bisher hat in unserem Amt jeder Sachbearbeiter einen Drucker am Arbeitsplatz. Nun plant man, aus finanziellen Gründen einen Zentraldrucker anzuschaffen, über den alle Druckjobs laufen.
Ich halte das für ausgemachten Irrsinn.
Die Praxis würde dann so aussehen, dass jeder Sachbearbeiter eine Chip-Karte bekommt. Dann muss er/sie zum Drucker pilgern, sich anmelden und dann warten, bis alles gedruckt ist.
Na ja, vielleicht sollte man den Raum, in dem der Drucker steht, gemütlich ausschmücken. Ein paar gemütliche Sessel, Kühlschrank wäre auch nicht schlecht, vielleicht etwas zu Naschen. Denn eines wird ganz bestimmt passieren. Dieser Drucker wird der absolute Treffpunkt, um Klatsch und Tratsch auszutauschen. Einer lässt drucken, vier andere warten. Dann dauert es eben mal ne halbe Stunde, bis Mann/Frau vom Drucken zurück ist. Hört sich eigentlich gar nicht so schlecht an. Warum rege ich mich eigentlich auf ?
Aber mal ernsthaft: hat jemand Erfahrung mit solchen Zentraldruckern ? Dieser Drucker müsste die Printjobs von ca. 35 SachbearbeiterInnen schaffen.
Ich habe ja schon viele Behörden gesehen, aber noch nie gehört, dass Zentraldrucker benutzt werden. Bei Banken ist es merkwürdigerweise anders, da teilen sich mehrer Nutzer einen Drucker, aber doch nicht so viele User.
bisher hat in unserem Amt jeder Sachbearbeiter einen Drucker
am Arbeitsplatz. Nun plant man, aus finanziellen Gründen einen
Zentraldrucker anzuschaffen, über den alle Druckjobs laufen.
Lustig wird das, wenn ausgerechnet dieser eine Drucker ausfällt und bis die Alternative läuft, vergehen auch schon einige, zweistellige Minuten im Idealfall (es könnten auch Stunden werden)…
Ich halte das für ausgemachten Irrsinn.
Man kann argumentieren, dass ein Drucker in der Wartung günstiger ist als zum Beispiel die Wartung von 35 Druckern. Wenn der Drucker flott läuft und gut gepflegt und gewartet wird, dann könnte die Wartezeit schon sehr kurz sein und Probleme recht selten.
Die Praxis würde dann so aussehen, dass jeder Sachbearbeiter
eine Chip-Karte bekommt. Dann muss er/sie zum Drucker pilgern,
sich anmelden und dann warten, bis alles gedruckt ist.
Das ist doch Unsinn: ein Sachbearbeiter hat ein Benutzerkonto. Wer nicht von einem angemeldeten und zugelassenen Benutzerkonto drucken will, wird einfach nicht zugelassen. Außerdem lässt sich über das Benutzerkonto prüfen, wieviel zum Beispiel (Seitenanzahl) ein Mitarbeiter gedruckt hat. Manipulationen sind immer Möglich, aber bei guter Konfiguration doch recht schwer und außerdem riskiert man seinen Job bei Missbrauch…
Aber mal ernsthaft: hat jemand Erfahrung mit solchen
Zentraldruckern ? Dieser Drucker müsste die Printjobs von ca.
35 SachbearbeiterInnen schaffen.
Ich vermute, dass nicht die Menge das Problem sein wird, sondern dass Blätter durcheinander kommen können, oder böse Mitarbeiter sie einfach verschwinden lassen o.ä. Nach welcher Priorität wird gedruckt? Außerdem müsste genug Papier und Ersatzmaterial vorhanden sein, wenn Patrone/Toner leer ist. Ich halte einen Zentraldrucker für ein zu großes Risiko (Ausfall, Engpass) und fände min 2 sinnvoll.
unsere Firma hat ja mit vielen extrem großen Kundenungebungen zu tun, und auf einfacher Sachberabeiterebene sind Arbeitsplatzdrucker inzwischen eine echte Seltenheit. Nur noch da, wo es um besonders vertrauliche Informationen geht, die auch intern vertraulich sind (z.B. Personal) haben die Arbeitsplatzdrucker überlebt, oder da, wo ein konkret größeres Druckvolumen anfällt. Da aber viel über Massendruck ohnehin in Druckzentren läuft, sind das eben eher Ausnahmen.
Daher hat es sich eingebürgert Technikräume mit Kopierer/Drucker/Scanner/Fax (alles gerne auch als AIO), Aktenvernichter, … einzurichten, und da normalerweise dann auch mindestens zwei Drucker zu installieren. Bei Profi-Drucker, die inzwischen normalerweise locker 20 Seiten in der Minute schaffen, sind Wartezeiten eigentlich kein Thema, und Follow-Me-Printing mit vorheriger Identifikation am Drucker sorgt auch dafür, dass jeder genau seinen Ausdruck am am schnellsten verfügbaren Gerät bekommt/bei einem Ausfall eines Geräts man eben zum nächsten gehen kann. Zudem kann man seine Ausdrucke so eben auch gut zunächst sammeln, und geht dann erst, wenn es sich richtig lohnt.
Der Zeitverlust durch netten Plausch im Technikraum ist natürlich immer ein Thema, aber da ist das Drucken angesichts der schnellen Geräte eher unbedeutend. Klassische Faxgeräte, Kopierer, Scanner fressen da deutlich mehr Zeit.