Zitat in einer Monographie zitieren;)

Halloööchen,

ich schreibe gerade an einer Hausarbeit und wollte aus einer Monographie ein zitat nehmen, welches der Autor selbst von einer Zeitschrift zitiert hat. Also er zitiert aus der Zeitschrift eine Definition von irgendjemanden. Ich zitiere es auch. Soll ich dann in der Fußnote, die Zeitschrift zitieren woher er/ich es habe oder die Monographie oder beides?

Ich habe vorerst mal nur die Zeitschrift zitiert und warte auf eure Antworten:wink:

Viele Grüße

Kalder

Mahlzeit Kaldera,

Soll ich dann in der Fußnote, die Zeitschrift zitieren
woher er/ich es habe oder die Monographie oder beides?

Ich habe vorerst mal nur die Zeitschrift zitiert und warte auf
eure Antworten:wink:

Zitierrichtlinien sind ein weites Feld. Dein Nick läßt vermuten, daß Du im Bereich Geologie tätig bist.
Bei den NaWis is es häufig so, daß solche Zitate wie folgt zitiert werden.

Herr Otto Normalverbraucher in Zentralblatt der Maikäferforschung etc.
aus [Bezeichnung der Monographie]

Letztendlich ist aber verbindlich, was Dein Prof haben will.
Schau Dir also besser alte Hausarbeiten an und mach es so, wie es dort gemacht wurde.

Gandalf

Erstmal vielen Dank für die schnelle Antwort.

Also ich bin kein NaWi auch wenn der Name so scheinen mag:smile:
Ich bin ein Historiker:wink: Auch wenn mein zweites Fach zwar Geographie ist hat es nichts mit mein Nick zutun und diese Hausarbeit schreibe ich in Geschichte:wink:

Ich warte mal noch auf weitere Antworten und werde dann mich für eins entscheiden, was der Prof. jetzt will kein ich nicht prognostizieren, da jeder Prof es anders haben will und es kein Prototyp gibt:wink:

Vielen Dank

Hallo kaldera,

ich schreibe gerade an einer Hausarbeit und wollte aus einer
Monographie ein zitat nehmen, welches der Autor selbst von
einer Zeitschrift zitiert hat.
Soll ich dann in der Fußnote, die Zeitschrift zitieren
woher er/ich es habe oder die Monographie oder beides?

Auf jeden Fall musst Du kenntlich machen, daß es ein Zitat „aus zweiter Hand“ ist. Normalerweise geschieht das, in dem Du schreibst:
„Der Mond besteht aus Quark.“(1)

(1)Peter Müller: Mondforschung gestern und morgen. In: Zeitschrift für den fleißigen Studenten. München, Jg. … Zitiert nach Marvin Abschreiber: …

Der Grund ist klar: Zitieren sollte man nur das, was man auch selbst gelesen und überprüft hat. Zitierst Du nur Peter Müller und Marvin Abschreiber hat das Zitat verfälscht, verkürzt… fällt es auf dich zurück.

PS. Kleine Zwischenfrage, weil öfters solche Formalfragen kommen: Wird sowas heutzutage im Studium nicht mehr gelehrt?

Viele Grüße
Marvin

Hallo Marvin,

Wird sowas heutzutage im Studium nicht mehr gelehrt?

das wäre nichts neues, vor gut zwanzig Jahren war das auch nicht unbedingt Standardstoff, mußte also im Bedarffall selber herausgekriegt werden. Auch weil jeder Prof, jeder Lehrstuhl da sein eigenes Süppchen kochte.

Gandalf

HAllo

Also ich bin kein NaWi auch wenn der Name so scheinen mag:smile:
Ich bin ein Historiker:wink: Auch wenn mein zweites Fach zwar
Geographie ist hat es nichts mit mein Nick zutun und diese
Hausarbeit schreibe ich in Geschichte:wink:

Au, 1. Grundsatz in der Geschichte, schau dir Quellen immer selber an, also besorg dir die Zeitschrift und guck nach, was da geschrieben steht, deine UB ist dir dabei sicher behilflich, selbst wenns per Fernleihe gehen muss, evtl ist die sogar schon online verfügbar (auch wenn von 18hundertirgendwas).
Dann musst du dir um die Monographie auch keine Sorgen mehr machen, es sei denn du willst dessen Umgang mit der Geschchte aus der Zeitschrift darstellen.
Gruß Susanne

Dafür wird die Zeit nicht mehr reichen:smile: Die muss bis übermorgen fertig sein:smile: Ich werde mir das fürs nächstemal merken:wink::wink::smile:
Also ich weiss aber immer noch nicht ob ich so tun soll, als ob die Zeitschrift gelesen hätte. Falsch zitiert hat der Autor bestimmt nicht. Ich habe sowieso nicht das ganze Zitat genommen. Sondern durch Klammern ein Teil,was ich brauchte genommen…

Viele Grüße

Kaldera

Hallo kaldera,

Also ich weiss aber immer noch nicht ob ich so tun soll, als
ob die Zeitschrift gelesen hätte. Falsch zitiert hat der Autor
bestimmt nicht.

