Zitat Sonderfälle und Angabe englischer Literatur im Literaturverzeichnis

Hallo zusammen,

ich schreibe momentan meine Bachelorarbeit und habe hier ein paar kleine Probleme zum beheben.
Habe hier schon drei Bücher zu wissenschaftlichen Arbeiten liegen, aber irgendwie wird mir das dort nicht so recht klar bzw. nicht behandelt.

  1. Ich nutze einige Englische Bücher und auch englische Zeitschriftenartikel. Ich frage mich nun momentan, wie ich diese im Literaturverzeichnis angeben muss bezüglich der Groß- und Kleinschreibung. Soll ich alles außer den ersten Buchstaben kleinschreiben? Oder die Titel genauso übernehmen? Es ist ein wildes Chaos bei den Artikeln, bei manchen ist alles klein, bei anderen ne reine Mischung… Bin da echt ratlos.
    Ebenso ist mir noch unklar, wie ich bei englischen / amerikanischen Aufsätzen den Jahrgang der Zeitschrift angeben muss. Dort wird es immer „Volume“ genannt, wobei bei einigen auch mehrere „Volume“ pro Jahr existieren so dass ich hier ja eigentlich nicht auf Jg. schließen kann oder sehe ich das falsch?

Ebenso mache ich es bei deutschen Artkeln so, dass ich den Untertitel vom Titel per Punkt trenne. Bei englischen Artikeln ist mir aber oft unklar, was da überhaupt der Untertitel ist. Ist es hier zu empfehlen die einfach 1zu1 zu übernehmen, d.h. evtl. mit Doppelpunkt?

  1. Ein paar Zitat Sonderfälle.
    Ich übernehme ein direktes Zitat, dort ist ein Begriff fettgedruckt. Da ich dieses nicht übernehmen möchte schreibe ich hinten den im Orginal fett gedruckten Wort [Herv. im Original]. Ist dies so in Ordnung?

  2. Ein Originalsatz lautet beispielsweise:
    Diese Methode ist schön und ganz toll und daher ist diese Methode auch die Reinform.

Ich möchte schreiben:
Diese Methode wird auch als Reinform angesehen.
Ich bin mir nun unklar, wie ich hier „zitieren“ muss. Muss ich das Wort „Reinform“ in Anführungszeichen nehmen und als direktes Zitat kenntlich machen oder einfach am Ende des Satzes (Vgl…)?.

Oder:
Original: Im Ergebnis entsprechen die bereinigten Kosten den Ziel-Herstellkosten.
Ich will schreiben: Das Ergebnis wird auch als Ziel-Herstellkosten bezeichnet.
Auch hier wieder: muss ich das in Anführungszeichen packen und als Direktzitat verpacken?

  1. Gleicher Fall wie bei 3, nur heißt es jetzt:
    Diese Methode ist schön und ganz toll und daher ist diese Methode auch die „Reinform“.

Nun steht das Wort schon selbst bei meiner Quelle in Anführungszeichen (es handelt sich dabei um kein Zitat).

Puuh, das sind alles so Kleinigkeiten welche mir momentan Kopfzerbrechen verschaffen…

Würde mich freuen wenn hier jemand ist der mir weiterhelfen kann :wink: Danke!

Hugo!

Hi,
sorry wenn ich mich etwas kurz fasse, hab nicht vielo zeit:
1 Soll ich alles außer den ersten

Buchstaben kleinschreiben? Oder die Titel genauso übernehmen?

= immer alles genauso übernehmen wie es in den Originaltiteln geschrieben ist!

Ebenso ist mir noch unklar, wie ich bei englischen /
amerikanischen Aufsätzen den Jahrgang der Zeitschrift angeben
muss. Dort wird es immer „Volume“ genannt, wobei bei einigen
auch mehrere „Volume“ pro Jahr existieren so dass ich hier ja
eigentlich nicht auf Jg. schließen kann oder sehe ich das
falsch?

