Hallo zusammen,
schon länger fällt mir auf, dass ich (oder alle anderen?) offensichtlich merkwürdige Vorstellungen von der Verwendung der Bezeichnungen „Kollegen“ bzw. „Mitarbeitern“ im Arbeitsalltagssprachgebrauch (ach, wat ein Wort *schwelg*) habe.
Nehmen wir mal ein Beispiel: Der Herr Schaffnix kriegt ein Arbeitszeugnis. Schnaffnix wäre nun während seiner Tätigkeit in einer mittleren Hierarchierstufe gestanden, hätte also sowohl Untergebene mit Personalverantwortung wie eigene Chefs gehabt. Und natürlich hatte er auch noch Leute auf der gleichen Hierarchiestufe.
Klar sind die „Vorgesetzten“ - da sind wir uns wohl einig, dass das alle seine Chefs snd.
Aber wie würde man nun im Zeugnis unterscheiden zwischen „Untergebenen“ und „Gleichrangigen“. Ich für meinen Teil würde erstere ja „Mitarbeiter“ (in allen politisch und feministisch korrekten und schauderhaften Abwandlungen) und zweitere als „Kollegen“ bezeichnen. Würde da also stehen „…sein Verhalten gegenüber Mitarbeitern und Kollegen war stets fürchterbar…“?
Und was wenn der Herr Schaffnix ein Rundschreiben schickt:
- an seine Untergebenen (mein Vorschlag: „liebe Mitarbeiter“)
- an seine Gleichgestellten (mein Vorschlag: „liebe Kollegen“)
- an alle in der Firma (keine Ahnung - und wir gingen mal davon aus, dass ein wie auch immer gestaltetes Umgehen „Hallo zusammen“ oder „Liebe Mitleidende unter Scheffe Doofi“ nicht gestattet seien *fg*)
Wie ist’s richtig?
*wink*
Petzi
PS: Ich habe lange geschwankt zwischen diesem Brett und dem Deutschbrett, hätte auch kein Problem mit einer Verschiebung 
Hallo.
schon länger fällt mir auf, dass ich (oder alle anderen?)
offensichtlich merkwürdige Vorstellungen von der Verwendung
der Bezeichnungen „Kollegen“ bzw. „Mitarbeitern“ im
Arbeitsalltagssprachgebrauch (ach, wat ein Wort *schwelg*)
habe.
Nun, der Arbeitsalltagssprachgebrauchskonsens *ätsch* zeigt in der Tat in Deine Richtung. Im Zeugnis wird das auch so verstanden : „Herr Abteilungsleiter Alf Raukalupa fiel allen Vorgesetzten (Oberabteilungsleiter+), Kollegen (andere Abteilungsleiter) und Mitarbeitern (Unterabteilungsleiter-) mit seinen weitschweifigen Erklärungen gar fürchterlich auf die fallweise vorhandenen Keimdrüsen“.
Und was wenn der Herr Schaffnix ein Rundschreiben schickt:
„Liebe Mitarbeiter“ ist ganz greulich offiziell und sehr gut geeignet, eine bspw. Weihnachtsgeldkürzung zu verkünden 
- an seine Gleichgestellten (mein Vorschlag: „liebe Kollegen“)
Nun ja : In dem Laden, der mir ein Obdach gewährt, schreibt auch der Vorsitzende des Vorstandes (stell Dir ein Organigramm vor von 2,50 Höhe : der steht an der Spitze, und am Boden ist mein direkter Vorgesetzter. Ich bin der Dreckfleck untendrunter) mit „Liebe Kolleginnen und Kollegen“. Sein Vorgänger tat das nicht. Es ist also wohl eine Sache des kullulellen Hinnergrunz *oink*.
- an alle in der Firma
„Sehr geehrte Damen, Herren und was hier sonst noch so an Ungeziefer herumstürzt“ macht da nix falsch [na ja, fast]. Alles Andere wird doch elend lang und außerdem problematisch hinsichtlich der Reihenfolge :
-
„Liebe Mitarbeiter, liebe Kollegen, sehr geehrtes mir unglücklicherweise vorgesetztes amorphes Gebilde“
-
„Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kollegen, liebe Mitarbeiter, Betriebskatzen, Gabelstapler, Löffeldurcheinanderschmeißer …“
Du verstehst …?
Gruß Eillicht zu Vensre
vielen Dank *owt*
für diese Antwort im bekannten und geschätzten Lockerekompetenzdarstellungswissensforumsfragenbeantwortestil *hmpf*
Petzi