Aktiencrash zum Ende:
Für das Problem gibt es Ablaufmanagement, variable
Ablaufzeitpunkte und angefütterte Rentendepots, aus den man
bis zum nächsten Anstieg zerren kann.
Je größer der Anlagehorizont ist, desto unempfindlicher ist
die Anlage gegen die Crash`s. Falls man diesen Instrumenten
nicht traut sollte man wirklich keine Aktien nehmen.
Und auch da stimme ich nicht unbedingt zu.
Man hat mal so etwas gehört:
„Das menschliche Verhalten wird von zwei Faktoren beeinflusst: Angst und Gier!“
Wenn jemand die Zusammenhänge versteht, nicht unbedingt darauf angewiesen ist, Fondsanlagen zugunsten besser bezahlter Instrumente schlecht zu reden, kommt der automatisch darauf, dass Vermögensaufbau mit Versicherungen großer Unsinn ist. Der wird auch erkennen, dass ein langfristiger Vermögensaufbau mit einer „sicherheitsorientierten“ Anlagestrategie Blödsinn ist. Klar, hier wird unnötig Chance vertan. Und das mit Sicherheit.
Wie einfach wäre doch das Thema „Geld“, wenn der Berater nicht zum Kunden fährt, um Provision einzusammeln, sondern seine Kunden tatsächlich berät. Man braucht keine halbe Stunde, um einem halbwegs klar denkenden Kunden von den Nachteilen einer solchen „sicherheitsorientierten“ Anlagestrategie zu überzeugen. Das zeichnet in meinen Augen einen wirklich guten Berater aus.
Wenn der Kunde natürlich unbedingt seine KLV haben möchte, dann soll er sie eben bekommen. Aber die Sicherheit, auf ein einziges Unternehmen angewiesen zu sein, ist mir dann doch eher etwas unsicher. Naja, das werden andere anders sehen. Warum auch nicht.
Anlage je nach Risikoneigung
Wünscht der Kunde ein weniger risikoreiches, volatiles
Investment, so kann der Vermittler ein entsprechendes Depot
erstellen.
Dieser Kunde hat wahrscheinlich nicht verstanden, wie es funktioniert.
Sehen diese Anleger später, wie die Kurse abgehen und merken, was sie verschenkt haben, gehören genau diese Anleger mit großer Masse zu denen, die auf den fahrenden Zug aufspringen und den Berg von oben her besteigen. Und dann sind es wieder die bösen Aktien, denen man das Fiasko zu verdanken hat.
-(1) Ist der Anleger risikobewußt, sollte er in einem
Depot/einer FLV einen/eine volatilen Aktienfonds/mischung
wählen.
Der kann das gleiche Depot wie der „Sicherheitsorientierte“ bekommen, vielleicht aufgepeppt durch ein paar interssante chancenreiche Aktien, Aktienfonds oder auch Wunderwerke der Finanzwelt wie Optionsscheine, Zertifikate oder Hedgefonds. Wenn Berater und Anleger diese Dinger verstehen.
-(2) Ist der Anleger weniger risikobewußt, sollte er in
einem Depot/einer FLV weniger volatile
Fonds/Fondskombinationen wählen.-(3) Ist der Kunde ganz sicherheitsorientiert, sollte er
in einem Depot/einer FLV sicherheitsorientiete
garantiertebetonte Fonds/Fondskombinationen wählen.
Nicht unbedingt, diesem Anleger sollte man die Angst nehmen, nicht die Chance!
ABER keine
KLV, da die dort gegebene Garantie viel zu teuer erkauft ist.
Besonders Vorteilhaft und ein Argument gegen KLV`S:
Das sicherheitsorientierte Depot (1) kann man mit einer FLV
jederzeit und schnell STORNO-UNSCHÄDLICH auf risikoreicherer
Zusammenstellungen ausrichten. Falls der Kunde an
Aktienfondrenditen wie unten dargestellt Geschmack findet, muß
die klassische LV mit Stornoverlust gekündigt werden.
Mit der FLV braucht er nur die neue Strategie / neuen Fonds zu
benennen. Durch die richtige Produktwahl und Beratung habe ich
dann den Vertrag bestandssicher gemacht und den Kunden einen
Dienst erwiesen.
Auch die Fondspolice hat die Nachteile der KLV! Auch hier zahlt der Kunde die Zeche, lange bevor das Bier auf dem Tisch steht.
Auch hier vergehen teilweise viele Jahre, bis irgendwo auch nur der Hauch von Gewinn zu verspüren ist.
Man hat zwar deutlich höhere Renditechancen, hat die kostenlosen Fondswechsel, hat hinten raus die bessere Steuerbehandlung. Aber es kommen eben nicht alle hinten an, weil die Straße des Lebens eben Löcher und Kurven aufweist. Wenn ich eine Baufinanzierung mache, geht es immer auch um solche Themen. Beitragsfreistellung, Kündigung, Verkauf. Da wird irgendwann etwas begonnen, von dem man angenommen hat, dass es bis ins hohe Alter kein Problem ist, diese 100 oder 150 Euro aufzubringen. Diese 100 oder 150€ fehlen dann aber in der Berechnung. Also was tun? Kündigen, um später den Kitt aus den Fenstern zu nagen? Doch nicht bauen, um hier wenigstens die Abschlusskosten zu rechtfertigen?
