Zinsrechnung mit MS Works

Guten Abend, www-ler,

Ich benutze MS Works ( aus dem Jahre 2002 ) und suche eine Formel, mit der das System das Endkapital auswirft, wenn ich das Anfangskapital, den jährlichen Zinssatz und die Laufzeit in Jahren eingebe.

Beispiel : Anfangskapital 1000 EUR / Zinssatz 7 % p.a. / Laufzeit 10 Jahre / jährliche Verzinsung

Mein Taschenrechner und ich meinen, daß dabei ein Endkapital von 1967 EUR erscheinen müßte.

Mein Works wirft mir aber andere Zahlen aus.

Auch die Works-Hilfe bietet mir keine Hilfe, da dort anscheinend bei allen Berechnungen ( auch bei der Funktion ZW ) von regelmäßigen Einzahlungen ausgegangen wird.

Irgendetwas mache ich anscheinend falsch.

Ich wäre daher dankbar, wenn mir jemand mein obiges Beispiel in eine hübsche Formel umformen könnte, die dann das richtige Ergebnis liefert.

Bitte Erklärungen etc. für einen Computer/Works – Laien ( nämlich mich ) formulieren.

Vielen Dank im Voraus

Gruss

Jürgen

Hallo,
In Excel funktioniert die Funktion ZW() >>[zukünftiger Wert]

A1: Zins pro Jahr in %
A2: Laufzeit in Jahren
A3: Betrag

A1: 7%
A2: 10
A3: 1000

Formel:
=ZW(A1;A2;;-A3)
Ergebnis:
1.967,15 €

Gruß Holger

Hallo, Holger,

Danke für Deinen Beitrag.

Bei Eingabe Deiner Excel-Formel sagt das Works-System jedoch :

" Es fehlt ein Operand in der Formel" .

Vielleicht kann Works diese Rechnung in dieser Form nicht, denn in der Works-Hilfe taucht bei der Erklärung der Works-Funktion „ZW“ der Hinweis auf " regelmäßige Zahlungen" auf.

Gruss

Jürgen

Hallo Jürgen,

Bei Eingabe Deiner Excel-Formel sagt das Works-System jedoch :

" Es fehlt ein Operand in der Formel" .

das ist doch eine gute, informative Fehlermeldung.

Vielleicht kann Works diese Rechnung in dieser Form nicht,
denn in der Works-Hilfe taucht bei der Erklärung der
Works-Funktion „ZW“ der Hinweis auf " regelmäßige Zahlungen"
auf.

Zeige hier bitte den kompletten Hilfetext von Works zu ZW.
In Excel sieht das wie auf dem Bild aus, vielleicht kann man bei Works Argumente nicht weglassen *rat*
http://www.uploadagent.de/show-184484-1336130542.html

Gruß
Reinhard

Guten Tag, Reinhard,

Danke für Deine Hinweise.

Meine Works-Hilfe sagt zur Funktion „ZW“ :

"Die Funktion ZW ermittelt den zukünftigen Wert einer normalen Annuität (Rente) von gleichmäßigen Zahlungen, die einen festen Zins pro Periode einbringen und über mehrere Zeiträume aufgezinst werden (Zeitraum) "

Und als Beispiel wird angeführt :

"Sie möchten über die nächsten 8 Jahre 1500 DM jährlich( !!) auf ein Sparbuch einzahlen. Sie erhalten auf das Sparbuch 8,75 Prozent Zinsen, die jährlich aufgeschlagen werden.
Welcher Betrag befindet sich am Ende der 8 Jahre auf dem Konto ? =ZW(1500;8,75%;8) entspricht 16393,61 DM. "

Formel und Berechnung funktionieren bei meinem Works wie im obigen Beispiel, das Ergebnis gilt aber für gleichmäßige Zahlungen, nicht jedoch für die gewünschte Berechnung(für eine einmalige Anlage).

