Zinsentwicklung und Festgeldanlage

Hallo zusammen,

nachdem wir in den letzten Jahren einen schönen Anstieg der Zinsen erleben durften, frage ich mich, ob wir das Ende der Fahnenstange erreicht haben oder ob’s weiter nach oben geht.

Die gegenwärtige Finanzkrise könnte dazu führen, dass Geld weiterhin zurückgehalten und dieses damit knapp und teuer wird.

Auf der anderen Seite könnte eine bedachte Kreditmittelvergabe zu einem Ende des Konjunkturaufschwungs führen mit der Folge, dass die Inflationsgefahren gebannt wären und der Leitzins wieder gesenkt wird.

Für mich stellt sich insofern folgende Frage: Festgeld jetzt für 4,5% für 1 Jahr anlegen oder noch warten.

Schöne Grüße

Hallo,

da ist sie wieder, die Frage nach der Glaskugel… :wink:

Wie lautet denn die Alternative zum Festgeld?
Girokonto mit 0%

Um wieviel Prozent müsste dann das Festgeld steigen, dass sich das Warten lohnt?
Ohne das im Detail berechnet zu haben (und berechnen zu wollen) glaube ich, dass sich das nicht rechnet.
Uns was, wenn die aktuelle Krise zu einer Konjukturabschwächung und sinkenden Zinsen führt?

Gruß vom Money-Schorsch

Wie lautet denn die Alternative zum Festgeld?
Girokonto mit 0%

Wie wär’s mit einem Tagesgeldkonto mit z.Zt. ca. 3,8%? Dagegen bringt die 12-monatige Festsetzung des Geldes schon mal nur noch 0,7% Aufschlag. Noch ist die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung im September >= 50% laut Futuresmärkten, glaube ich mich erinnern zu können gelesen zu haben.

Grüße,
Sebastian

Was das bringen soll, zu warten? Denk doch mal nach, Schorchi!!!

Hätten Sparer ihr Festgeld in den 90er Jahren für 8-9% festangelegt, wäre einigen die Aktienbaisse erspart geblieben.

Alternativ kann man das Geld auf dem Tagesgeldkonto belassen und auch so 4% kassieren. Aber: BIS WANN NOCH??? Wenn die Zinsen sinken, gibt’s auch weniger Tagesgeldzinsen, logisch. Von daher stellt sich doch die Frage, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, das „Zinshoch“ für sich zu sichern, richtig?!

Und mit einem Blick in die Glaskugel hat das ganze auch nichs zu tun. Konjunktur und diese tangierende Indikatoren verlaufen - wer ahnte es - konjunkturell.

Also, was bergen die nächsten Monate?

Hallo,

Was das bringen soll, zu warten? Denk doch mal nach,
Schorchi!!!

Gute Idee, Maddin, ich fang jetzt mal mit Nachdenken an! Versprochen.

Hätten Sparer ihr Festgeld in den 90er Jahren für 8-9%
festangelegt, wäre einigen die Aktienbaisse erspart geblieben.

Grübel, denk, überleg. Ich habs echt versucht. Aber trotz intensivem Nachdenken versteh ich nicht, was das Ursprungsfrage zu tun hat?
Da ging es doch um die zukünftige Zinsentwicklung, und nicht um eine eventuelle Aktienblase, oder?

Alternativ kann man das Geld auf dem Tagesgeldkonto belassen
und auch so 4% kassieren. Aber: BIS WANN NOCH??? Wenn die
Zinsen sinken, gibt’s auch weniger Tagesgeldzinsen, logisch.
Von daher stellt sich doch die Frage, wann der richtige
Zeitpunkt gekommen ist, das „Zinshoch“ für sich zu sichern,
richtig?!

Aha, also gehts doch darum, wie sich die Zinsen entwicklen und wann die Zinswende eintritt?

Und mit einem Blick in die Glaskugel hat das ganze auch nichs
zu tun. Konjunktur und diese tangierende Indikatoren verlaufen

  • wer ahnte es - konjunkturell.

