Zerstörung von Luftblasen

Hallo Experten,

durch unsachgemäßes pipettieren von Blutplasma entstehen im Probengefäß (Kunststoffzylinder 8mm Durchmesser) oft große Luftblasen (>200ul).
Wie müsste die Form einer Nadel sein, um diese Luftblasen am effektivsten zu zerstören?
Phase von z.B. 45°, oder einfach zylindrisch?
Gefühlsmäßig würde ich angespitzt sagen, bin mir aber nicht sicher.

Danke und Gruß, Joe

Hallo Jörg!

Wie sich die Luftblasen am einfachsten zerstechen lassen, weiß ich nicht. Ebenso weiß ich nicht, weshalb die Luftblasen zerstochen werden sollen. Immerhin muß dafür ein Gegenstand ins Plasma eingeführt werden (Infektions- und Verunreinigungsgefahr) und die Sache ist von menschlicher Aufmerksamkeit abhängig, damit fehleranfällig. Ich würde die Probe deshalb lieber in einem Exsikkator (in jedem Labor vorhanden) evakuieren. Das geht in Sekundenschnelle ohne „Prokelei“.

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

Wie sich die Luftblasen am einfachsten zerstechen lassen, weiß
ich nicht.

Schade.

Ebenso weiß ich nicht, weshalb die Luftblasen
zerstochen werden sollen.

Es handelt sich um eine Nadel mit kapazitiver Füllstandsdetektion. Es sollen Fehlentnahmen verhindert werden.

Immerhin muß dafür ein Gegenstand
ins Plasma eingeführt werden (Infektions- und
Verunreinigungsgefahr) und die Sache ist von menschlicher
Aufmerksamkeit abhängig, damit fehleranfällig. Ich würde die
Probe deshalb lieber in einem Exsikkator (in jedem Labor
vorhanden) evakuieren. Das geht in Sekundenschnelle ohne
„Prokelei“.

Ich fragen wegen einem diagnostischen Vollautomaten, bei dem die Primärproben manuell vorgelegt werden. Eine Garantie für richtiges pipettieren durch den Kunden gibt es leider nicht.
Infektionsgefahr, Verunreinigung und Verschleppung sind bei diesem System ausgeschlossen.

Trotzdem danke und Gruß, Joe

PS Vielleicht werde ich es experimentell mit Seifenblasen o.ä. ermitteln, wenn es keine eindeutige physikalische Aussage zu meiner Frage gibt.

Hallo,

ich nehme an, Du meinst, daß beim Hereinpipettieren der Proben in das Probegefäß Luftblasen an der Gefäßwand entstehen, welche die nachfolgende Bestimmung stören. Falls das zutrifft, könnte man mit einen kurzen Ultraschallimpuls die Luftblasen „verscheuchen“. Andere Möglichkeiten sind

Änderung des Gefäßmaterials
Änderung des Abstands des Pipettenauslaufs zum Gefäßboden
Änderung der Gefäßgeometrie

und last not least der Griff zum Telefon & mit dem Kundendienst des Herstellers der Maschine sprechen.

Übrigens: was meinst Du mit „Phase“? Etwa den Winkel des Nadelschliffs zur Längsachse der Nadel

Gruß

Ewald

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Ewald,

ich nehme an, Du meinst, daß beim Hereinpipettieren der Proben
in das Probegefäß Luftblasen an der Gefäßwand entstehen,
welche die nachfolgende Bestimmung stören. Falls das zutrifft,
könnte man mit einen kurzen Ultraschallimpuls die Luftblasen
„verscheuchen“. Andere Möglichkeiten sind

Exakt so entstehen die Luftblasen.
Das System existiert schon. Eine so gravierende Änderung (Ultraschall) wäre schön, aber nicht durchsetzbar.

Änderung des Gefäßmaterials

Leider nicht möglich.

Änderung des Abstands des Pipettenauslaufs zum Gefäßboden

Die Pipettierungsgewohnheiten der Kunden kann ich leider nicht ändern :wink: Es geht um die ERSTE manuelle Probenvorlage. Wenn unser Gerät dann dispensiert um die Reaktion zu beginnen, ist natürlich alles in Ordnung.

Änderung der Gefäßgeometrie

Leider ist auch das nicht möglich.

und last not least der Griff zum Telefon & mit dem
Kundendienst des Herstellers der Maschine sprechen.

Ich bin einer der Entwickler. Ich werde gerufen, wenn der Kundendienst nicht weiter weiß.

Übrigens: was meinst Du mit „Phase“? Etwa den Winkel des
Nadelschliffs zur Längsachse der Nadel

Genau das meine ich.
Jetzt bleibt nur noch die Frage der Gradzahl offen.