Wenn man sich einfach mal vor der Unterschrift über verschiedene Szenarien gedanken machen würde, käme jeder mit einem Denkanstoß eines guten Beraters auf die Idee, solch langfristige Verpflichtungen und Fixkosten zu vermeiden.
NEIN, NEIN, lass mir bloss den guten Templeton in Ruhe.
DIe Conti hat ein Modul, das die jeweilige Renditen zu jeden
Jahreszeitraum (30 oder auch 15,20 Jahre) innerhalb eines
Zeitfenster (zB. Jan.1970-Dez.2006) tabellarisch auflistet:
Beispiel: Alle 20jährige Anlagehorizonte innerhalb des
Zeitrahmens 1970 bis 2006, Verglichen wird die jährliche
Entwicklung 20-jähriger Anlagezyklen zu
unterschiedlichen Startzeitpunkten. Basis ist eine monatliche
Sparrate von 100 EUR…:
Betrachtungszeitraum Templeton Growth Fund DWS Akkumula MSCI
World Index
01.01.1970 - 31.12.1989 14.26 % 13.03 % n.v.
01.01.1971 - 31.12.1990 11.67 % 11.56 % 9.93
%
01.01.1972 - 31.12.1991 12.84 % 11.52 % 10.93
%
01.01.1973 - 31.12.1992 12.83 % 11.09 % 10.63
%
01.01.1974 - 31.12.1993 14.78 % 12.43 % 12.38
%
01.01.1975 - 31.12.1994 12.71 % 11.66 % 11.12
%
01.01.1976 - 31.12.1995 12.16 % 11.24 % 11.19
%
01.01.1977 - 31.12.1996 13.15 % 11.82 % 12.12
%
01.01.1978 - 31.12.1997 14.48 % 13.07 % 13.53
%
01.01.1979 - 31.12.1998 12.26 % 13.09 % 13.59
%
01.01.1980 - 31.12.1999 14.36 % 15.77 % 15.35
%
01.01.1981 - 31.12.2000 13.71 % 14.46 % 13.40
%
01.01.1982 - 31.12.2001 13.24 % 12.16 % 11.32
%
01.01.1983 - 31.12.2002 10.10 % 8.31 % 6.85
%
01.01.1984 - 31.12.2003 9.94 % 8.68 % 6.85
%
01.01.1985 - 31.12.2004 9.75 % 8.22 % 6.50
%
01.01.1986 - 31.12.2005 10.85 % 8.96 % 7.85
%
01.01.1987 - 31.12.2006 10.68 % 9.21 % 7.84
%
Sehr interessant. Gibt es dieses Ding auch im Internet zu benutzen?
Wenn du unbedingt möchtest können wir ja einen anderen Fonds
benutzen, wenn dir der Templeton (jetzt wohl zurecht) so sauer
aufstößt.Gruss Chris!
Na dann los, man könnte ja eine absolute Kröte einsetzen, wie zum Beispiel den MK Investors (ich glaube, der hieß so, hab den vor Jahren mal bei jemanden im Depot entdeckt). Wobei man sich verwundert fragen darf, wer dann auch 10 Jahre in eine Anlage investiert, die nicht von der Stelle kommt. Gut, macht man ja auch mit Versicherungen.
Ein Modell, von den Vorteilen beider Anlageformen zu profitieren und die Nachteile beider zu vermeiden:
1.) Man beginnt einen Sparplan in ein gutes Fondsdepot.
2.) Wird es steuerlich spannend (was in aller Regel nur dann geschieht, wenn Gewinne erwirtschaftet werden), nimmt man sich 10, 20 oder 30 tausend Euro raus und packt die in eine Fondspolice. Kein Beitragsdepot, einfach nur eine Einmalzahlung. Man fährt seine Gewinne ohne Steuerabzug weiter, kann kostenlos umschichten und hat jederzeit die Gewissheit, nicht an Fixkosten gebunden zu sein.
Kommt irgendwann die Situation, dass man sein Einkommen für andere Dinge dringender benötigt, wird einfach der Depotsparplan beendet und das Geld anderweitig verwendet.
In Verbindung mit Rürup geht das genau so. Der Depotanleger macht schon kräftig Gewinne (oder erwirbt super günstig Anteile), während der Policensparer noch an den Gebühren zahlt und seine 64% steuerlich anrechnen darf. Wenn in 5 oder 10 Jahren das Depot Gewinne schreibt und so langsam ein Steuerproblem auftritt, nimmt man sich eben seine 20.000 raus und zahlt die per Einmalzahlung in Rürup ein. Mehrfach profitiert: geringere Kosten, keine Fixkostenbelastung, höhere Abzugsfähigkeit, und Gewinne, während der Policensparer noch hinter seinen Kosten herrennt.
Sogar der Berater verdient in mehrfacher Hinsicht. Zuerst beim Aufbau (gut, das hält sich in Grenzen, da kommt eben monatlich nur etwas rein), um dann bei der Umschichtung in die Police nicht unerheblich Provisionen zu erhalten. Leider aber bekommt er hier nur Geld, wenn er gut arbeitet und zudem auch erst dann, wenn Ergebnisse zu verzeichnen sind. Ich finde dieses Modell extrem fair, transparent und vor allem profitabel. Nicht nur für den Berater.


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