Und woher, wenn nicht aus der Glaskugel, erfährt der interessierte Leser denn, wie sich die Konjunktur samt ihrer tangentialen Indikatoren zukünftig entwickeln?
Welcher Konjunkturtangentialindikator sagt uns denn den Zeitpunkt der Zinswende voraus?

Also, was bergen die nächsten Monate?

Sag Du´s uns! Ich habe jetzt wirklich mal nachgedacht, aber ich bin immer noch zu dumm für eine konkrete einsicht.

Gruß vom Money-Schorsch

Hätten Sparer ihr Festgeld in den 90er Jahren für 8-9%
festangelegt, wäre einigen die Aktienbaisse erspart geblieben.

Die 8 oder 9% gab es am Anfang der 90er und dann auch nicht für Langläufer, sondern vor allem im kurzen Bereich.

Alternativ kann man das Geld auf dem Tagesgeldkonto belassen
und auch so 4% kassieren. Aber: BIS WANN NOCH??? Wenn die
Zinsen sinken, gibt’s auch weniger Tagesgeldzinsen, logisch.
Von daher stellt sich doch die Frage, wann der richtige
Zeitpunkt gekommen ist, das „Zinshoch“ für sich zu sichern,
richtig?!

Und mit einem Blick in die Glaskugel hat das ganze auch nichs
zu tun. Konjunktur und diese tangierende Indikatoren verlaufen

  • wer ahnte es - konjunkturell.

Also, was bergen die nächsten Monate?

Tja, entweder läuft die Konjunktur weiter rund, es wird ein bißchen oder aber wir erleben die größte Finanzkrise seit 1637. Wer weiß das schon.

Gruß
Christian

Und woher, wenn nicht aus der Glaskugel, erfährt der
interessierte Leser denn, wie sich die Konjunktur samt ihrer
tangentialen Indikatoren zukünftig entwickeln?

Wo Du schon das Wort „Leser“ in den Mund genommen hast: In Wirtschaftszeitungen kann man nachlesen, wie die Konjunkturindikatoren derzeit (-> Gegenwart) ausfallen und welche Tendenzen (-> Zukunft) sie aufweisen, in Wirtschaftsgutachten beispielsweise kann man Prognosen für das Wirtschaftswachstum nachlesen, und wenn Herr Trichet oder Herr Bernanke mal ein wenig 'was anders formulieren nach den Zentralbankratssitzungen, weiß der erfahrene Anleger, wohin die Reise mit den Zinssätzen tendenziell gehen wird. Zum Beispiel.

Ja, solche Prognosen sind unsicher, aber besser als Glaskugeln.

Grüße

Wo Du schon das Wort „Leser“ in den Mund genommen hast: In
Wirtschaftszeitungen kann man nachlesen, wie die
Konjunkturindikatoren derzeit (-> Gegenwart) ausfallen und
welche Tendenzen (-> Zukunft) sie aufweisen, in
Wirtschaftsgutachten beispielsweise kann man Prognosen für das
Wirtschaftswachstum nachlesen, und wenn Herr Trichet oder Herr
Bernanke mal ein wenig 'was anders formulieren nach den
Zentralbankratssitzungen, weiß der erfahrene Anleger, wohin
die Reise mit den Zinssätzen tendenziell gehen wird. Zum
Beispiel.

Hallo,

also im Prinzip hast Du natürlich vollkommen recht. Konjunkturdaten und -indikatoren lassen sich objektiv aus diversen Medien ablesen. Offensichtlich ist aber dann beim Thema Interpration dieser Daten oft das Ende der Objektivität erreicht.
Aktuelles Beispiel:
Die objektiven Daten zur Subprime-Krise sind allgemein zugänglich. Nur verschiedene Fachleute interpretieren sie vollkommen konträr. Du kannst in der gleichen Zeitung alles lesen, vom totalen Horrorszenario bis hin zur „alles schon vorbei“-Theorie.
Genauso ist das bei den normalen Themen wie Zins- und Wirtschaftsentwicklung auch. Anfang 2006 hat sich z.B. Pimco, immerhin einer der weltgrößten Renten-Manager, gegen den Markt gestemmt und auf fallende Zinsen in den USA gesetzt. Früher lagen die mit ihren Wetten oft super. Diesmal: Griff ins Klo.
Es gibt auch Untersuchungen, nach welchen die Mehrzahl der Future-Geschäfte nicht aufgehen (ich habe was von 80% in Erinnerung?). Die dürften größtenteils ja auch von belesenen Menschen getätigt werden.