Vielleicht wird die Funktion „ZW“ bei excel und Works ja unterschiedlich definiert.

Gruss
Jürgen

Hallo,

Ich wäre daher dankbar, wenn mir jemand mein obiges Beispiel
in eine hübsche Formel umformen könnte, die dann das richtige
Ergebnis liefert.

Ohne Works zu kennen:

=1000*1,07^10 (da kommt auch 1967 raus), oder http://www.zinsen-berechnen.de/sparrechner.php

Cheers, Felix

Hallo Jürgen,

"Die Funktion ZW ermittelt den zukünftigen Wert einer normalen
Annuität (Rente) von gleichmäßigen Zahlungen, die einen festen
Zins pro Periode einbringen und über mehrere Zeiträume
aufgezinst werden (Zeitraum) "

mehr nicht? Ist aber schlapp, grad bei Funktionen die mehrere Argumente haben :frowning:

Formel und Berechnung funktionieren bei meinem Works wie im
obigen Beispiel, das Ergebnis gilt aber für gleichmäßige
Zahlungen, nicht jedoch für die gewünschte Berechnung(für eine
einmalige Anlage).

Hast du probiert was ich dir indirekt geraten habe?
Also in Holgers Formel, die ja vier Argumente aufweist, die Argumente
die als „Nix“ da stehen durch eine 0 zu ersetzen?
D.h. du hast dann die periodische Einzahlung von 0 (Euronen) usw.

Vielleicht wird die Funktion „ZW“ bei excel und Works ja
unterschiedlich definiert.

Leicht möglich. Ich kenne mich bei den ganzen zig Finanztechnischen
Formeln nicht aus.
Aber dein Anliegen, das Endkapital eines Anfangskapitalx daß für
X jahre festgelegt wurde zu einem Prozentsatz y der jährlich dazukommt
zu berechnen ist wohl garantiert schon in den allerersten
Works-Versionen als Funktion integriert.
Zumindest wenn sie finanztechnische Fuktionen anbieten.

Insofern gehe ich davon aus, entweder kann man das mit works und ZW() lösen oder halt mit einer anderen Funktion.

Für diese Anfrage hier ist das völlig wurscht aber mal als Tipp,
sag besser du hast Works 7.0, 8.0, 9.0 als Works aus 2002.
Microsoft hat ja schon längst Works „eingestellt“.
Das letzte Works war Works 9.0.

Danach kam für Works nur noch eine sehr abgespeckte Version von Office 2010. Die gibt es aber nicht extra zu kaufen *glaub* sondern
ist bei manchen neu gekauften PCs drauf.

Vielleicht ist Open Office, Libre Office was für dich, beide
kostenlos. Da ähneln manche Funktionen Excel, somit hast du höhere Chancen in Excelforen Hilfe zu kriegen als mit Works.

Selbstverständlich kannst du auch bei deiner Worksversion bleiben.
Wäre ich mit Works jahrelang „aufgewachsen“ so würde ich garantiert
nicht, nur weil da irgendwelche anderen programme evtl. besser sein sollen sofort dahinwechseln. Never touch a running system :smile:

So wie du deine Kenntnis beschreibst liegt m.E. die Sachlage anders.
Du solltest für dich prüfen, welches Programm ist für dich am
effektivsten, für deine Zwecke der nächsten Jahre.

Achja, um unabhängig von vorhandenen Formeln dein Problem anzugehen:

Tabellenblatt: [Mappe1]!Tabelle1
 │ A │ B │
──┼─────────┼────────────────────┤
1 │ 1000,00 │ Anfangskapital [€] │
──┼─────────┼────────────────────┤
2 │ 7,0 │ Zins [%] │
──┼─────────┼────────────────────┤
3 │ 10,0 │ Laufzeit [J] │
──┼─────────┼────────────────────┤
4 │ 1967,15 │ Endkapital [€] │
──┴─────────┴────────────────────┘
Benutzte Formeln:
A4: =A1\*(1+A2/100)^A3

Zahlenformate der Zellen im gewählten Bereich:
B1:B4
haben das Zahlenformat: Standard
A1,A4
haben das Zahlenformat: 0,00
A2:A3
haben das Zahlenformat: 0,0

Tabellendarstellung erreicht mit dem Code in FAQ:2363

Gruß
Reinhard

Danke an Reinhard
Guten Morgen, Reinhard ,

Vielen Dank für Deine ausführlichen Erläuterungen.