Danke und Gruß, Joe

Hallo Joe.
Ich kenne keine Patentlösung, kann aber aus langjähriger Erfahrung mit solchen ‚Alltagsproblemen‘ einige logische Überlegungen beisteuern.
Ich gehe davon aus, im Röhrchen ist eine Luftblase die dieses ganz ausfüllt und darunter und darüber ist Flüssigkeit.
1.) Die Proben unter die Vakuumglocke zu geben erledigt das Problem wirklich in Sekundenschnelle: Der ganze Inhalt verläßt das Gefäß (8 mm Dm !) als Schaum!
2.) Mit einer Spitze (Fase

zu Punkt 2
Hallo Alexander,

2.) Mit einer Spitze (Fase

Istzustand: Gefäß mit 500 ul Probe und EINER 200 ul Luftblase
durch unsachgemäßes pipettieren der MTA.

Der Stepmotor fährt mit der Nadel schnell nach unten, muss die
„Blase“ zerstechen und und 500 ul erkennen.

Hallo Joe.
Das ist was anderes, ich dachte Du wolltest die Blase beseitigen!
Die Nadel, ob stumpf oder spitz fährt in jedem Fall durch die Blase, denn die hat ja keine ‚Haut‘, sondern es besteht nur eine Grenzfläche.
Ob der Sensor 500 µl (0,5 ml) erkennt, hängt vom Messprinzip ab, denn Du hast ja in diesem Fall eine andere absolute Füllstandshöhe, wobei die Summe aus beiden Partialhöhen, bis auf die Menisken gleich ist mit der ohne Luftblase. Das Gewicht wäre auch das gleiche, nicht jedoch das Volumen.
Kurz gesagt die Messung soll ergeben ob 500 µl vorhanden sind, mit und ohne Luftblase.
Gruß Aleander

Hallo
Mein Vorschlag wäre, eine Pipette zu wählen, welche auf einem harten(Glas)Boden aufgesetzt werden kann, damit das Gefäß von unten beginnend aufgefüllt werden kann. Die Oberflächenspannung vom Blut zum Gefäß kann vielleicht eine Rolle spielen.
Die Pipette, enthält sie auch schon Luftblasen?
Wenn ja, dann würde ich dort ansetzen.
Wie stark schäumt eigentlich normales Blut??
MfG

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Die Pipettierungsgewohnheiten der Kunden kann ich leider nicht
ändern :wink: Es geht um die ERSTE manuelle Probenvorlage. Wenn
unser Gerät dann dispensiert um die Reaktion zu beginnen, ist
natürlich alles in Ordnung.

Für jeden Labor-Mitarbeiter gibt es Gerätehandbücher (die schreibt der Hersteller)und Standardarbeitsanweisungen (die schreibt das Labor). Dort steht, wie im Einklang mit den technischen Gegebenheiten zu verfahren ist um die Qualität des Messungen zu gewährleisten. In Regel werden es die „User“ verstehen, wenn sie auf dieses Luftblasen-Problem hingewiesen werden und einfach eine visuelle Kontrolle nach dem Befüllen der Gefäße vornehemen um dann ggf. durch leichtes Gegenklopfen vorhandene Luftblasen zu entfernen.

Das würde sich unter Umständen sogar mechanisieren lassen, ich kenne eine Menge Analysengeräte in denen raffinierte „Shaker und Klopfer“ eingebaut sind.

Gruß

Ewald

Hallo,

Mein Vorschlag wäre, eine Pipette zu wählen, welche auf einem
harten(Glas)Boden aufgesetzt werden kann, damit das Gefäß von
unten beginnend aufgefüllt werden kann. Die
Oberflächenspannung vom Blut zum Gefäß kann vielleicht eine
Rolle spielen.
Die Pipette, enthält sie auch schon Luftblasen?
Wenn ja, dann würde ich dort ansetzen.
Wie stark schäumt eigentlich normales Blut??

ich brauche Vorschläge für ein bestehendes Produkt.
Meine Frage war: Fase ja oder nein und wenn ja, wieviel Grad.

Danke und Gruß, Joe
PS Blut schäumt hartnäckig, wenn die Pipette fälschlicherweise IN der Flüssigkeit manuell bis zum Ende ausgedrückt wird.

Da gibt es nichts zu zerstören!
Hallo Joe.
Deine Frage ist ein typisches Beispiel dafür wenn Frager und Befragte aneinander voebeireden, weil GENAUE Informationen fehlen.
Ich habe weiter unten versucht Dir zu erklären, dass die Nadel die Blase nicht zerstören kann weil sie keine ‚Haut‘ hat wie eine Seienblase oder ein Luftballon. Die Blase muss ‚entlüftet‘ werden, d.h. die Luft muss raus aus dem Röhrchen. Sonst taucht jede Nadel, wie sie auch vorne geformt ist, nur durch die Blase durch. Und entlüften geht halt nur mit einer Hohlnadel. In Deinem Fall heißt das also ‚die Blase entfernen‘ und nicht zerstören, weil es da nichts zu zerstören gibt, denn wo bleiben denn die ‚Lufttrümmer‘ der Zerstörung???
Aber da der Messvorgang vermutlich sehr schnell abläuft, wird die Entlüftungszeit über eine Hohlnadel wegen des geringen Innendrucks der Blase zu lange dauern. Also wird man beim Befüllen ansetzen müssen.
Mit freundlichen Grüßen
Alexander Berresheim