Ach??? Was macht Dich sicher??
Ich bin Bibliothekarin. Wir sind den ganzen Tag damit beschäftigt, falsche Zitate zu verifizieren.

Ich habe sowieso nicht das ganze Zitat
genommen. Sondern durch Klammern ein Teil,was ich brauchte
genommen…

da kräuseln sich mir die Zehennägel.
Aus dem Zusammenhang gerissene Zitate führen im Zweifelsfall zu Sinnentstellungen.
Du zitierst, was Du brauchst aus einem Buch, das seinerseits auf ein Original verweist, das Du nicht gelesen hast.
Der Nächste zitiert vielleicht Dich, liest auch nicht nach und hält Deine Interpretation für die einzig mögliche.

Weil viele Autoren so vorgehen, hält die Allgemeinheit den seligen Freiherrn Knigge heute für einen Benimmpapst. Dabei heißt sein vielzitiertes und nie gelesenes Buch „Vom Umgang mit Menschen“.

Denk mal drüber nach.

Viele Grüße
Geli

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Hallo kaldera,

Ach??? Was macht Dich sicher??
Ich bin Bibliothekarin. Wir sind den ganzen Tag damit
beschäftigt, falsche Zitate zu verifizieren.

-echt???
Was passiert denn nach der Verifizierung? Wenn sich herausgestellt hat das es falsch zitiert wurde? Das ist mir jetzt echt neu:smile:

Aus dem Zusammenhang gerissene Zitate führen im Zweifelsfall
zu Sinnentstellungen.

Es wird zu dem Sinn kommen, der für mich wichtig ist.Darauf kommt es doch an. Dem Dozenten interessiert es doch nicht, was er meinte sonder was ich meinen will!

Du zitierst, was Du brauchst aus einem Buch, das seinerseits
auf ein Original verweist, das Du nicht gelesen hast.

Der Nächste zitiert vielleicht Dich, liest auch nicht nach und
hält Deine Interpretation für die einzig mögliche.

-Das geht ja nicht, da es nur eine Hausarbeit und sie nach der Kontrolle im Archiv gelagert wird oder bei mir im Archiv:smile:Ich schreibe kein Buch:smile:

Der Abgabetermin wurde vom 18.07. auf den 31.07. bin aber noch dabei:smile: Vielleicht lohnt es sich doch noch den Artikel zu suchen:wink:

Viele Grüße

Kaldera

HAllo

Der Abgabetermin wurde vom 18.07. auf den 31.07. bin aber noch
dabei:smile: Vielleicht lohnt es sich doch noch den Artikel zu
suchen:wink:

Wenns drängt bekomm an den meist innerhalb von 24 Stunden, nur wenns über Fernleihe (das muss dan schon eine besondere Fachzeitschrift sein, evtl gibts die aber auch in einem anderen Institut an derselben Uni?) gehen muss, dann dauerts etwas länger, aber da hilft es sonst zu einer anderen Bib zu fahren, man muss die Zeitschrift ja nicht ausleihen sondern kann auch dort lesen.
Frag mal in der Unibib nach, die werden dir schon helfen (ja ich weiß mancherorten sind die echt genervt, wenn da manchmal aber auch so dämliche Fragen kommen wie "HAben sie die „örtliche Tageszeitung“*Name einsetzen* von 1968? Klar haben die…)

Was lernt man heute eigentlich im Proseminar?

Gruß Susanne

Hallo kaldera,

Ich bin Bibliothekarin. Wir sind den ganzen Tag damit
beschäftigt, falsche Zitate zu verifizieren.

