hi!
kennt von euch jemand eine mögl. erklärung für diese veränderte wahrnehmung:
wenn ich manchmal eine person betrachte, sehe ich das gesicht in zeitraffer. es ist als ob ich einen film schaue, aber jedes einzelbild in seiner intensität erlebe. bildkino?
beim diesjährigen yogafestival habe ich beim weißen tantra teilgenommen: 3 tage, je 8 h intensive meditation, bei der man einem gegenüber stundenlang in die augen blickte.
und genau hier fing diese veränderte wahrnehmung an. ich sah das gesicht stroposkopartig sich deformierend. ab und an vermischten sich andere gesichter dazwischen: ich sah gesichtszüge meines vaters, und die anderer bekannter leute. wie ein daumenkino. erfahre ich diese sensibilisierte wahrnehmung durch den meditativen zustand? (augen liegen entpannt auf dem anderen gesicht, meine gedanken wie erlöscht, offen für bilder aus dem unterbewußten?) vor vielen jahren hatte ich eine ähnliche erfahrung gemacht, nachdem ich etwas geraucht hatte… (kurzerhand dachte ich erlebe einen flashback)
mein therapheut erzählte mir, daß man in mancher theraphie versucht diese wahrnehmung zu evozieren, um zu verarbeitende bilder aus dem unterbewußtsein hervorzuholen.
im internet habe ich entdeckt, daß die einzelbilder des linken und rechten auges normalerweise miteinander verschmelzen, so daß man eine flüssige bewegung sieht. wenn es aber zu einer störung dieser funktionalität kommt, sieht man jedes einzelbild springend.
im täglichen sein und handeln ist dies schon sehr lästig!
habt ihr eine idee?
alles liebe von mica
Also zum einen ist es für die Augen sher anstrengend dies mitzumachen (3 Tage 8 Std.). Dann treten auf alle Fälle ermüdungserscheinungen auf. Es sind ja schließlich auch nur Muskeln, die irgendwann erschlaffen. Es kann vielleicht sein, dass eines schneller ermüdet und dadurch schneller vom anderen unterdrückt wird. Ob es generell Unterdrückt wird kannst Du beim Augenarzt veststellen. Z. B. mit einem R5 Geräts.
danke für deine antwort!
du hast recht - 8h konzentration ist für den ganzen körper eine hohe beanspruchung (wobei wir nach jeder stunde halbstündig pausiert haben)
jetzt im alltag tritt aber diese wahrnehmung oftmals schon nach wenigen minuten auf.
auf alle fälle werde ich mal zum augenarzt gehen und mich informieren.
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Hi mica,
was lang genug unbewegt im Blick ist, verschwindet. Das ist ein simpler und zugleich praktischer Effekt: Deine Nase oder ein Brillengestell ragen nur dann in dein Gesichtsfeld, wenn du ganz bewusst darauf achtest.
Wenn du nun elend lang die Augen nicht bewegst, blendet das Hirn das Gesehene aus. Daraufhin verliert das Auge die Blickrichtung, ein neues Bild entsteht, du starrst weiterhin usw usf etc pp da capo al fine. Daher das Ruckeln.
Zwei Augen sind nötig, damit der Mensch räumlich sehen kann. Mit Bewegung hat das absolut nichts zu tun.
Gruß Ralf
hallo ralf!
danke für die gedanken.
ich gebe dir recht, daß man dinge anders wahrnimmt, wenn man sich bewußt auf sie konzentriert. so denke ich war das auch während der meditation.
woran liegt es nun aber, daß ich jetzt schon nach wenigen sekunden diese wahrnehmung des springenden sehens ‚intus‘ habe? ich könnte(!?) mir das so erklären, daß ich eine neue ‚sichtweise‘ kennengelernt habe, die sich nun in mir verfestigt hat. es ist doch ähnlich der fähigkeit 3d-bilder erkennen zu können oder figur/fläche-wahrnehmung. die augen sind befähigt sich umzustellen.
übrigens kann ich auch mit einem auge (nur) räumlich sehen.
schöne grüße, mica
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