Zimmer-Halogen-Glühlampe unter Wasser ! ?

Hallo,

habe im Urlaub ein Swimmingpool gesehen, wo normale Halogenglühlampen (mit Kaltlichtreflekor) unter Wasser eine sehr schöne Belauchtung ergaben.

Die Kontakte lagen so frei im Wasser, verbunden mit den beiden Kabeln, rum. Kein Kurzschluss, schönes Licht, TOLL !!!

Klar, preiswerteste Lösung die es gibt!

Aber: Warum geht das und kann ich diese Beleuchtung auch in meinem Teich (Goldfische !!!) installieren ???

Grüße, Jenny.

Hi Jenny,
wo war denn der Urlaub? Was man in anderen Ländern sieht,ist hierzulande noch lange nicht zugelassen.
Zum einen entspricht das ganze nicht annähernd den Vorschriften,zum anderen wirst Du über kurz oder lang den Trafo killen.Zur Unterwasserbeleuchtung gibt es spezielle Scheinwerfer,
die absolut wasserdicht sind.Auch die Leuchtmittel dafür sind recht speziell.Sie werden im Trockenbeutel geliefert,damit ein beschlagen des Schutzglases vermieden wird.Ich würde von der Methode mit ganz normalen Niedervolt-Kaltlichtspiegeln absehen,es sei denn,Du willst das Risiko eingehen,daß Deine Fische irgendwann leblos Kieloben im Teich treiben.Vorschrift für so einen Zweck ist die Schutzklasse IP67 (Druckwasserdicht).
Gruß Sebastian

Hallo,
wahrscheinlich würde es gehen, wenn man
Niederspannungslampen unter Wasser betreibt, ohne daß
die Anschlüsse isoliert sind.
Allerdings gibt es dabei 2 Probleme, weil im Wasser
immer etwas Salz (hauptsächlich Natriumclorid) ist:

  1. Es fließt Strom vom +Pol zum -Pol. Dabei wird der
    Draht des +Pol ab-erodiert. Nach einiger Zeit ist
    kein Draht mehr da.
  2. Bei der Elektrolyse entsteht Sauerstoff und Wasserstoff.
    Gut, das ist kein Problem. Aber außerdem gibt’s
    irgendwelche Reaktionen mit den unisolierten Kabeln
    (Kupferverbindungen), und dieses Zeug ist sicher
    giftig (stinkt auch, wahrscheilich wegen Clor),
    also nix für Fische.
    Isoliert sollten die Kabelanschlüsse also sein.
    Falls Du selber was bastelst, mußt’e natürlich
    auch das Risiko für Folgeschäden tragen.
    Gruß Uwi

Hallo,
wahrscheinlich würde es gehen, wenn man
Niederspannungslampen unter Wasser betreibt, ohne daß
die Anschlüsse isoliert sind.
Allerdings gibt es dabei 2 Probleme, weil im Wasser
immer etwas Salz (hauptsächlich Natriumclorid) ist:

  1. Es fließt Strom vom +Pol zum -Pol. Dabei wird der
    Draht des +Pol ab-erodiert. Nach einiger Zeit ist
    kein Draht mehr da.
  2. Bei der Elektrolyse entsteht Sauerstoff und Wasserstoff.
    Gut, das ist kein Problem. Aber außerdem gibt’s
    irgendwelche Reaktionen mit den unisolierten Kabeln
    (Kupferverbindungen), und dieses Zeug ist sicher
    giftig (stinkt auch, wahrscheilich wegen Clor),
    also nix für Fische.

Hallo Uwe,
das ist wohl nicht das Problem. Wenn man mit Wechselspannung genügend hoher Frequenz arbeitet, gibt es keine Korrosion und Elektrolyse mehr. Bei elektronischen Halogentrafos mit Wechselspannungsausgang dürfte diese Voraussetzung erfüllt sein. Natürlich darf die Drahtlänge nicht zu groß werden, wegen EMV und induktiven Verlusten.
Problematischer sehe ich den Umstand, daß das Wasser direkt mit Reflektor und Glaskolben in Berührung kommt. Das wird die hauchdünne Metallschicht des Spiegels zerstören und die optimale Betriebstemperatur des Glaskolbens wird nicht erreicht. Das Wolfram wird dann bald von der Glühwendel auf den Glaskolben wandern. Der Reflektor muß also zumindest geschlossen sein.
Außerdem wird es schwierig, einen trockenen Platz für den Trafo zu finden. Eine gute Isolation zwischen Netz- und Niederspannung ist natürlich besonders wichtig.

Jörg

Na gut …
… dann werd ich mich mal im Baumarkt nach einer leider teureren Lösung umsehen müssen.

Achso Sebastian, der Urlaub war übrigens in Deutschland. Der, der das Licht dort installiert hat, hats aber auch nur irgendwo gesehen und nachgebaut.

Vielen Dank euch allen!

Grüsse, Jenny.

… dann werd ich mich mal im Baumarkt nach einer leider
teureren Lösung umsehen müssen.

Gegen selber basteln ist ja nichts zu sagen.
Du brauchst nur einen geeigneten Lampenkasten
am besten aus Plastik oder auch Metall, der mit
einer Wasserdichten Deckscheibe zu versehen ist
-> Kleben. Zum Lampenwechseln sollte am besten
seitlich ein Deckel sein, den man mit Gummidichtung
zuschraubt.
Die Kabelduchführung kann einfach mit einer
IP67-PG-Verschraubung realisiert werden.

Als Gehäuse könnte sich auch ein billiger Baustellenstrahler
eignen (ab ca. 20…30DM). Die Scheibe ist in einem
Metallrahmen gefasst und kann mit Dichtung zugeschraubt
werden. Falls im Gehäuse noch Undichtheiten sind,
einfach zukleben. Die Dichtung evtl. gegen eine
Wasserfeste Variante austauschen (evtl. selber ausschneiden
oder auch Silicon-Spritzdichtung machen)
Viel Spaß beim Basteln
Gruß Uwi

Verzage nicht !
Da willst Du einfach nettes Licht haben und die Herren Ingenieure sagen so garstige Sachen (grüß Dich, Uwe :smile:) ).
Bei Conrad habe ich kleine Unterwasserscheinwerfer gesehen.

Viele Grüße

Sind die wenigstens nach DIN ISO … ???

Da willst Du einfach nettes Licht haben und die Herren
Ingenieure sagen so garstige Sachen (grüß Dich, Uwe :smile:) ).
Bei Conrad habe ich kleine Unterwasserscheinwerfer gesehen.

Kannst du mir mal bitte einen Link geben?
Wäre echt nett, ich habs nich gefunden!

Viele Grüße, Jenny.