Ziegelkeller

Liebes Forum,

wir werden anfang Sommer bauen und möchten in unserem Keller auch Räume mit wohnlicher Atmosphäre (Eisenbahnzimmer, Partyraum…)schaffen. Um diese Wohnlichkeit zu erreichen wollen wir den Keller Innen und Außen mit Ziegel mauern.
Auf unserem Grundstück kommt das Grundwasser erst in ca. 20 m Tiefe.
Wir haben aber bedenken das z.b. bei starkem Regen von Außen Wasser in den Keller eindringt.

Hat jemand schon schlechte Erfahrungen mit Ziegelkellern gemacht oder machen wir uns unnötig Sorgen?

Danke schonmal für eure Beiträge! :smile:

Gruß
Stephan

Hallo !

Macht ihn aus Beton und setzt im Keller Riemchen oder Verblender vor. Dann gibt es nie Probleme!

mfgConrad

Danke schonmal für eure Beiträge! :smile:

Hi, meinst du wirkich ziegel oder meinst du nur einen gemauerten Keller.

Bei Ziegeln würd ich einfach mal den Statiker fragen, der löst euer Problem mit einem lauten Lachen.

gruss

Hi, meinst du wirkich ziegel oder meinst du nur einen
gemauerten Keller.

Hallo !

Wo ist denn da ein Unterschied? Man mauert mit Ziegelsteinen.

Meinst Du mit Ziegel Dachpfannen!

mfgConrad

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Hallo Conrad,

danke für deine schnelle Antwort. D.h. du würdest Beton bevorzugen. Warum? Was sind denn eigentlich Riemchen oder Verblender?

Gruß
Stephan

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Hi, ich würde es auch unbedingt in Beton machen (billiger, haltbarer, wasserdichter,tragfähiger= dünnere Wände).

Riemchen/Verblender sind im Prinzip wie Ziegel aus Ton gebrannt, aber eben nur einige mm bis cm stark, so dass man sie entweder an der Wand ankleben kann (Riemchen) oder als Schale mit Abstand vor die tragende Wand mauern setzen kann (Verblendung). Vorteil einer Verblendung wäre ein zusätzliche Wärmedämmung.

A.

Moin

D.h. du würdest Beton bevorzugen. Warum?

Das ist heute die traditionnelle Bauweise und läst (wenn man’s richtig macht) fast kein Wasser durch. OK, bei der Grundwasserlage: gar kein Wasser. Sicher, ein richtig gut gemachter Ziegel-keller ist auch trocken, aber such mal eine Firma die noch weiss wie das überhaupt geht. Die Theorie kannst du zwar auf einigen Do-It-yourself-Seiten nachlesen, aber trauen würd ich dem Braten nicht.

Du würdest dich auch nicht von einem Arzt operieren lassen der das noch nie gemacht hat, oder ?

Was sind denn eigentlich Riemchen oder
Verblender?

Das sind dünne (0,5-2cm) „Zeigel“ die auf die fertige Betonwand geklebt werden. Sieht nachher aus wie eine Ziegelwand, sind aber keine. Findet man häufig aussen rum um Garagen. (Persönlich find ich die Teile grässlich, aber ist ja dein Haus…)

cu

Hallo Conrad,

danke für deine schnelle Antwort. D.h. du würdest Beton
bevorzugen. Warum? Was sind denn eigentlich Riemchen oder
Verblender?

Also, gemauert wird heute eigentlich kein Keller mehr.
Ein Betonkeller besteht aus Betonwänden und einer Betonsohle, die an den Ecken und unten zusammengesetzt sind und dort mit einer Dichtungsmasse abgedichtet sind. Auch Beton arbeitet, deshalb die einzelnen Platten.
Aber - wenn es mal leckt, weiß man, wo es leckt. Entweder in den Raumecken oder in den Fußbodenecken. Während man bei einem gemauerten Keller nie weiß, wo ist das Loch?
Einen leckenden Betonkeller abzudichten ist weitaus einfacher, als einen gemauerten.
Riemchen und Verblender sind Ziegel in Fliesendicke. Die werden auf den Beton geklebt und es sieht aus, wie gemauert.

mfgConrad

Guten Abend!

