Zeugnisbewertung

Hallo,
nun möchte ich hier auch mal um eine Zeugnisbewertung bitten.

Herr XXX geboren am … war vom 01.01.2007 bis 31.05.2008 als Softwareentwickler bei der XXX Gmbh tätig.

Die Firma YYY produziert weltweit ZZZ.
Herr XXX war an der Erstellung einer neuen Softwarebasis für unsere Systeme beteiligt. In diesem Tätigkeitsfeld hatte er die Aufgaben:

  1. sich selbständig in die Konzeption und Anforderungen des neuen Softwarepaketes einzuarbeiten.
  2. komplexe Komponentensteuerungen für ZZZ in das Basisframework der Plattform einzuarbeiten
  3. ZZZ verschiedener Hersteller einzubinden
  4. geeignete Emulatoren für die einzubindenden Komponenten zu erstellen

Herr XXX arbeitete zur Realisierung dieser Aufgaben vorwiegend mit Borland Delphi und teilweise mit C++ sowie mit den Firmwarekomponenten der Teilsysteme. Die einzufügenden Klassen waren threadsicher auszuführen und die Zukunftssicherheit der Implementierung war durch einen klar strukturierten und erweiterbaren Klassenaufbau zu gewährleisten. Das Steuerverhalten der Komponenten war von ihm selbständig zu untersuchen und die funktionsfähigkeit und die Zuverlässigkeit der Implementierung waren zu prüfen. Alle Softwarekomponenten sind außerdem durch die Emulatoren auch ohne Hardware innerhalb der übergeordneten Applikation testbar.

Wir haben Herrn XXX als aufgeschlossenen und zuverlässigen Mitarbeiter kennengelernt, der sich sehr engargiert seiner Aufgabenstellung widmete. Die ihm übertragenen Aufgaben hat er sorgfältig und zielstrebig zur Lösung geführt.

Seine Fachkenntnisse konnte Herr XXX in vielfältiger Weise erfolgreich einsetzen. Dank seiner guten Auffassungsgabe und seines Engargements konnte er seine Kenntnisse auf dem Feld der Systemsteuerung komplexer Systeme erweitern, und sich ein umfassendes Spezialwissen der Automatisierungsanforderungen von Produktionssystemen aneignen.

Herr XXX zeigte großes Interesse und ein hohes Engargement bei allen gestellten Problemen. Er führte die ihm übertragenen Aufgaben zu unserer vollen Zufriedenheit aus. Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen war stets einwandfrei. Seine freundliche Art ließ ihn zu einem geschätzten Kollegen werden.

Herr XXX verlässt unsere Firma auf eigenen Wunsch. Wir bedauern sein Ausscheiden und möchten uns für seine geleistete Arbeit in unserem Hause bedanken. Wir wünschen ihm viel Erfolg für seinen weiteren beruflichen und persönlichen Lebensweg.

Insgesamt ist das eine A4 Seite.
Was meint Ihr dazu?

Gruß
Frank

Örks
Hi!

nun möchte ich hier auch mal um eine Zeugnisbewertung bitten.

sorry - unten ging das wirklich nicht!
Warum, wirst Du gleich merken…

Herr XXX war an der Erstellung einer neuen Softwarebasis für
unsere Systeme beteiligt.

„War beiteiligt“ hat etwas sehr Passives.

In diesem Tätigkeitsfeld hatte er
die Aufgaben:

Er hatte die Aufgaben - hat sie aber nicht erledigt?!

Herr XXX arbeitete zur Realisierung dieser Aufgaben vorwiegend
mit Borland Delphi und teilweise mit C++ sowie mit den
Firmwarekomponenten der Teilsysteme. Die einzufügenden Klassen
waren threadsicher auszuführen und die Zukunftssicherheit der
Implementierung war durch einen klar strukturierten und
erweiterbaren Klassenaufbau zu gewährleisten. Das
Steuerverhalten der Komponenten war von ihm selbständig zu
untersuchen und die funktionsfähigkeit und die Zuverlässigkeit
der Implementierung waren zu prüfen. Alle Softwarekomponenten
sind außerdem durch die Emulatoren auch ohne Hardware
innerhalb der übergeordneten Applikation testbar.

Ist ja alles ganz toll, aber da nirgends erwähnt wird, dass das alles erfolgreich gemacht wurde , wurde es offensichtlich nicht erfolgreich erledigt sondern war zuviel für den guten Mann.

Wir haben Herrn XXX als aufgeschlossenen und zuverlässigen
Mitarbeiter kennengelernt, der sich sehr engargiert seiner
Aufgabenstellung widmete.

Er hat also seine im Gegensatz zu sich selbst („engagiertes Widmen“ [hoffentlich ohne Schreibfehler] in diesem Zusammenhang) mit Fachwissen gesegneten Kollegen mit seinen ahnungslosen Fragen genervt („aufgeschlossen“ in diesem Zusammenhang) und das DAUERND („zuverlässig“ in diesem Zusammenhang).

Die ihm übertragenen Aufgaben hat er
sorgfältig und zielstrebig zur Lösung geführt.

