Du kannst dir jederzeit Yen zum Niedrigstzins ausleihen und in „hochverzinste“ DM-Anlagen investieren. Und das beste kommt jetzt: du brauchst nicht einmal nach Japan zu fliegen, sondern kannst das ganz bequem von deiner Hausbank aus erledigen (sofern dein Berater das Know-How dazu hat).
Die Sache hat nur einen Hacken: Das Kursrisiko des Yen.
Solange der Yenkurs fällt, hast du noch zusätzlich einen Wechselkursgewinn. Aber wehe, der Yen steigt - dann kann das ganz schön daneben gehen.
Es gibt nun eine Menge Analysten, die fix von einem fallenden Yen und damit einer für Yenkreditnehmer positiven Entwicklung ausgehen.
Aus Erfahrung weiß ich aber, dass das Wort Analyst nicht umsonst mit ANAL anfängt - deren ANAL ysen verwendet man am besten als Klopapier.
Wäre die Sache so einfach, würde jede Bank der Welt ihre Schalter schließen und bequem von der Zinsspanne leben.
Ich möchte dir nicht völlig von deiner Spekulation abraten - es kann durchaus reizvoll sein, so zu spekulieren, wie du es dir ausgedacht hast. Du musst aber (vorher) genau wissen, was du tust und wieviel du im Notfall zu verlieren bereit bist.
mfg Franz
PS: Schau dir mal die Neuen-Markt-Anleger an. Die wollten alle ihre Bank austricksen, sich von ihnen nicht mit Niedrigzinsen am Sparbuch abspeisen lassen und haben ihre Sparguthaben in vermeintlich hochinteressante Aktien gesteckt (alle von ANALysten empfohlen). Was daraus geworden ist, wirst du wohl selbst wissen.
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selbst, wenn du geld bekommen würdest, bedenke das inflationsrisiko in den teilnehmenden währungen deines spiels. im übrigen, hast du mal eine bank in deutschland gesehen, die dir ein darlehen zu einer million zum basiszinssatz der EZB gibt? ich nicht! selbst langfristige hypothekenzinsen liegen noch bei 5,und % wobei der basiszins bei glaub ich 3,76% liegt. also bei langfristigen darlehen wirst du in japan auch noch um die 2-3% hinlegen müssen.
was showbee schrieb ist sehr wichtig. Ganz so gross ist die Zinsdifferenz dann auch wieder nicht.
Solltest Du versuchen das Devisenrisiko durch ein Termingeschäft (zum Ende des Darlehens) auszuschliessen, dann zahlst Du die Zinsdifferenz in Form eines Swapsatzes an den Geschäftspartner mit der höher verzinslichen Währung. (also Euro)
Die Logik des Finanzmarktes verbietet den Erfolg eines so einfachen Geschäftes ohne Risiko. Ansonsten wären wir alle schon reich!!!
Tja, da musst Du wohl doch noch ein paar Jahre arbeiten!
selbst, wenn du geld bekommen würdest, bedenke das
inflationsrisiko in den teilnehmenden währungen deines spiels.
im übrigen, hast du mal eine bank in deutschland gesehen, die
dir ein darlehen zu einer million zum basiszinssatz der EZB
gibt? ich nicht! selbst langfristige hypothekenzinsen liegen
noch bei 5,und % wobei der basiszins bei glaub ich 3,76%
liegt. also bei langfristigen darlehen wirst du in japan auch
noch um die 2-3% hinlegen müssen.
Hallo Showbee,
Hi Zwille,
es ist im JPY tatschächlich so, daß du auf ein Jahr derzeit ca. 1,15-1,4% Zinsen zahlst, wobei die Marge der Bank zwischen 0,75-1% liegt.
Aber der JPY hat ein ganz anders Problem… er schwankt heftigst. Die Volatilität ist so hoch, dass ein langfristiges Investment sehr risikoreich ist.
Wenn du nun nur auf die Zinsdifferenz beim Anlegen spekulierst, kannst du dich nicht absichern. Denn wie oben schon jemand schrieb, frisst das den ganzen Zinsvorteil wieder auf.
Wo ein Investment unter in Kaufnahme eines Währungsrisikos interessant wäre im bis zu 1 Jährigen Bereich: Norwegen.