Wenn ein Bürger keine Schulden hat (ja, sowas solls geben), dann soll er ja nicht glauben, daß er keine Zinsen zu berappen hat.
Wegen der Staatsverschuldung in Österreich muß der Staat (wir alle) täglich an die 200 Millionen Schilling Zinsen zahlen. In Deutschland wird es wahrscheinlich auf die Bevölkerung hochgerechnet eine ähnliche Zahl sein. Natürlich zahlen wir alle mittels Steuern die Zinsen zurück. Jetzt sind aber die meisten Staaten verschuldet. Unser(e) Staat(en) schuldet/n also nicht hauptsächlich anderen Staaten Geld sondern unseren Banken.
Das ist aber lang nicht alles. Wir zahlen natürlich auch die Zinsen unseres Lebensmittelhändlers, Supermarkts, Imbißbude uswusfudergl zurück, weil die Inhaber die Zinsen selbstverständlich im Preis einkalkulieren müssen.
Eigentlich waren das bis jetzt die kleineren Brocken. Wenn wir in einem Miethaus wohnen, haben die Vermieter ja auch Kredite für den Hausbau aufgenommen. Im Durchschnitt beträgt der Anteil an der Miete für die Zinszahlung der Vermieter 70 %. (Quelle: Geld frißt Welt)
Jetzt fehlt das Geld der Wirtschaft, weniger Arbeitnehmer werden eingestellt usw.
Ich bin garantiert nicht für radikale Lösungen, aber ist es nicht an der Zeit, über Zinspolitik nachzudenken? Wir brauchen ja nicht so weit gehen, daß wir wie in islamischen Staaten Zinsen verbieten, aber wäre es nicht ein Vorteil, wenn die Zinsenschraube wieder zurückgedreht wird?
Was meint Ihr?
Servus
Herbert
*dervonfinanzpolitiknichtsovielahnunghatwieersicheswünschenwürde*
Ich bin garantiert nicht für radikale Lösungen, aber ist es
nicht an der Zeit, über Zinspolitik nachzudenken? Wir brauchen
ja nicht so weit gehen, daß wir wie in islamischen Staaten
Zinsen verbieten, aber wäre es nicht ein Vorteil, wenn die
Zinsenschraube wieder zurückgedreht wird?
Was meint Ihr?
Servus
Herbert
*dervonfinanzpolitiknichtsovielahnunghatwieersicheswünschenwürdeWie kommst Du eigentlich darauf, dass Banken in islamischen Ländern keine Zinsen für verliehenes Geld verlangen???
Die heissen dort zwar „Bearbeitungsgebühren“, sind aber in der Sache genau dasselbe. Denn: Wovon sollen die Banker leben?
Von Gottes, pardon: Allahs Lohn sind deren Filialen und Angestellte nun mal nicht zu bezahlen!
frank
Hallo Werner
ich seh Dich schon vor mir, wenn Du mal ein paar Mark gespart hast und die zur Bank bringst. Sollte der Banker es wagen, Dir dafür Zinsen anzubieten, weist Du die total entrüstet zurück, mit solchem Teufelszeug willst Du nichts zu tun haben.
*schmunzel*
Rainer
sowohl der Koran (z. B. Sure 2:275) wie auch die Sharia verbieten Riba = Wucher
Die Zins verschlingen, stehen nicht anders auf, als einer aufsteht, den Satan mit Wahnsinn geschlagen hat. Dies, weil sie sagen: «Handel ist gleich Zinsnehmen»,
während Allah doch Handel erlaubt und Zinsnehmen untersagt hat. Wer also eine Ermahnung von seinem Herrn bekommt und dann verzichtet, dem soll das
Vergangene verbleiben; und seine Sache ist bei Allah. Die aber rückfällig werden, die sind des Feuers Bewohner; darin müssen sie bleiben.
Gemeint ist hier der Zins zur reinen Bereicherung; nicht etwa, um Risiken abzudecken. Ist in gewisser Weise auch logisch, da „moderne“ Konzepte des Bankwesens zur Zeit der Koranentstehung noch gar nicht bekannt waren.
Tatsächlich verlangen die islamischen Banken Gebühren für den Geldverleih; dies sind allerdings Festbeträge, die in bestimmten Zeitabständen zu zahlen sind. Ansonsten funktioniert die Wertschöpfung auf dem Prinzip der strikten Teilung von Gewinnen und Verlusten.
Eine recht gute Zusammenfassung islamischer Finanzpraxis kann man hier finden: