Hallo,
hallo christian,
und noch besser als das beste sparbuch ist ein tagesgeld
konto, weil höhere zinsen und bessere vefügbarkeit, zb
comdirect 3,8 proz.- handling per online.
beim sparbuch profitieren nur die banken.
mal abgesehen davon, daß das mit der Frage nicht viel zu tun hat, ist diese Schlußfolgerung etwas kurzsichtig, auch wenn sie für den einzelnen Anleger richtig ist.
Um das ganze mal etwas aufzudröseln: Warum sollte jemand für eine Anlage, deren Höhe stark schwanken kann und die ohne jede Vorwarnung in voller Höhe abgezogen werden kann, einen höheren Zinssatz zahlen als für eine Anlage, bei der die Höhe relativ konstant ist und bei der größere Summen mit Kündigungsfrist abgehoben werden können? Kurzfassung: Das hereingenommene Tagesgeld kann nicht in der gleichen Höhe und so langfristig wieder ausgeliehen werden wie ein Sparguthaben.
Die Gründe, warum dennoch für Tagesgelder höhere Zinsen gezahlt werden als für Sparguthaben, können eigentlich nur zwei sein: Die Sparguthaben sind auch bei einer schlechteren Verzinsung (aus Sicht der Kreditinstitute) hoch genug oder man möchte sich im Bereich der Tagesgelder über den Preis (=Zins) einen größeren Marktanteil gewinnen.
Nun, um es kurz zu machen: beides ist der Fall. Hohe Verzinsung von Tagesgeldern (eigentlich eine völlig falsche Bezeichnung: es handelt sich tatsächlich nicht um Tagesgelder, sondern um simple Guthaben in laufender Rechnung. Tagesgelder sind Guthaben, die zwischen Unternehmen und Kreditinstituten bzw. zwischen Kreditinstiute > 500.000 Euro auf täglicher Basis fest abgeschlossen werden.) ist meist mit der Eröffnung eines Depots verbunden, aus dem man sich zusätzliche Erträge verspricht. Außerdem ist die Zahl der zwischen den Insituten auf der Suche nach den höchsten Zinssätzen vagabundierenden Kunden inzwischen erheblich, so daß man in diesem Markt wachsen zu müssen glaubt. Daß es sich bei den hohen Tagesgeldzinssätzen um Lockangebote handelt, die aus dem Marketingbudget finanziert werden, erkennt man nicht zuletzt daran, daß die Habenzinssätze teilweise über den Interbankensätzen liegen, d.h. man zahlt für Guthaben mehr, als man am Interbankenmarkt dafür bezahlen müßte. Mit anderen Worten: Bei Sätzen von derzeit > 3,95% legt das betreffende Institut freiwillig drauf.
Auf der anderen Seite sind Sparguthaben immer noch eine hinreichend beliebte Anlageform (Guthaben mit einer festen Laufzeit von bis zu drei Monaten im Euro-Gebiet seit 1999 rd. 500 Mrd.; täglich fällige Guthaben 2007 rd. 750 Mrd. (jeweils von Privatpersonen und Unternehmen)).
Jedem sei im übrigen das Recht gegönnt, sich auf der Suche nach dem höchsten Habenzinssatz gegönnt. Allerdings ist der folgende Hinweis nicht ganz unwichtig: Je höher Guthaben verzinst werden, desto höher sind auch die Zinsen für Kredite, wenn man mal unterstellt, daß die Kreditinstitute nicht weniger verdienen möchten als bisher. Schließlich stammt das verliehene Geld zu nicht unwesentlichen Teilen aus den bei den Instituten unterhaltenen Guthaben.
Gruß
Christian