Ziemlich doofe Frage :-(

Hallo,

ich hab mal wieder eine Frage, von der ich allerdings nicht weiß, ob sie hier richtig aufgehoben ist:

Ich wohne im „Hochparterre“, über mir sind im ersten Stock drei Wohnungen. In der einen wurde im letzten Jahr längerdauernd renoviert (ich weiß allerdings nicht, welche es war). Seitdem ist meine Wohnung nach oben hin sehr hellhörig. Ich höre jedes Wasser ablaufen, jede WC-Spülung, ständig hohe Absätze hin- und herlaufen. Ganz oft höre ich auch ein seltsames Klickern, als wenn furchtbar viel Murmeln auf den Boden fallen. Das wäre allerdings alles gar nicht so schlimm. Am unangenehmsten ist mir, dass ich das Sexualleben der Bewohner einer dieser Wohnungen ziemlich intensiv mitbekomme. Dieses spielt sich über meinem Wohnzimmer ab und findet (glückliche Nachbarn…) mehrmals täglich statt. Da ich zum Teil auch Gespräche der Nachbarn verstehen kann, bin ich nicht sicher, ob das Liebhaben einfach nur sehr laut ist, oder ob die Hellhörigkeit extrem ist. Ich weiß auch nicht, ob diese Hellhörigkeit wirklich eine Folge der Renovierungen sein kann.

Es ist allerdings recht unangenehm, wenn man Besuch hat, oder - da ich in meiner Wohnung gerade auch meine Selbständigkeit aufbaue - eventuell Kunden da sind, und dann erstarren alle und hören für längere Zeit Bettgequietsche und lautes Gestöhne.

Darum suche ich nach Abhilfe. Ich weiß ja nicht, aus welcher Wohnung die Geräusche stammen, kann auch schlecht bei allen dreien klingeln und fragen, wer so laut ist beim Sex. Könnte ich da meinen Vermieter in Anspruch nehmen? Ist der bei einer derartigen Hellhörigkeit verpflichtet, irgendwas zu unternehmen?

Ich käme mir einfach doof vor, wenn ich mit dem Besenstiel an die Decke klopfe, aber mittlerweile fühle ich mich genervt und unwohl bei der Geräuschkulisse.

Ich wär Euch für Tipps dankbar.

Gruß
Heidrun :smile:

Hallo,
der einzige Ansatz ist der Vermieter (würdest Du Dir vorschreiben lassen, ins Kissen zu stöhnen ?). Ich nehme allerdings nicht an, daß die schlechte Schallisolierung durch die Renovierung einer Wohnung zustande gekommen ist. Normalweise sind die tragenden Decken mit Schalldämpfung versehen und die dürften hier nicht verändert worden sein.

Gruss
Enno

doch doch, das geht… (leicht off-topic)
Hi,

Normalweise sind die tragenden Decken mit Schalldämpfung
versehen und die dürften hier nicht verändert worden sein.

Da braucht nur so ein Hobby-Renovierungsspezialist den Bodenbelag mit der Wand kraftschlüssig verbunden zu haben und man hat eine erstklassige Schallbrücke, die wie ein toller Resonanzboden wirkt. Bewährt hierbei: Fliesenbeläge, bei denen die Wandfugen mit normaler Fugenmasse vergossen sind. Wirkt super!

Gruß
Stefan

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