Ich lese monatlich die Berichte verschiedener Fondsgesellschaften und deren Einschätzungen zu den Märkten. Alles auf objektiven Daten aufgebaut, aber oft vollkommen unterschiedliche Ergebnisse.

Klar lässt sich die Notenbankpolitik vorweginterpretieren. Aber da geht es normalerweise immer nur um recht kurze Zeiträume. Und oft sind sich die Experten auch bei der Interpretation der Aussagen der Notenbankchefs uneins.

Wie mans dreht und wendet. Die Daten sind objektiv da. Klar. Aber die Interpretationen unterscheiden sich extrem. Da sind sie wieder meine drei Probleme.

Also super wäre ja hier so ne Glaskugel die mir sagt, wer denn mit seiner Interpretation der objektiven Daten gerade diesmal recht hat… :wink:

Nix für ungut. Aber wenn das Geschäft so einfach wäre, dann würde es ja niemanden mehr geben, der auf irgendwas wettet. Weil ja jeder wüsste, wie es wird. Ist schon gut so, wie es ist.
Und wenn Du von Deiner Interpretation der Daten voll überzeugt bist, dann wünsche ich Dir von ganzem Herzen viel Glück und Erfolg bei Deinen Anlagen.

Gruß vom Money-Schorsch

Hallo,

ich habe nicht von einer bestimmten „vollen“ Überzeugung bzgl. der zukünftigen Entwicklung an den Finanzmärkten gesprochen, schon gar nicht in Bezug auf mich. Denn mir ist klar, daß Wirtschafts- und Finanzdaten nicht eindeutig sind und unterschiedliche Interpretationen zulassen. Ich habe auch nicht behauptet, daß „das Geschäft so einfach wäre“, daß man sich nur die Daten anschauen müßte und schon hätte man eine sichere Prognose der zukünftigen Entwicklung. Das ist für mich ein viel zu simpler Argumentationsgang.

Im Gegenteil habe ich bereits darauf hingewiesen, daß Prognosen nicht sicher sind. Dennoch sind solche Prognosen etwas anderes als das Schauen in die Glaskugel, denn Prognosen sind Interpretationen von relevanten Wirtschafts- und Finanzdaten, während die Glaskugel-Wahrsagerei auf irrelevanten Dingen beruht (Spiegelungen im Glas meinetwegen). Es ist rationaler, aufgrund relevanter, wenn auch nicht eindeutiger Daten Geld zu investieren, als solche Daten zu ignorieren und sich auf die allgemeine Unprognostizierbarkeit der Märkte zu versteifen. Denn wenn man letzteres tut, wie will man dann rational investieren? Dann könnte man auch würfeln oder seinen Bauch entscheiden lassen.

wünsche ich Dir von ganzem Herzen viel Glück und
Erfolg bei Deinen Anlagen.

Dir ebenfalls, obwohl ich Dir nicht wirklich glaube, daß Du bei Deinen Investitionsentscheidungen Wirtschafts- und Finanzdaten ignorierst und stattdessen aus dem Bauch heraus entscheidest.

Grüße

Was das bringen soll, zu warten? Denk doch mal nach,
Schorchi!!!

Hätten Sparer ihr Festgeld in den 90er Jahren für 8-9%
festangelegt, wäre einigen die Aktienbaisse erspart geblieben.

Ehrlichkeit vorausgesetzt, müssten fast alle bestätigen, dass im Börsengeschäft eher Verluste als Gewinne eingetreten sind! Damit meine ich die „Normalos“, welche seit, sag ich mal, 15 Jahren diese Börsengeschäfte betreiben.
Natürlich kann man an der Börse Geld verdienen, aber eben nicht die Kleinanleger. Irgendwie werden die immer geschröpft (Ausnahmen bestätigen die Regel).
Natürlich will ich nicht vergessen, dass ein Hauch der weiten (Finanz)Welt in die Wohnungen der Anleger strömt. So gesehen kann man es auch als Hobby bezeichnen - und Hobbys kosten Geld!

