Suche 'mal wieder ein Zitat, Büchmann hat’s nicht und in den Zitat-Seiten der (hervorragenden) Linkliste krieg ich’s auch nicht ‚raus. Vielleicht bin ich auch zu dämlich, die dortigen Suchmaschinen zu bedienen, deshalb meine Frage: Wer sagt zu wem in welchem Zusammenhang (ungefähr so): "Die Worte hör‘ ich wohl, allein mir fehlt der Glaube." Gefühlsmäßig erscheint Schillers Wallenstein vor meinem geistigen Auge, aber ob das stimmt und wo genau…
FAUST:
Was sucht ihr, mächtig und gelind,
Ihr Himmelstöne, mich am Staube?
Klingt dort umher, wo weiche Menschen sind. Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube;
Das Wunder ist des Glaubens liebstes Kind.
Zu jenen Sphären wag ich nicht zu streben,
Woher die holde Nachricht tönt;
Und doch, an diesen Klang von Jugend auf gewöhnt,
Ruft er auch jetzt zurück mich in das Leben.
Sonst stürzte sich der Himmelsliebe Kuß
Auf mich herab in ernster Sabbatstille;
Da klang so ahnungsvoll des Glockentones Fülle,
Und ein Gebet war brünstiger Genuß;
Ein unbegreiflich holdes Sehnen
Trieb mich, durch Wald und Wiesen hinzugehn,
Und unter tausend heißen Tränen
Fühlt ich mir eine Welt entstehn.
Dies Lieb verkündete der Jugend muntre Spiele,
Der Frühlingsfeier freies Glück;
Erinnrung hält mich nun, mit kindlichem Gefühle,
Vom letzten, ernsten Schritt zurück.
O tönet fort, ihr süßen Himmelslieder!
Die Träne quillt, die Erde hat mich wieder!
…
Oohps, und ich hatte Faust im Abitur (grr!). Da hab ich mit meiner Theorie zu Schillers Wallenstein wohl ordentlich in die Sch… gegriffen. So kann ich nur zerknirscht sagen: „Grau, mein Freund, ist alle Theorie!“
das Zitat stammt natürlich aus Faust II , das haben die beiden nur vergessen zu sagen. Den werdet ihr vielleicht doch nicht in der Schule gelesen haben, oder?
Herzliche Grüße
Thomas Miller
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
das Zitat stammt natürlich aus Faust II , das haben die
beiden nur vergessen zu sagen. Den werdet ihr vielleicht doch
nicht in der Schule gelesen haben, oder?
Da irrst du dich gewaltig! Das Zitat stammt aus Faust, der Tragödie 1. Teil! Genau das, womit Schüler in der Schule gequält werden…