassung von Sport sieht so aus: Im Sport gibt es die ganze Bandbreite der Notengebung wie in allen anderen Fächern auch!!! Und wenn da mal eine 5 oder sogar eine 6 dabei sein sollte, dann ist es halt so. Natürlich mag mann mir jetzt vorhalten, dass es immer Schüler/innen gibt, die ganz einfach unsportlich sind, und nie auf einen grünen Zwieg kommen könnten (und somit eigenltich immer eine 5 oder 6 verdient hätten), aber Gott sei Dank, haben wir im Sport (wie sonst in keinem anderen Fach) die Möglichkeit soziale und andere Aspekte in die Note mit einfliesen zu lassen.
Wie sieht das aus? Ein Schüler, welcher Leistungsmäßig eine 1 verdient hat, aber nie beim Auf- oder Abbau von Geräten hilft, sich Unsportlich verhält, nicht richtig übet oder ähnnliches, kann im Extremfall um bis zu 2 Notenstufen nach unten gedrückt werden!!! Genauso verhält es sich auch umgekehrt. Habe ich eine absolut unsportliches Kind, welches aber bis zu Umfallen übt und schwitzt, immer eifrig beim Auf- und Abbau hilft, anderen Kindern hilft (sofern es geht), etc., dann kann ich sogar bis zu 2 Notenstufen nach oben verbessern.
Klingt extrem und wird leider auch viel zu selten angewendet, da meistens nur der reine Leistungsnachweis zur Notengebung herangezogen wird. Vor allem da viel zu viele Kollegen häufig Angst haben, einem „Saupans“ von Einserschüler eine 3 „reinzuwürgen“, weil sie Angst vor dem Nachweis haben und die mittlerweile üblichen Gerichtlichen Prozesse fürchten.
Dies mag jetzt natürlich wie reine Wilkür erscheinen, sollte aber wirklich mit einem Auf- oder Abwerten von einer Notenstufe standartmäßig gehandhabt werden. (und ich persönlich mache das auch)
Und Probleme gab es bisher nur einmal damit, aber da konnte ich ohne weiteres anhand des Klassenbuches nachweisen (Einträge auch in anderen Fächern) das sich das unsoziale Verhalten (absichtliches Foulen bei fast allen Spielen, keine Bereitschaft zum Üben, etc.) auch in anderen Fächern wiederspiegelt, und da deswegen die Note in Sport nach unten zu korregieren war. (PS 4-> 5 und die hat zur Nichtversetzung geführt)