Hallo zusammen,
habe ein Zeugnis bekommen im Rahmen einer Studienarbeit, weiss mittlerweile auch, dass es nicht so toll ist, aber könnte mir jemand mal die gesamtnote sagen?
nützt es etwas sich zu beschweren wen man sich ungerecht bewertet fühlt? kann mir eben nur denken, dass man mir eins auswischen wollte,weil ich es gewagt hatte zu kritisieren mit welcher Begründung die Note zustande kam.Ich wurde mit einem anderen kommilitonen verglichen,dann hieß es, er bekommt eine 1, weil er schließlich ne konstruktive arbeit gemacht hat und das mehr arbeit ist als eine Literaturarbeit. deswegn habe ich eine 1,4 bekommen. ich meine versteht mich nicht falsch das ist ne spitzennote, aber ich fand einfach die begründung unfair, so nach dem Motto, wer bei uns Literaturarbeiten macht, kriegt von vorne rein ne schlechtere Note.
hier mal der text:
FrauXXX war am Thema sehr interessiert und diskutierte ihre Überlegungen eingehend mit ihren Betreuern. Ihr Umgang mit Computer und Internet war problemlos. Sie erwies sich als sehr gute Verafsserin wissenschaftlicher Texte. Besonders hervorzuheben ist hierbei, ihrer Fähigkeit kurze , sehr präzise und verständliche Texte zu formulieren. Darüber hinaus stellte sie ihre ERgebnisse in einer übersichtlichen und verständlichen Präsentation dar. Frau XXX hat damit die ihr gestellten Aufgaben zu unserer vollen Zufriedenheit erfüllt.
Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten und KOllegen war jederzeit einwandfrei.
Frau XXX erhält diese Zeugnis auf eigenen Wunsch in ERgänzung zur Bewertung ihrer Studienarbeit.
Hallo,
ich würde dein Zeugnis mit einer 3 bewerten. „zu unserer vollen Zufriedenheit“ ist halt nicht „zu unserer vollsten Zufriedenheit“ und eben auch nicht „stets zu unserer vollsten Zufriedenheit“.
„…die ihr gestellen Aufgaben“ hört sich auch ziemlich unselbstständig an. „Ihr Umgang mit Internet und Computer war problemlos“ finde ich auch recht unnütz, da es wohl heutzutage nicht anders gefordert wird und keine besondere Qualifikation mehr darstellt.
Soviel zu meiner Einschätzung.
Gruß*Diana
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Auch hallo.
Hallo zusammen,
habe ein Zeugnis bekommen im Rahmen einer Studienarbeit, weiss
mittlerweile auch, dass es nicht so toll ist, aber könnte mir
jemand mal die gesamtnote sagen?
‚FAQ:2027 ausgrab‘* (auch wenn dort Arbeitszeugnisse unter arbeitsrechtlichem Aspekt bewertet werden…)
hier mal der text:
Von den Schreibfehlern mal abgesehen klingt es nach einer Aufzählung von Selbstverständlichkeiten. Aber für in die Materie nicht Eingeweihte klingt es eher nach einer 2+. Ausserdem fehlt der Zeitraum
FrauXXX war am Thema sehr interessiert und diskutierte ihre
Überlegungen eingehend mit ihren Betreuern. Ihr Umgang mit
Computer und Internet war problemlos. Sie erwies sich als sehr
gute Verafsserin wissenschaftlicher Texte. Besonders
hervorzuheben ist hierbei, ihrer Fähigkeit kurze , sehr
präzise und verständliche Texte zu formulieren. Darüber hinaus
stellte sie ihre ERgebnisse in einer übersichtlichen und
verständlichen Präsentation dar. Frau XXX hat damit die ihr
gestellten Aufgaben zu unserer vollen Zufriedenheit erfüllt.
‚…stets zu unserer vollsten…‘ fehlt -> Punktabzug
Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten und KOllegen war
jederzeit einwandfrei.
Kunden gab es wohl auch keine 
Frau XXX erhält diese Zeugnis auf eigenen Wunsch in ERgänzung
zur Bewertung ihrer Studienarbeit.
mfg M.L.
…und der Rest?
Hi!
Was ist denn mit dem Rest des Zeugnisses?
Nur ein komplettes Zeugnis kann man bewerten!