Also langsaaaaam

Seine Fachkenntnisse konnte Herr XXX in vielfältiger Weise
erfolgreich einsetzen. Dank seiner guten Auffassungsgabe und
seines Engargements konnte er seine Kenntnisse auf dem Feld
der Systemsteuerung komplexer Systeme erweitern, und sich ein
umfassendes Spezialwissen der Automatisierungsanforderungen
von Produktionssystemen aneignen.

Er hat also seine Tätigkeiten nicht so ausgeübt, wie er eigentlich sollte, sondern bestenfalls seine „völlige“ Inkompetenz durch seine nervenden Fragen in eine „nur breit gefächerte“ Inkompetenz verbessert.

Herr XXX zeigte großes Interesse und ein hohes Engargement bei
allen gestellten Problemen.

Dynamische Ahnungslosigkeit. Wusste nix, war aber an allem interessiert.

Er führte die ihm übertragenen
Aufgaben zu unserer vollen Zufriedenheit aus.

Ja - passt dann hier auch.
Kein „stets“ und schon gar kein „vollsten“.

Sein Verhalten
gegenüber Vorgesetzten und Kollegen war stets einwandfrei.

Naja - wenigstens ist er menschlich kein Arschloch

Seine freundliche Art

Wenn er schon keine Fachkompetenz hatte, war er immerhin freundlich

ließ ihn zu einem geschätzten Kollegen
werden.

Aber auch nur die Kollegen schätzten ihn.

Herr XXX verlässt unsere Firma auf eigenen Wunsch. Wir
bedauern sein Ausscheiden und möchten uns

Wir MÖCHTEN schon, lassen es dann aber doch lieber

für seine geleistete
Arbeit in unserem Hause bedanken. Wir wünschen ihm viel Erfolg

…den er bei uns nie hatte

für seinen weiteren beruflichen und persönlichen Lebensweg.

Was meint Ihr dazu?

Ich glaube, es ist eindeutig!

Sorry, aber alles, was IRGENDWIE auf einen erfolgreichen Mitarbeiter schließen lassen KÖNNTE, fehlt.

„Grauenvoll“ trifft die Sache ganz gut.

LG
Guido

Engargieren gibts nicht - Engaragieren dito owT

Hallo,

Herr XXX geboren am … war vom 01.01.2007 bis 31.05.2008 als
Softwareentwickler bei der XXX Gmbh tätig.

Die Firma YYY produziert weltweit ZZZ.
Herr XXX war an der Erstellung einer neuen Softwarebasis für
unsere Systeme beteiligt. In diesem Tätigkeitsfeld hatte er
die Aufgaben:

  1. sich selbständig in die Konzeption und Anforderungen des
    neuen Softwarepaketes einzuarbeiten.

Für einen SW-Entwickler Selbstverständliches wird zuerst genannt
–> schlecht!
(…)

Herr XXX arbeitete zur Realisierung dieser Aufgaben vorwiegend
mit Borland Delphi und teilweise mit C++ sowie mit den
Firmwarekomponenten der Teilsysteme. Die einzufügenden Klassen
waren threadsicher auszuführen und die Zukunftssicherheit der
Implementierung war durch einen klar strukturierten und
erweiterbaren Klassenaufbau zu gewährleisten. Das
Steuerverhalten der Komponenten war von ihm selbständig zu
untersuchen und die funktionsfähigkeit und die Zuverlässigkeit
der Implementierung waren zu prüfen. Alle Softwarekomponenten
sind außerdem durch die Emulatoren auch ohne Hardware
innerhalb der übergeordneten Applikation testbar.

Irgendwie klingt das total aufgeblasen. Dass dein Quellcode zukunftssicher sein soll und du ihn selbst testest, ist doch selbstverständlich.

Wir haben Herrn XXX als aufgeschlossenen und zuverlässigen
Mitarbeiter kennengelernt, der sich sehr engargiert seiner
Aufgabenstellung widmete. Die ihm übertragenen Aufgaben hat er
sorgfältig und zielstrebig zur Lösung geführt.

Aber sonst war er 'ne lahme Ente.

Seine Fachkenntnisse konnte Herr XXX in vielfältiger Weise
erfolgreich einsetzen. Dank seiner guten Auffassungsgabe und
seines Engargements konnte er seine Kenntnisse auf dem Feld
der Systemsteuerung komplexer Systeme erweitern, und sich ein
umfassendes Spezialwissen der Automatisierungsanforderungen
von Produktionssystemen aneignen.

… das er aber nicht im Sinne der Firma einbringen konnte.

Herr XXX zeigte großes Interesse und ein hohes Engargement bei
allen gestellten Problemen.

…hat aber nix zu Wege gebracht.

Er führte die ihm übertragenen
Aufgaben zu unserer vollen Zufriedenheit aus.

Wir konnten ihm jedoch keine nennenswerten Aufgaben geben.

Sein Verhalten
gegenüber Vorgesetzten und Kollegen war stets einwandfrei.

Eigentlich gut, aber:

Seine freundliche Art ließ ihn zu einem geschätzten Kollegen
werden.

Verheerend!

Herr XXX verlässt unsere Firma auf eigenen Wunsch. Wir
bedauern sein Ausscheiden und möchten uns für seine geleistete
Arbeit in unserem Hause bedanken. Wir wünschen ihm viel Erfolg
für seinen weiteren beruflichen und persönlichen Lebensweg.

Der letzte Absatz kann nur als Verarschung aufgefasst werden.

Gruss,
TR