Hallo!
die Gas- und Heizölpreise steigen bekanntlich in den letzten Jahren unkalkulierbar und belasten das Familienbudget :so das kaum Luft für andere Dinge bleibt. Also suche ich eine Alternative… und auf die bin ich auch schon :gestossen - Zentralheizungsöfen/herde.
Marktmechanismen bringen es mit sich, daß sich die Preise für alle Energieträger einander angleichen. Deshalb wird man durch den Wechsel von einem Brennstoff auf einen anderen der Kostensteigerung nicht entkommen. Das gilt übrigens in gleicher Weise für den Brennstoff Holz. Weil kaum ein Verbraucher die auf den Heizwert bezogenen Kosten errechnet, also Kosten pro kWh, treibt die Preisbildung gerade beim Holz wilde Blüten. So kommt es inzwischen vor, daß pro Festmeter Holz mehr verlangt und bezahlt wird, als man für eine der Holzmenge entsprechende Menge Öl oder Gas zahlen würde.
Man kann Geld durch Arbeit ersetzen, also Brennholz selbst aufbereiten. Man kann selbst fällen, zuschneiden, transportieren, in Stücke sägen, hacken, 2 Jahre lagern - dringende Empfehlung: Das muß man gemacht haben, nicht zugeguckt, sondern wirklich eigenhändig Holz bereitet haben, bevor man sich zum Umstieg auf Holz entscheidet und größere Investitionen tätigt. Ich weiß auf diesem Sektor wirklich, wovon ich rede und kann Dir sagen, daß sich Brennholzbereitung nur im industriellen Stil, in industriellem Umfang und mit absolut professioneller Ausstattung rechnet. Andernfalls handelt man sich zeitfressende Knochenarbeit ein, gegen die jeder 1-Euro-Job geradezu fürstlich entlohnt wird.
Natürlich kann man sich einen Scheitholzbrenner hinstellen, aber die Begeisterung wird sich schnell legen, wenn Du ein paar Stunden außer Haus warst und die Bude ist kalt, weil der Ofen aus ist. Deshalb braucht man eine Lösung mit automatischer Beschickung. Soetwas gibt es für Scheitholz, für Hackschnitzel und für Pellets. Der dabei zu treibende technische Aufwand rechnet sich i. a. für ein Einfamilienhaus in Normalgröße nicht.
Langer Rede kurzer Sinn: Wenn Du Heizkosten senken willst, mußt Du den Energiebedarf Deines Hauses senken. Dabei mußt Du zwar auch mit langen Amortisationszeiten rechnen, aber der Weg führt tatsächlich zum Ziel, während der Wechsel des Brennstoffs daran vorbei führt und keinerlei Chance auf Amortisation des eingesetzten Kapitals ermöglicht.
Gruß
Wolfgang