LG
Guido
ach so ja, anbei war noch eine aufstellung was ich alles gemacht habe:
FrauXXX , geb. am XXX in XXX fertigte von XXX bis XXX am Institut für XXX in XXX ihre theoretische Studienarbeit mit dem Thema XXX an.
Frau XXX stellte hierzu eine ausführliche Liste der bis zum Jahr XXX erfolgten Therapieansätze zusammen.
Dabei führte sie Literaturrecherchen zum Thema über das Internet, in verschiedenen Bibliotheken und Wissenschaftlichen Journalen durch.
Durch die Literaturarbeit eignete sie sich als Fachfremde schnell die notwendigen biologischen und medizinischen Kenntnisse an.
Anhand ihrer literaturauswertungen stellte sie selbstständig ein Bewertungsschema auf, mit dem es möglich wurde, die Vor und Nachteile der verschiedenen Therapieformen und eingesetzten Biomaterialien zu bewerten und zu vergleichen.
Anhand dieses schemas identifizierte sie ein für die Knorpelregeneration besonders geeignetes Biomaterial und bewertete dessen Vor-und Nachteile für die geplante Anwendung.
Danach dann kommt der text den ich anfangs hier ja schon gepostet hatte. danke für eure hilfe, aber ich denke sonderlich besser wird das zeugnis mit diesem zusatz ja auch nicht ,oder?
Hallo.
habe ein Zeugnis bekommen im Rahmen einer Studienarbeit, weiss
mittlerweile auch, dass es nicht so toll ist, aber könnte mir
jemand mal die gesamtnote sagen?
Nachdem auch die Tätigkeitsbeschreibung nichts Außergewöhnliches hergibt, ist mein Gesamteindruck höchstens irgendwo im 4er Bereich.
nützt es etwas sich zu beschweren wen man sich ungerecht bewertet
fühlt?
Was besser als befriedigend sein soll, müsstest Du begründen; die Begründung für schlechter als befriedigend müsste Dein Arbeitgeber liefern - und zwar vor dem Arbeitsgericht.
kann mir eben nur denken, dass man mir eins
auswischen wollte,weil ich es gewagt hatte zu kritisieren mit
welcher Begründung die Note zustande kam. Ich wurde mit einem
anderen kommilitonen verglichen,dann hieß es, er bekommt eine
1, weil er schließlich ne konstruktive arbeit gemacht hat und
das mehr arbeit ist als eine Literaturarbeit. deswegn habe ich
eine 1,4 bekommen. ich meine versteht mich nicht falsch das
ist ne spitzennote, aber ich fand einfach die begründung
unfair, so nach dem Motto, wer bei uns Literaturarbeiten
macht, kriegt von vorne rein ne schlechtere Note.
Ähm, die Note hast Du aber vom Prof bekommen, oder? Das ist dann ein ganz anderer Schuh.
FrauXXX war am Thema sehr interessiert und diskutierte ihre
Überlegungen eingehend mit ihren Betreuern.
„kam aber nie zu Potte, das Mädel“ (=zickig/unsicher/unselbständig …)
Ihr Umgang mit Computer und Internet war problemlos.
Au weia : „nachdem wir ihr von Adam bis Zeppelin alles gezeigt haben, hat es tatsächlich irgendwann mal zur Not funktioniert“.
Sie erwies sich als sehr gute Verafsserin wissenschaftlicher Texte.
Besonders hervorzuheben ist hierbei, ihrer Fähigkeit kurze, sehr
präzise und verständliche Texte zu formulieren.
Wenn die Rechtschreib- und grammatischen Fehler nicht von Dir sind, sondern tatsächlich so im Zeugnis stehen, hast Du einen einklagbaren Anspruch auf Korrektur, und zwar ohne Wenn und Aber. Inhaltlich wittere ich hier einen toten Fisch „schreibfaul - stellt Inhalte verkürzt dar“ (wissenschaftliche Texte sind im Allgemeinen eben nicht kurz, sondern ausführlich).
Darüber hinaus stellte sie ihre ERgebnisse in einer übersichtlichen
und verständlichen Präsentation dar.
„ein übersichtliches Essen“ : zu wenig und zu knapp/allgemein gehalten.