-echt???
Was passiert denn nach der Verifizierung? Wenn sich
herausgestellt hat das es falsch zitiert wurde? Das ist mir
jetzt echt neu:smile:

ich gebe Dir mal ein Beispiel.
Du mir kommt ein Wissenschaftler, Student oder interessierter Laie, der einen Aufsatz gelesen hat und im Anhang (in den Quellen) einen weiteren Aufsatz gefunden hat.
Du weißt ja wie so etwas das aussieht:

Autor, Vorname, Titel des Aufsatzes. in: Titel der Zeitschrift, Jahrgang, Bandzählung, Seite XX…

der Interessierte bestellt diesen Aufsatz per Fernleihe

nur stellt sich noch vor der Lieferung heraus:
das ist es nicht.
Da hat irgendjemand falsch zitiert.
im angegebenen Jahrgang, auf der gesuchten Seite steht ein völlig anderer Autor mit einem anderen Thema, oder die Seite liegt sogar mitten in einem Aufsatz, der nicht gesucht wurde

Damit kommen wir Bibliothekare ins Spiel.
Wir suchen nun den Autor und den richtigen Aufsatz in diversen Datenbanken oder auch ganz einfach via Google

… und nicht sehr häufig, aber doch manchmal kommt dann der Fachmann, holt den gesuchten Aufsatz ab, liest hinein, stutzt und klagt:
da hat wieder mal Autor X nur die Hälfte des eigentlichen Inhalts verwendet und die Tatsachen A, B und C die Autor Y erwähnt, komplett unterschlagen.

DAS meinte ich mit verifizieren

Aus dem Zusammenhang gerissene Zitate führen im Zweifelsfall
zu Sinnentstellungen.

Es wird zu dem Sinn kommen, der für mich wichtig ist.Darauf
kommt es doch an. Dem Dozenten interessiert es doch nicht, was
er meinte sonder was ich meinen will!

Meinungen sind in wissenschaftlichen Arbeiten eher unüblich.
Du kannst Tatsachen darstellen und daraus Schlüsse ziehen
oder eine Theorie aufstellen und diese dann beweisen

Hausarbeiten dienen Dozenten dazu festzustellen, ob Du ihre „Meinung“ soweit verstanden hast, dass Du sie korrekt und vollständig wiedergeben kannst.

Eigene Meinungen im Sinn einer wissenschaftlichen Arbeit vertrittst Du frühestens, wenn Du eine Magisterarbeit erarbeitest. Da musst Du nämlich selbstständig forschen und Dein Ergebnis präsentieren und mit Belegen (Quellen) quasi verteidigen/beweisen.

Diesen Vorgang übst Du im Verlauf eines Studiums mit diversen Hausarbeiten.

Du zitierst, was Du brauchst aus einem Buch, das seinerseits
auf ein Original verweist, das Du nicht gelesen hast.

Der Nächste zitiert vielleicht Dich, liest auch nicht nach und
hält Deine Interpretation für die einzig mögliche.

-Das geht ja nicht, da es nur eine Hausarbeit und sie nach der
Kontrolle im Archiv gelagert wird oder bei mir im Archiv:smile:Ich
schreibe kein Buch:smile:

es soll vorkommen, dass Hausarbeiten auf dem einen oder anderen Weg an die Öffentlichkeit gelangen.
Zudem gibt es darauf für Dich Punkte, wenn ich mich nicht irre?

Der Abgabetermin wurde vom 18.07. auf den 31.07. bin aber noch
dabei:smile: Vielleicht lohnt es sich doch noch den Artikel zu
suchen:wink:

wenn ich hier an meinem Arbeitsplatz eine Aufsatzbestellung bekomme, ist diese in der Regel innerhalb vom maximal 2 Stunden bearbeitet und als Kopie zurück zum Besteller unterwegs.

viele grüße
Geli

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Hallo kaldera,

Aus dem Zusammenhang gerissene Zitate führen im Zweifelsfall
zu Sinnentstellungen.

Es wird zu dem Sinn kommen, der für mich wichtig ist.Darauf
kommt es doch an. Dem Dozenten interessiert es doch nicht, was
er meinte sonder was ich meinen will!

STOP!
Das ist völlig daneben und wenn mir ein Studi so kommen würde, kriegte er eine Note, mit der er nicht zufrieden wäre.
Zitieren heißt, daß man eine Aussage so objektiv wie möglich übernimmt.
Wenn ich anfange zu interpretieren oder gar Teile des Zitats, die mir nicht so gefallen, weil sie meine beabsichtigte Intention nicht unterstützen, herauszulassen, dann geht das langsam aber sicher in Richtung Fälschung.

Beispiel:
Einer sagt:
In der Bibel steht das es keinen Gott gibt! und gibt eine Stelle an in der steht:
Es gibt keinen Gott.

Du schaust nach und findest:
Es gibt keinen Gott sagt der Narr in seinem Herzen

Ist das erste Zitat ein richtiges?!

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