Antwort: verstehe das Problem nicht ganz, da ich dass Buch nicht selbst sehen kann normal bezieht sich Volume X auf eine bestimmte Ausgabe bzw. du solltest das Erscheinungsjahr mitangeben, da es überarbeitete Neufassung dergleichen Volume geben kann. Ansonsten den betreuenden Professor fragen.

Ebenso mache ich es bei deutschen Artkeln so, dass ich den
Untertitel vom Titel per Punkt trenne. Bei englischen Artikeln
ist mir aber oft unklar, was da überhaupt der Untertitel ist.
Ist es hier zu empfehlen die einfach 1zu1 zu übernehmen, d.h.
evtl. mit Doppelpunkt?

Antwort = ja alles 1zu1 übernehmen oder :Im Deutschen trenne ich Untertitel beispielsweise mit Bindestrich

  1. Ein paar Zitat Sonderfälle.
    Ich übernehme ein direktes Zitat, dort ist ein Begriff
    fettgedruckt. Da ich dieses nicht übernehmen möchte schreibe
    ich hinten den im Orginal fett gedruckten Wort [Herv. im
    Original]. Ist dies so in Ordnung?

Antwort:
Das fettgedruckte muss übernommen werden! Du kannst deine Anmerkung in Klammern so lassen um darauf hinzuweisen dass betonung im Originalzitat so erfolgt ist oder annerkung in Klammern weglassen und danach erklären dass du den fettgedruckten aspekt nicht für so wichtig hälst wie der Autor weil…

  1. Ein Originalsatz lautet beispielsweise:
    Diese Methode ist schön und ganz toll und daher ist diese
    Methode auch die Reinform.

Hier würde ich die wissenschaftlichkeit deiner Quelle in Frage stellen! Die Formulierung lässt mich da sehr zweifeln.

Ich bin mir nun unklar, wie ich hier „zitieren“ muss. Muss ich
das Wort „Reinform“ in Anführungszeichen nehmen und als
direktes Zitat kenntlich machen oder einfach am Ende des
Satzes (Vgl…)?.

Antwort: Vgl reicht!

Oder:
Original: Im Ergebnis entsprechen die bereinigten Kosten den
Ziel-Herstellkosten.
Ich will schreiben: Das Ergebnis wird auch als
Ziel-Herstellkosten bezeichnet.
Auch hier wieder: muss ich das in Anführungszeichen packen und
als Direktzitat verpacken?

Antwort:Wenn du nicht den genauen Wortlaut übernimmst, musst du Vgl. angeben (sinngemäßes Zitat!)
Gruß Margret

HEy Margret,

vielen Dank für deine Hilfe - hat mir viel gebracht!

Eine Sache ist bei mir noch offen.
Ich habe in einer Fußnote folgendes geschrieben:

Vgl. ausführlich zur Conjoint-Analyse u.a. Homburg/Krohmer (2009), S. 396-408.

Ich möchte damit halt sagen, dass Homburg/Krohmer nicht die einzigen sind, die darüber schreiben, sondern dass man es halt nur u.a. dort findet.

Macht man dies dann so oder schreibt man eher
Vgl. ausführlich zur Conjoint-Analyse bspw. Homburg/Krohmer (2009), S. 396-408.
oder
Vgl. ausführlich zur Conjoint-Analyse z. B. Homburg/Krohmer (2009), S. 396-408.

Vielleicht hast du hierzu noch einen Tipp - danke!

Grüße,
Manuel

Hi Manuel,
ich denke in dem Fall gibt es mehrere Möglichkeiten. Die beste ist immer sich an der Methode des Profs bei dem man schreibt anzulehnen. Also such dir ein Buch von dem Prof (egal zu welchem Thema) und sieh da mal nach wie er o. sie das handhabt. Ich persönlich würde schreiben:
Eine ausführlichere Darstellung der Conjoint-Analyse findet sich unter anderem bei Homburg/Krohmer(2009,396-408) ohne Vgl. und ohne S. vor den Seitenzahlen (zwischen Autor und Jahreszahl kein Komma). Das unter anderem kann man auch abkürzen aber so überliest man es nicht so leicht…
Gruß Margret