Frau XXX hat damit die ihr
gestellten Aufgaben zu unserer vollen Zufriedenheit erfüllt.
Klingt für mich seltsam. Aufgaben kann man erledigen, Erwartungen erfüllen; man kann auch erwartungsgemäß am Ende einer Aufgabe erledigt sein; aber „Aufgaben erfüllen“? Merkwürzig.
Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten und KOllegen war
jederzeit einwandfrei.
Das ist, wenn es keinen Kundenkontakt gab, vollständig OK.
Frau XXX erhält diese Zeugnis auf eigenen Wunsch in ERgänzung
zur Bewertung ihrer Studienarbeit.
[Zeugnis ist in der deutschen Sprache immer ein Neutrum.]
„und damit wir sie endlich los sind“ (die Dankeschadegutewünsche-Klausel fehlt vollständig).
Gesamteindruck : 4 mit einigen Minüssen. Die sehr gute Beurteilung der Zusammenarbeit klingt da schon fast wie Hohn : „nettes Mädel, aber viel auf der Pfanne hat sie nicht“.
Das alles ist mit sehr viel Skepsis gelesen, aber Du siehst, dass durchaus einige Gemeinheiten drinstecken können. „Können“ sage ich ganz bewusst, weil es immer die Möglichkeit gibt, dass jemand das Zeugnis zusammengesaut hat, der das nicht oft tut. Das solltest Du freundlich, aber bestimmt, klären, bevor Du weitere Schritte unternimmst. Letzteres wäre dann der Schritt zum Arbeitsgericht. Und aus meiner nicht ganz geringen Erfahrung wage ich die Prognose, dass Du dort relativ gute Karten hättest. Damit meine ich nicht unbedingt, dass ein 1*- Zeugnis herauskommen muss, aber besser als das vorliegende doch schon. Mit der Einschränkung der persistierenden Relation zwischen maritimen und justitiablen Ereignisketten sowie der Extremität höherer Entitäten.
Gruß Eillicht zu Vensre
Hallo,
Eillicht zu Vensre hat einige Formulierungen ja schon auseinander genommen, und grundsätzlich stimme ich seiner Einschätzung zu. Die Frage ist ob der Zeugnisschreiber die Formulierungen so bewußt benutzt hat oder es ein gewisses Maß an „Ungeschhicklichkeit“ und Unkenntnis war.
Zunächst darf ich mich selber zitieren
und Dir den üblichen Standardtext, den ich hier jedem um die Ohren haue, einstellen: Zu den Äußerlichkeiten. Das Zeugnis muß…
- auf offiziellem Firmenpapier geschrieben sein
- darf nur geknickt sein wenn man es kopieren kann ohne daß die Knicke auf den Duplikaten sichtbar sind
- das Adressfeld darf nicht, wie bei einem Brief, ausgefüllt sein
- das Datum SOLLTE (ist aber nicht einklagbar) auf den Tag des Ausscheidens aus dem Unternehmen datiert sein (nicht etwa auf das Datum, an dem der Text geschrieben wurde)
- die Unterschrift muß von einem hochrangigen Vertreter der Firma (Chef, Leiter Personalabteilung, …) persönlich geleistet worden sein. „I. A. Müller, Sekretärin des Abteilungsleiters“ reicht nicht
- unter der Unterschrift müssen Name und Funktion des Unterzeichnenden nochmal in Maschinenschrift stehen.
„FrauXXX , geb. am XXX in XXX fertigte von XXX bis XXX am Institut für XXX in XXX ihre theoretische Studienarbeit mit dem Thema XXX an.
Frau XXX stellte hierzu eine ausführliche Liste der bis zum Jahr XXX erfolgten Therapieansätze zusammen.
Dabei führte sie Literaturrecherchen zum Thema über das Internet, in verschiedenen Bibliotheken und Wissenschaftlichen Journalen durch.“
Ob das reicht oder nicht, als Aufgabenbeschreibung, mußt Du selber beurteilen. Wobei Du wieder einen Teil ausgelassen hast und nicht das vollständige Zeugnis eingestellt hast, woe von Giudo angefragt. Ich meine damit nicht Deinen Namen, sondern „Thema XXX“.
„Durch die Literaturarbeit eignete sie sich als Fachfremde schnell die notwendigen biologischen und medizinischen Kenntnisse an.
