Grüßt Euch,
normalerweise notiere ich mir ja die Autoren zu den Zitaten, die ich mir aufhebe - in folgendem Fall habe ich es (leider) nicht getan:
„Ich glaube, hoffe, wünsche, liebe, achte, hasse nichts, sondern verachte nur noch immer das Gemeine; ich bin mir selbst so gleichgültig, wie es mir ein Dritter ist; ich lese tausend Bücher, aber keines zieht mich an; Ruhm und Ehre sind Sterne, derenthalben ich nicht einmal aufblicke; ich bin überzeugt, alles zu können, was ich will, aber auch der Wille erscheint mir so erbärmlich, dass ich ihn nicht bemühe; ich glaube, ich habe so ziemlich die Tiefen des Lebens, der Wissenschaft und der Kunst genossen; ich bin satt von dem Hefen (…) Meine jahrelange Operation, den Verstand als Scheidewasser auf mein Gefühl zu gießen, scheint ihrem Ende zu nahen: der Verstand ist ausgegossen und das Gefühl zertrümmert (…) Meine Seele ist tot, was jetzt noch unter meinem Namen auf der Erde sich hinschlieft, ist ein Grabstein, an welchem Tag für Tag weiter an der Grabschrift gehauen wird.“
Kennt jemand den Autor? Und wenn ja: aus welcher Veröffentlichung stammt es?
Danke schon jetzt
Anja
