ich werde meine 2-Zimmer-Wohnung demnächst untervermieten und in eines der Zimmer meine persönlichen Gegenstände (Bücher, Schallplatten, Couch, Fernseher und so weiter…) stellen. Dieses Zimmer möchte ich dann in der Zeit, in der ich weg bin (6 Monate) versperren, d.h. Fenster und Tür werden in der Zeit von mir abgeschlossen.
Gerade in Bezug auf ausreichendes Lüften und damit möglicherweise einhergehender Schimmelbildung habe ich jedoch bedenken dabei, da die Luft in dem Raum ja über den kompletten Zeitraum „steht“. Kann also unter Umständen in der Zeit wirklich eine Schimmelbildung durch das nicht ausreichende Lüften an den Wänden, Büchern oder sonstwo stattfinden?
Hallo,
das könnte durchaus sein. Wichtig ist, in dieser Zeit den Raum ausreichend zu beheizen (ca. 16 bis 18°C), damit nicht feuchtigkeitshaltige warme Luft aus dem Rest der Wohnung in den kälteren Raum zieht und es dort wegen erhöhter Raumluftfeuchte zur Schimmelbildung an Einrichtung und Außenwänden kommen kann.
Gruß Jochen Merx
Was/Wie soll man in Ferndiagnose auf diese Frage antworten? Im Grunde ist die Frage schon selbst beantwortet. Ja, kann, muss aber nicht.
Wenn die Bausubstanz bisher grundsätzlich OK ist/war, dann eher nicht, da ja wenig Feuchtigkeit entsteht, wenn nicht bewohnt ist. Wichtig wäre auch die Frage, ob der Raum weiter beheizt wird…
Vielen Dank für die schnelle Antwort!
Der Raum wird nicht beheizt und ist wohl durchgehend Außentemperaturen (eine Außenwand, drei Innenwände - wovon zwei der dahinterliegenden Räume beheizt werden) von 0 - 6 Grad ausgesetzt. Die Bausubstanz war bisweilen immer in Ordnung und ich hatte keine Feuchtigkeitsprobleme.
vielen Dank für die schnelle Antwort!
Es kann also die Möglichkeit bestehen, dass feuchtigkeitshaltige Luft aus dem Rest der Wohnung in den unbewohnten Raum zieht; bspw. durch Schlüssellöcher o.Ä.? Der Raum wird in der Zeit leider nicht beheizt und ist durchgehend Außentemperaturen (eine Außenwand, drei Innenwände - wovon zwei der dahinterliegenden Räume beheizt werden) von 0 - 6 Grad ausgesetzt. Verschlechtert das die Situation deutlich?
ich würde bezüglich der möglichen Feuchtigkeit ein paar Schälchen mit normalem Salz aufstellen. Hat sich im Freizeitbereich (Wohnwagen während der Winterpause, Ferienhaus, etc.) vielfach bewährt. Ohne das Klima in Deinen Räumlichkeiten sowie deren Größe zu kennen; aber 10-15 Schälchen a’ 250-500 gr. sollten es schon sein.
Des Weiteren plaziere die Sachen so, das noch Luft dazwischen ist. Besonders bei Polstermöbeln und Matratzen. Lass die Schranktüren auf.
Da freuen sich die Schimmelsporen. Die Raumluft hat immer das Bestreben, einen einheitlichen Feuchtegehalt zu haben. Je wärmer die Raumluft ist, desto mehr Feuchtigkeit kann sie speichern. Kühlt sie sich an kalten Bauteilen ab, kommt es zu Kondenswasserausfall.
Wenn Sie im Sommer eine gut gekühlte Flasche Wasser aus dem Kühlschrank nehmen, beschlägt diese. Den gleiche Effekt haben Sie an den kalten Wänden.
20°C warme Raumluft hat bei einer rel. Luftfeuchte von 50% 8,65 g Wasser pro m³ gespeichert,(maximal kann sie 17,3 g/m³ aufnehmen) kühlt diese Luft aber auf 10°C ab, hat sie zwar immer noch diese 8,65 g, aber dies entspricht einer rel. Luftfeuchte von 92%, weil Luft bei 10°C nur maximal 9,4 g aufnehmen kann. Da sich Schimmelpilz schon bei ca. 75 bis 80% rel. Luftfeuchte bildet, sollten Sie die genannten Temp. von 16°C nicht dauerhaft unterschreiten.
Gruß Jochen Merx
Ich werde meine 2-Zimmer-Wohnung demnächst :untervermieten … Dieses Zimmer möchte ich dann in
der Zeit, in der ich weg bin (6 Monate)
versperren…
Gerade in Bezug auf ausreichendes Lüften und damit
möglicherweise einhergehender Schimmelbildung habe
ich jedoch bedenken …
Kann also unter Umständen in der Zeit wirklich eine
Schimmelbildung durch das nicht ausreichende Lüften
an den Wänden, Büchern oder sonstwo stattfinden?
Dies kann bei Altbauten auf Grund der oft schlechten Wärmedämmung problematisch sein! Sofern Du die Heizkörper in dem verschlossenen Zimmer auf * oder besser auf Stufe 1 stellst, Du keinen Pflanzgarten oder Aquarium u. dgl. in dem Zimmer stehen hast, durfte es keine Probleme hinsichtlich eines Schimmelbefalls geben.
Hinweise zu den Themen Schimmelpilzprävention und Schimmelbefall in Mietwohnungen sind der Website www.schadstofffrei.de zu entnehmen.
hallo rainer,
wenn die sachen nicht feucht sind, kann ich mir das nicht vorstellen. kannst du nicht einen verwandten oder bekannten ab und zu mal zum lüften schicken? ansonsten stell einen sack reis ins zimmer, der entzieht feuchtigkeit. vielleicht noch ein paar duftgetränkte gegenstände verteilen. bettzeug würde ich nicht unbedingt in dem raum lassen. das könnte nach so langer zeit müffeln.
Grundsätzlich ist das natürlich möglich. Muss aber nicht. Wie hoch das Risiko ist, lässt sich von weitem schlecht einschätzen. Dazu führen kann: Eindringen von Feuchtigkeit oder eine kältere Temperatur in dem Raum als in der Umgebung.
Gruß
Peter ECkartz
Hallo, über so einen langen Zeitraum habe ich keine Erfahrungen. Gerade in der Winterzeit ist Lüften ja sehr wichtig. Vielleicht ein guter Freund/eine Freundin, die mal reinschaut?
mein Rat: geben Sie jemandem einen Schlüssel, der für Sie lüftet! )
Mietvertraglich sind Sie sogar dazu verpflichtet, zu lüften, da sonst Regress naht. Schauen Sie mal in den Mietvertrag…
Schliessen Sie doch besser Schränke ab und kleben Kartons zu.
Wenn Sie dem Untermieter nicht mal das Lüften zutrauen, würde ich an den gar nicht erst vermieten!!!
Eine Vertrauensbasis muss hier unbedingt sein…
Hallo,
das kann schon riskant sein, sechs Monate nicht zu lüften! Ich würde versuchen, jemanden zu finden, der wenigstens ein oder zweimal lüftet. Unter Umständen ist es hilfreich, einen Entfeuchter aufzustellen, denn Schimmel bildet sich ja nur, wenn die Feuchtigkeit von der Luft oder von den Wänden nicht aufgenommen werden kann. Viel Erfolg
GEK