in der Literatur lese ich ganz unterschiedliche Zielgrößen z. B. für die Liquidität 1. Grades. Mal steht dort, dass 28 % unzureichend sind. Mal werden 20% als Zielwert für die Liquidität 1. Grades genannt, dann wieder 5%! Was stimmt denn nun oder ist das einfach Ansichtssache?
in der Literatur lese ich ganz unterschiedliche Zielgrößen z.
B. für die Liquidität 1. Grades. Mal steht dort, dass 28 %
unzureichend sind. Mal werden 20% als Zielwert für die
Liquidität 1. Grades genannt, dann wieder 5%! Was stimmt denn
nun oder ist das einfach Ansichtssache?
die Kennzahl drückt aus, wie hoch das Verhältnis zwischen liquiden Mitteln (also Bargeld und Kontoguthaben) und kurzfristigen Verbindlichkeiten ist. In der Praxis kann mir jeder den Buckel runterrutschen, der mir mit pauschalen Aussagen zu Kennzahlen kommt, weil die Beurteilung der Ausprägung einer Kennzahl immer vom Kontext abhängt.
In diesem speziellen Fall hat die Kennzahl m.E. keinerlei Aussagekraft, weil die kurzfristigen Verbindlichkeiten eine Laufzeit von bis zu einem Jahr haben können. Beträgt die Fälligkeit der Verbindlichkeiten durchgängig > 6 Monate ist jeder Bargeldbestand (abgesehen von der Porto- und Kaffeekasse) vollkommen uninteressant. Sind die Verbindlichkeiten sämtlichst innerhalb von wenigen Tagen fällig, wären u.U. schon 50% Barmittel Grund für einen Insolvenzantrag.