Anhand ihrer literaturauswertungen stellte sie selbstständig ein Bewertungsschema auf, mit dem es möglich wurde, die Vor und Nachteile der verschiedenen Therapieformen und eingesetzten Biomaterialien zu bewerten und zu vergleichen.
Anhand dieses schemas identifizierte sie ein für die Knorpelregeneration besonders geeignetes Biomaterial und bewertete dessen Vor-und Nachteile für die geplante Anwendung.“
Sind die Schreibfehler auch im Original? Ich meine damit „literaturauswertungen“ und „schema“ klein geschrieben, fehlender Bindestrich bei „die Vor und Nachteile“ bzw. fehlende Leerstelle bei „Vor-und Nachteile“. Wenn das Deine Tippfehler sind - OK, wenn das auch im Original steht: indiskutabel, das Zeugnis muß neu geschrieben werden ohne Fehler.
":FrauXXX war am Thema sehr interessiert und diskutierte ihre
Überlegungen eingehend mit ihren Betreuern.
„sehr interessiert“ sind noch keine Erfolge, „eingehend diskutieren“ kann man auslegen als häufige Nachfragen, zu viele Diskussionen, …
Ihr Umgang mit Computer und Internet war problemlos. Sie erwies sich als sehr gute Verafsserin wissenschaftlicher Texte.
Das sind „Selbstverständlichkeiten“. Sie schaden nicht, aber man fragt sich warum das erwähnt wird. Normalerweise schreibt man über die wichtigen Dinge, hier wird über Nebensächlichkeiten berichtet. Das könnte man so auslegen als habe man nichts Entscheidendes wichtiges zu berichten. Übrigens wieder ein Schreibfehler im Text…
Besonders
hervorzuheben ist hierbei, ihrer Fähigkeit kurze , sehr
präzise und verständliche Texte zu formulieren. Darüber hinaus
stellte sie ihre ERgebnisse in einer übersichtlichen und
verständlichen Präsentation dar.
Das hat einen Touch von „ist alles sehr Schmalspur-knapp geraten“.
Frau XXX hat damit die ihr
gestellten Aufgaben zu unserer vollen Zufriedenheit erfüllt.
Das ist nun wieder OK - entspricht einer3. Wenn man eine gute Arbeit macht, aber weder besonders negativ noch überdurchschnittlich positiv auffällt ist das in Ordnung. Eine 3 ist in Arbeitszeugnissen eine ordentliche, und keine schlechte Note. Das könnte man mit „stets zu unserer vollen Zufriedenheit“ (oder noch besser: vollsten) aufwerten. Will man das nicht ist die Beurteilung aber absolut akzeptabel.
Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten und KOllegen war
jederzeit einwandfrei.
Kunden gab es nicht - das ist also ausreichend und OK.
Frau XXX erhält diese Zeugnis auf eigenen Wunsch in ERgänzung
zur Bewertung ihrer Studienarbeit."
In wirklichen Arbeitszeugnissen muß es heißen: „Wir bedauern das Ausscheiden von Frau Mustermann und danken ihr für die gute geleistete Arbeit. Für ihre private und berufliche Zukunft wünschen wir ihr alles Gute und weiterhin viel Erfolg.“
Wörtlich kann man das nicht übernehmen, aber Dank für die geleistete (Zusammen)Arbeit und gute Wünsche sowie „viel beruflicher und privater Erfolg WEITERHIN“ dürften hier ruhig erwähnt werden.
Ich würde auf die Schwachpunkte des Zeugnisses hinweisen und ein neues Schreiben anfordern, denn das kann man immer noch wesentlich besser machen als das, was man Dir geschrieben hat.
Gruß,
MecFleih
Richtig mies!
Hi!
Wäre jetzt aus der Tätigkeitsbeschreibung etwas Außergewöhnliches zu lesen gewesen, hätte ich mich vielleicht zu einer anderen Beurteilung hinreißen lassen:
Das Zeugnis ist schlecht, und zwar so schlecht, dass man imho beim Arbeitsgericht durchaus bewirken könnte, dass es geändert wird, wenn der AG nicht beweisen kann, dass Du wirklich so schlecht warst.
Denn, um es mit Schulnoten auszudrücken: Eine 3 ist das nicht mehr!
LG
Guido