Hallo,
unser Sohn 17, geht auf eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe. Er hat nun den Sprung in die 11. Klasse geschafft. Er hatte bis jetzt recht gute Noten mit einem Durchschnitt von 2,3 -2,4. Nun hat sich durch das Zentralabitur vieles verändert.
Die schriftlichen Leistungen sind enorm abgefallen auch bei den anderen. Lehrer und Schule sprechen ständig von härteren Regeln, strengeren Bewertungen und Umstellungen zum neuen System. In der Schule wird aber das neue System nicht vorgestellt. Keiner weiß so recht wie er im schriftlichen Bereich arbeiten soll. Obwohl unser Sohn gut lernt und alles zu Papier bringt, werden seine Arbeiten nur bemängelt. Man sagte ihm, der Inhalt sei Top aber er solle mehr an seinem Ausdruck arbeiten, keine Romane schreiben sich kurz fassen in drei Sätzen und auf seine Rechtschreibung achten. Abkürzungen dürften nicht mehr verwendet werden, sondern es muß alles ausgeschrieben werden. All diese Dinge bewirken einen Punkteabzug, da kann er noch so gut sein, wenn er all dies nicht berücksichtigt. Da er dies bisher nicht getan hat, weil er darüber keine Infos hatte, fallen seine Leistungen. Es wurde weiter mitgeteilt, daß alle Schüler 6 Monate Zeit hätten, sich an die neuen Regeln zu gewöhnen um einen gewissen Übergang zu schaffen, dann geht es erst richtig los.
Man sagt ihm er solle sich an die neuen Regeln gewöhnen, welche? Gibt es hier irgendwo eine Liste, wonach man sich halten kann. Bis jetzt ist nichts Genaues vorgegeben worden. Wonach muß man sich hier richten? Wo ist der Leitfaden? Ich sehe schwarz, wenn nur ungenaue bzw. keine Angaben dazu gemacht werden wie man hier arbeiten muß, um sein Ziel zu schaffen.
Man sagte ihm, der Inhalt sei Top aber er solle mehr an seinem
Ausdruck arbeiten, keine Romane schreiben sich kurz fassen in
drei Sätzen und auf seine Rechtschreibung achten. Abkürzungen
dürften nicht mehr verwendet werden, sondern es muß alles
ausgeschrieben werden. All diese Dinge bewirken einen
Punkteabzug, da kann er noch so gut sein, wenn er all dies
nicht berücksichtigt.
Hallo,
das sind doch schon eine Menge hinweise an Dingen, die er berücksichtigen sollte, dass kann er ja erstmal versuchen.
Ich finde es durchaus gerechtfertigt, dass solche formalen Gesichtspunkte in der gymnasialen Oberstufe bewertet werden
zunächst mußte ich mir erst einmal selbst anlesen, was denn ein Zentralabitur ist, das 2006 in Berlin eingeführt wird. Zentralabitur heiß, daß die Prüfungsaufgaben von einer zentralen Behörde, sprich Kultusministerium, vorgegeben werden.
Da ich aus Bayern komme, kenn ich es nun nicht anders, als das die Prüfungen zentral gestellt werden. Über Sinn und Unsinn liese sich trefflich streiten.
Aber ich denke, im Zuge der Umstellung ist einfach vieles noch unklar und die Lehrer wissen selbst noch nicht genau, was auf sie zukommt.
Und wenn sie schon nichts wissen, dann reden wir das Ganze erstmal ein wenig schlimmer als es vielleicht wird.
Ich weiß, daß es nicht einfach ist, aber dein Sohn sollte sich nach einer schlechten Arbeit beim Lehrer genau erkundigen, warum die Arbeit schlecht ist, und warum jetzt vielleicht anders bewertet wird als vorher.
Genau verstehe ich die Argumente, die du anführst nicht. Die Art der Bewertung wird doch hoffentlich auf das Unterrichtsfach ankommmen. Oder werden bei einer Mathematikarbeit auch Rechtschreibfehler angerechnet?
hallo!
Zu den Rechtschreibfehlern: Auch in Bayern kann der Lehrer, Z.B. in religion dir Punkte abziehen, wenn die Arbeit nur so von Fehlern gspickt ist. Ich sehe das auch als sinnvoll an, denn immerhin müssen die Religionslehrer z.B auch die Rechtschreibfehler korrigieren. Wenn die Fehlerzahl sich extrem häuft, kann das (wie bei uns in der 13ten Klasse passiert)bedeuten, dass ca. die doppelte Zeit mit dem korrigieren verbracht werden muss. Damit Schüler dann nicht glauben „das ist ja nur Reli- sch*** auf die Rechtschreibung“ wurde- so nehme ich mal an- diese Regelung eingeführt. Zwar hat z.B. der relilehrer auch nur das Fach Religion, muss aber die Rechtschriebung korrigieren- weshalb sollten dann die Schüler nicht in den fächern, in denen viel geschrieben wird zumindest ein kleines bisschen auf die Schreibung achten? Wenn dein sohn ein Attest hat, dass er ein Rechtschreibschwäche hat, dann wird das eh nicht gewwertet. Bei unns gab es übrigens nie Punktabzug darauf, aber wenn die Klausuren zu katastrophal von der Schreibung her waren wurde es angedacht von der Regelung gebrauch zu machen.
Liebe Grüße, Regina
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Auch in NRW kann die Klausur/Klassenarbeit um bis zu 1 Note nach unten korrigiert werden, wenn überdurchschnittlich viele Rechtschreibfehler vorhanden sind.Unabhängig vom Fach!
Zur Ausgangsfrage wegen der Richtlinien für das Zentralabitur: mit den Stichwörtern „Zentralabitur Berlin Richtlinien“ findet man die folgenden Seiten: