Im Rahmen einer Studienarbeit, erarbeite ich gerade das Thema, welche Potentiale die Einführung eines neuen ERP-Systems (Warenwirtschaftssystems z.B. SAP) mit sich bringt.
Ich bin gerade dabei die Zielsetzung zu definieren und habe die Ziele wie folgt aufgeteilt:
1 Vorökonomische Ziele
1.1 höhere Planungssicherheit für Kunden und das Unternehmen (z.B. frühzeitige Aussage zum Liefertermin)
1.2 Service- und Qualitätsstrategien, die die Zufriedenheit der Kunden fördert
1.3 Höhere Kundenloyalität schaffen
1.4 Imagegewinn als zuverlässlicher Partner
1.5 Abbau von Dissonanzen
1.6 Nachkaufverhalten
2 Ökonomische Ziele
2.1 Effizientssteigerung durch Kostenreduktion
2.2 Umsatzsteigerung
2.3 erhöhter Absatz
2.4 Verbesserung des DBs
Was haltet ihr von den Zielen bzw. von dieser Aufteilung?
Gibt es noch Ziele, welche ich vielleicht vergessen habe?
Evtl. hat jemand Erfahrungen in diesem Bereich und würde es anders machen…
Danke schon mal im Voraus für Eure Hilfe
Gruß,
Mari
Ausgehend von der Einführung des ERP-Systems selbst ist es schwer, Ziele anzugeben, die von anderen Bereichen (z.B. Vertrieb, Marketing, etc.) abhängig sind, der ERP-Einführung zuzuschreiben.
Direkte Potentiale des ERP-Systems sind:
Effiziente Verteilung und Haltung von Wissen.
Unterstützung standardisierter Abläufe
(Einmalige Reduktion der IT-Wartungskosten und stabilisierung auf einem niedrigerem Niveau)
Verbesserte Unterstützung des Controllings
Schaffung der Möglichkeiten für eine elektronische Anbindung von Partnern, Lieferanten und Kunden in der Geschäftsabwicklung.
Die meisten der von Dir genannten Ziele werden vom ERP-System unterstützt, aber nicht herbeigeführt. Eine Möglichkeit wäre, diese in eine Gruppe - mittelbar unterstützte Potentiale - zusammenzufügen und anzumerken, was wer genau tun muss (oder welche Annahmen zutreffen müssen) damit diese Ziele realisiert werden können.
Hallo,
unter ERP wird aber nach meiner Auffassung noch mehr gefasst als nur Warenwirtschaft. Vorsicht, dass man hier nicht in eine begriffliche Marketingfalle tappt. Ich sehe das eher so, wie http://de.wikipedia.org/wiki/Enterprise_Resource_Pla…
Potentiale:
grob gesehen:
technische (was so allg. für Software gilt)
funktionale
Bsp.
wie gut werden meine Unternehmensinternen Prozesse unterstützt
wie gut kann ich damit arbeiten (klickklickklicksuch oder zackzack)
Integrationsmöglichkeiten mit anderen Applikationen (wenn nicht integriert), z.B. Konzernreporting, DataWarehouse
Mehrsprachenfäigkeit
Vorbehaltlich der Abgrenzungsproblematik (s.o.: Marketing)
1: unter vorökonomischen Zielen kann ich mir nichts vorstellen, wieso hat Planung nichts mit ökonomischen Denken und Handeln zu tun?
1.2 sehe ich eher bei Produktion, Entwicklung und CRM
Generell:
„A fool with a tool is still a fool“
Die Ziele sind aus meiner Sicht eher in Richtung „warum Warenwirtschaft“, weniger in Richtung ERP-System.
Ich würde mir die Frage stellen, ob/wieviele Unternehmen es gibt, die noch gar nichts haben.
Ich denke, die meisten gehen von Excel/Word/Access-Frickelfrackel zu einem speziellen System über oder migrieren von System A auf B (z.B. wegen geänderter Anforderungen, Merger, Marketingopfer etc.)