Ich werde die vorgeschlagenen Schritte mal in Ruhe nachvollziehen.

Es kommt mir auch merkwürdig vor, daß Works ausgerechnet die einfachste Variante (Einmalbetrag, Verzinsung, Laufzeit) nicht beherrschen sollte.

Vielleicht gibt es ja noch irgendwo eine versteckte andere Funktion für diese Aufgabe bei Works.

In der Zwischenzeit habe ich mir eine eigene Funktion gestrickt, die die Aufgabe genau so exakt (allerdings in mehreren Schritten) löst wie ich mit meinem Taschenrechner.

Vielleicht muss ich mich auch mal um die vorgeschlagene Alternativ-Möglichkeit Office kümmern.

Noch einmal herzlichen Dank für Deine Mühe.

Ein schönes Wochenende wünscht

Jürgen

Ich wäre daher dankbar, wenn mir jemand mein obiges Beispiel
in eine hübsche Formel umformen könnte, die dann das richtige
Ergebnis liefert.

Ohne Works zu kennen:

=1000*1,07^10 (da kommt auch 1967 raus), oder
http://www.zinsen-berechnen.de/sparrechner.php

Ja eben,

viel Rauch um nichts.
Eine Funktion ist nicht nötig und Works kann das auch problemlos, wie oben genannt, mit Zellbezügen dann z.B. so:

A1: 1000
A2: 7%
A3: 10

A5: =A1*(1+A2)^A3

Also: Warum immer Funktionen nehmen, wenn eine simple Formel dasselbe (in Excel, Works, OpenCalc, …) kann? Eine ähnliche Lösung hat Reinhard unten nach dem vielen Hin und Her ja letztlich dann auch vorgeschlagen.

Gruß
Anja

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Zielwert (ZW) und regelmäßige Zahlungen (RMZ)

" Es fehlt ein Operand in der Formel" .

Vielleicht kann Works diese Rechnung in dieser Form nicht,
denn in der Works-Hilfe taucht bei der Erklärung der
Works-Funktion „ZW“ der Hinweis auf " regelmäßige Zahlungen"
auf.

Hallo Jürgen,

als Nachtrag noch:
Regelmäßige Zahlungen sind z.B. gleichmäßige Einzahlungen auf das Sparkonto, die das Vermögen zusätzlich zu den Zinsen vergrößern. In deinem Fall könnte das also z.B. eine jährliche zusätzliche Einzahlung von 250 Euro sein. Diese Einzahlungen müssten dann aber natürlich unterschiedlich lang in die Zinseszinsrechnung einbezogen werden, die erste 9 Jahre lang, die zweite 8 Jahre lang u.s.w. und genau das würde die ZW-Funktion dann automatisch berücksichtigen.

Da du keine weiteren regelmäßigen Einzahlungen hast, musst du für dieses Argument wohl eine Null (0) eintragen. Ich könnte mir vorstellen, dass die ZW-Funktion (heißt eigentlich „Zielwert“, und nicht „zukünftiger Wert“) dann auch in Works klappen sollte, wenn es sie schon gibt.

Aber die Funktionsverwendung ist auch eher mit Kanonen auf Spatzen… Die Lösungen von Felix und Reinhard sind da meiner Meinung nach besser geeignet und sollten auch der Taschenrechnerlösung, die du schon verwendet hattest, ähnlich sehen.

Gruß
Anja

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