Zero Bond

Hallo,

als ich noch Sparkassenkunde war, wollte ich mal Zero-Bonds kaufen. Mein Kundenberater sagte dann „also damit handeln wir gar nicht.“ Mit einen Gesichtsausdruck als wollte ich was kriminelles von ihm.
Jetzt habe ich ein paar schöne n.-K.´s gefunden, die gut auf mein Depot passen würden, habe aber noch immer seinen Gesichtsausdruck vor Augen.
Was ist denn nun so gefährlich an den Dingern. Sie wären von der Bayerischen LB.

Grüße Owi

Hallo Owi,
ist nichts gefährliches dran. Bringen aber nur wirklich Sinn, wenn Du die Zinsen ordentlich versteuern mußt. Sag Deinem Berater, welchen Bond Du willst, dann bekommst Du ihn auch.
Ein Zero-Bond bringt meist etwas weniger Ertrag als eine vergleichbare Normalanleihe, wird nur günstiger versteuert.
Gruß
Boris

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Hallo Owain,

leider ein tyisches Beispiel des Schaltermitarbeiters der keinen Bock und deshalb keine Ahnung hat. Somit ist alles was er selten hört und nicht zum gewohnten Geschäft gehört, etwas was „man“ nicht macht.

Selbst bei einer kleinen Bank wie unserer hab ich schon mehr wie einen Mitarbeiter in zusammengestaucht, weil er einem Kunden erklärt hat, dass wir „das“ (z.B. Dokumentenakkreditive) nicht machen. Sachlich ist die Auskunft nämlich völlig falsch. Es kommt nur so gut wie niemand an den Schalter deswegen, sondern sind eben meist Firmenkunden die zu Ihren Beratern oder gleich zu mir kommen. Trotzdem machen wir so was…

Zurück zum Zerobond.
Es handelt sich um eine unverzinste Anleihe, bei der man den etreag über einen niedrigen Verkaufspreis einfährt. z.B. Kaufpreis 92%, Kurs im 2 Jahr 94% usw., Rückzahlung 100%.
Das macht schon Sinn, wenn bei „normalen“ Zinsen etwas versteuern müsste. Wo 0 Zinsen anfallen muss man auch keine versteuern.

Allerdings gibt es auch hier Einschränkungen vom Finanzamt was an maximalen Kursabschlägen zulässt. Ansonsten sehen die das als versteckten Zins und du musst das ganze doch versteuern.

Gruß Ivo

Hallo Owain,

leider ein tyisches Beispiel des Schaltermitarbeiters der
keinen Bock und deshalb keine Ahnung hat. Somit ist alles was
er selten hört und nicht zum gewohnten Geschäft gehört, etwas
was „man“ nicht macht.

Selbst bei einer kleinen Bank wie unserer hab ich schon mehr
wie einen Mitarbeiter in zusammengestaucht, weil er einem
Kunden erklärt hat, dass wir „das“ (z.B.
Dokumentenakkreditive) nicht machen. Sachlich ist die Auskunft
nämlich völlig falsch. Es kommt nur so gut wie niemand an den
Schalter deswegen, sondern sind eben meist Firmenkunden die zu
Ihren Beratern oder gleich zu mir kommen. Trotzdem machen wir
so was…

Zurück zum Zerobond.
Es handelt sich um eine unverzinste Anleihe, bei der man den
etreag über einen niedrigen Verkaufspreis einfährt. z.B.
Kaufpreis 92%, Kurs im 2 Jahr 94% usw., Rückzahlung 100%.
Das macht schon Sinn, wenn bei „normalen“ Zinsen etwas
versteuern müsste. Wo 0 Zinsen anfallen muss man auch keine
versteuern.

Wäre schön, wenn es wo wäre - ist aber nicht ganz so. Für die Zeit, die man die Papiere hält, zahlt man keine Steuern. Spätestens bei Verkauf oder der Rückzahlung sind dann Steuern fällig. Da der fiktiv aufgelaufene Zinsertrag (Stichwort Emissionsrendite) dann auf einmal zu versteuern ist, kann hier die steuerliche Belastung höher sein als bei einer periodischen Zinszahlung. Macht nur Sinn, wenn der in der Zukunft liegende individuelle Steuersatz niedriger ist als der heutige.

Allerdings gibt es auch hier Einschränkungen vom Finanzamt was
an maximalen Kursabschlägen zulässt.

Ist prinzipiell richtig, trifft aber auf Zerobonds nicht zu. Der
sogenannte Disagioerlass ist nur auf solche Anlagen anwendbar, die
tatsächlich einen Kupon haben und berücksichtigt nur das Emissionsdisagio, also den Kursabschlag bei der Ausgabe und nicht die
umlaufbedingten Kursveränderungen.

Ansonsten sehen die das
als versteckten Zins und du musst das ganze doch versteuern.

Generell muss man sich bei Zerobonds im klaren sein, das die Kursbewegungen während der Laufzeit grösser sind als die von Papieren
mit einem festen Zinssatz. In einer Phase fallender Zinsen ist es sinnvoll, diese Kursveränderungen für sich zu nutzen (höhere Kursgewinne). Bei steigenden Zinsen ist der Effekt natürlich umgekehrt
und hier kann bei einem vorzeitigen Verkauf aus dem Zerobond ein
„echter Zerobond“ :wink: werden.

Meine Meinung: Langlaufende Zerobonds in einer Hochzinsphase ja,
in einer Niedrigzinsphase nein.

Beste Grüsse aus dem sonnigen Schwabenland.

Roland

p.s. Die steuerlichen Regelungen sind in der Praxis noch etwas komplzierter als ich es hier dargestellt habe.

Gruß Ivo

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Dank euch, Owi o.w.T.
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