Und mit einem Blick in die Glaskugel hat das ganze auch nichs
zu tun. Konjunktur und diese tangierende Indikatoren verlaufen

  • wer ahnte es - konjunkturell.

Hat zu tun oder auch nicht! Denkt daran, der Affe war weitaus besser als die 3 Analysten!

Also, was bergen die nächsten Monate?

Keiner weiß es so richtig! Ich vermute etwas leicht bäriges!

Ehrlichkeit vorausgesetzt, müssten fast alle bestätigen, dass
im Börsengeschäft eher Verluste als Gewinne eingetreten sind!
Damit meine ich die „Normalos“, welche seit, sag ich mal, 15
Jahren diese Börsengeschäfte betreiben.

hallo cooler,

also ganz ehrlich, das stimmt nicht, was du sagst.

strubbel
$:open_mouth:)

Holla,

Ehrlichkeit vorausgesetzt, müssten fast alle bestätigen, dass
im Börsengeschäft eher Verluste als Gewinne eingetreten sind!
Damit meine ich die „Normalos“, welche seit, sag ich mal, 15
Jahren diese Börsengeschäfte betreiben.
Natürlich kann man an der Börse Geld verdienen, aber eben
nicht die Kleinanleger. Irgendwie werden die immer geschröpft

wenn der DAX steigt und man ein DAX-Zertifikat hat, dann verdient man mit und zwar unabhängig davon, ob man Groß-, Klein- oder Doofaktionär ist. Die Großanleger liegen nur deswegen häufig besser als die Kleinanleger, weil sie nicht so irrational handeln wie die meisten Kleinaktionäre und mehr Zeit für Recherche haben.

Im übrigen ist Deine Behauptung, in den letzten 15 Jahren habe niemand an der Börse Gewinne erzielen können, ein bißchen sehr pauschal. Wer sich nicht nur von Gier und Panik leiten ließ, konnte sogar in harten Börsenjahren ordentliche Renditen erzielen.

Gruß
Christian

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Hallo aiwendil,

ich wollte ja nur sagen, dass die relevanten Daten vollkommen unterschiedlich interpretiert werden können.
Sich als Anleger richtig zu entscheiden, welcher Interpretation man zustimmt, ist oft einfach vom Glück anhängig. Zumindest offenkundig beim Großteil der Marktteilnehmer… .

Rationalität ist zwar gut, erklärt an den Kapitalmärkten aber immer nur die ganz langfristigen Trends. Kurzfristig regieren die Bauchgefühle. Meist Angst oder Gier, die oft bis in den blanken Wahn gesteigert werden.

Ich selbst versuche Markettimimg zu vermeiden und mein mir vorgenommenes Chancen / Risiken - Verhältnis einzuhalten. Diese Entscheidung halte ich allerdings tatsächlich für relativ rational :wink:

Viele Grüße vom Moeny-Schorsch

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Hallo strubbel,
hab ich nicht ganz so gesagt. Ich hatte erwähnt, "Ausnahmen bestätigen die Regel.Du scheinst solch eine zu sein - herzlichen Glückwunsch!

Gruß Cooler

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

hallo cooler,

durchaus nicht. wer nicht nach der devise „gier frisst hirn“ agiert, kann sich guter gewinne erfreuen.
pst, jetzt kommt noch ein absoluter börsenstrenggeheimtip: man kann als kleinanleger an der börse nicht nur an steigenden kursen, sondern auch an sinkenden und seitwärtsbewegenden kursen geld verdienen, am steigen von kursschwankungen usw.
aber dafür muss man sich ein wenig mit der materie beschäftigen, um keinen unsinn zu machen.

strubbel
8:open_mouth:)

hallo geldgeorg,

aber es gibt doch ein mittel dagegen. man liest alles, was die analysten und der markt so meinen, fasst es zusammen und dann weiß man, das gegenteil tritt ein.
am liebsten wäre es mir gewesen, am deutschen merkt wäre mal richtig panik ausgebrochen und alle würden nur noch schwarz sehen.

strubbel
=:open_mouth:D