… in unserem Keller
auch Räume mit wohnlicher :Atmosphäre (Eisenbahnzimmer,
Partyraum…)schaffen.
Um diese Wohnlichkeit zu :erreichen…

Für Wohnlichkeit muß der Keller zu allen Jahreszeiten trocken sein, es darf weder Wasser von außen geben noch Kondenswasser, es darf nirgends schimmeln und stinken. Dafür ist es nachrangig, ob die Kellerwände geschüttet, aus KS oder was auch immer gemauert werden, einzig wichtig ist, daß die Wände von außen thermisch isoliert werden. Eine wirksame Unterstützung der thermischen Außenisolierung besteht darin, das Haus dauerhaft knochentrocken stehen zu lassen. Das wird erreicht, indem kein Erdreich und keinerlei Bewuchs die Wände berührt und deshalb das ganze Haus ringsherum im Kiesbett steht. Unten im Kiesbett befindet sich eine Ringdrainage.

Zusätzlich sind thermisch gut isolierte und dicht schließende Kellerfenster und Türen einzubauen, also nicht das übliche Stahlrahmen-Billigzeug.

Außerdem halte ich für die Zeit außerhalb der Heizperiode eine Zwangsbelüftung des Kellers für sinnvoll, die im Sommer nur Luft in den Keller führt, die kühler als ist als die Kellerwände.

Trotz dieser Maßnahmen dürfen die Kellerwände von innen nicht verkleidet werden. Egal womit und ganz egal, wer Gegenteiliges erzählt - Finger weg! Bei Mißachtung sind unweigerlich Schimmel und muffiger Geruch die Folge. Auch auf Tapeten sollte verzichtet werden und die Außenwände dürfen nicht mit Mobiliar zugestellt werden. Luft muß zirkulieren können.

Das Material der Kellerwände, einschließlich thermischer Außenisolierung und genauer Angabe, woraus der Innenverputz zu bestehen hat, dimensioniert der Statiker. Bei der Bauausführung, Dämmung der Bodenplatte, Ausführung von Kiesbett und Drainage, Montage der Lichtschächte, deren Entwässerungseinrichtung einschließlich Reinigungsvorrichtung mit Geruchverschluß, exakte Lage der Fenster zur thermischen Isolierung sowie bei der Ausführung der Feuchtigkeitssperre, halte ich die dauernde, jedenfalls tägliche, Bauaufsicht durch einen Architekten oder Statiker für unverzichtbar. Der Bauleiter oder ein Beschäftigter der Firma, die evtl. das Typenhaus aufstellt, ist dafür kein Ersatz! Der Aufwand lohnt sich, weil Pfusch an den genannten Stellen nur schwer oder überhaupt nicht behebbar ist.
Gruß
Wolfgang

Lieber Fragender,

Wir (mein Papa sein Haus) haben den Keller aus Kalk-Sandstein hochziehn lassen.

Unter der Bodenplatte war natürlich ordentlich Kies…
Im Erdreich kam dann an die Wand außen „Schwarzer Blocker“ geschmiert, damit kein Wasser reinläuft und dann daran ne Platte ähnlich wie Schaumpolystyrol, damit das Wassser gleich nach unten weiterläuft und dann drüber ne Kunststoff-Bahn, gegen die dann die Baugrube verfüllt wurde.
Wir haben über den Kies in der Baugrube unten noch ein Vlies gemacht, damit kein Erdreich in Kies kommen kann.

Innen haben wir nur mit Dichtschlämme die Fugen zugemacht und dann geweißelt. (Ok, im Waschhaus und WC gefließt.)

Wenn Du magst, frage ich mal meinen papa, ob er noch die richtigen Marken-Namen weiß.

Gruß

Winni

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