Zitat zum Nationalsozialismus

Hallo,
Hoffe, meine Frage ist nicht allzu unpassend in diesem Forum…
ich suche für eine Hausarbeit ein (wenn möglich zeitgenössisches) Zitat, mit dem ich zum Thema Nationalsozialismus/ Zeit des Nationalsozialismus hin/das Ganze einführen kann. Hat jemand einen Tip für einen passenden ‚Aufhänger‘ (so makaber das auch klingt…)
Danke im voraus und lieber Gruß,
Anne

Hallo,

Hallo Anne,

Hoffe, meine Frage ist nicht allzu unpassend in diesem
Forum…
ich suche für eine Hausarbeit ein (wenn möglich
zeitgenössisches) Zitat, mit dem ich zum Thema
Nationalsozialismus/ Zeit des Nationalsozialismus hin/das
Ganze einführen kann. Hat jemand einen Tip für einen passenden
‚Aufhänger‘ (so makaber das auch klingt…)

Mich hat der Teufelsdreck, der sich Nationalsozialismus nennt, den Haß gelehrt. Zum ersten Mal in meinem Leben den wirklichen, tiefen, unauslöschlichen, tödlichen Haß.
Thomas Mann - Erklärung vom 8. November 1945 in BBC London

Geht zu den Bädern. Zieht eure weißen Kleider an. Eßt das Totenmahl. Legt euch in eure Särge und macht euch bereit zu sterben. Am 7. November wird der Himmel blau sein - blau von den Detonationen deutscher Bomben.
Flugblatt der Deutschen Wehrmacht, abgeworfen über Leningrad 1941

Wem nützt dieser Krieg?
Wem zu nützen gibt er vor?
Zu was fordert er auf?
Welche Praxis entspricht ihm?
Was für Kriege hat er zur Folge?
Was für Kriege stützen ihn?
In welcher Lage wird er geführt?
Von wem?
Warum?
Bertolt Brecht (1898 - 1965)

LG Ewa

Danke im voraus und lieber Gruß,
Anne

Hallo Anne

Wie wäre es, wenn du dem Ganzen Paul Celans „Todesfuge“ komplett voranstelltest ?

Gruß
Markus

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Vielen Dank euch beiden :smile:

Falls jemand noch ein Zitat kennt, das in irgendeiner Weise auf
Jugend, Kindheit, HJ oä. Bezug nimmt, kennt, so wäre ich höchsterfreut wenn man es mir mitteilen würde…

Liebe Grüße,
Anne

Hi anne,

wie wäre es hiermit?

bitten der kinder
von bertolt brecht

die häuser sollen nicht brennen
bomber soll man nicht kennen
die nacht soll für den schlaf sein
leben soll kein straf sein
die mütter sollen nicht weinen-

keiner soll töten einen
alle sollen was bauen
da kann man allen trauen
die jungen sollens erreichen
die alten desgleichen.

Gruß Norbert

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Hallo Anne

Wie wäre es damit:

„… Diese Jugend, die lernt ja nichts anderes als deutsch denken, deutsch handeln. Und wenn nun dieser Knabe und dieses Mädchen mit ihren zehn Jahren in unsere Organisationen hineinkommen und dort nun so oft zum erstenmal überhaupt eine frische Luft bekommen und fühlen, dann kommen sie vier Jahre später vom Jungvolk in die Hitlerjugend, und dort behalten wir sie wieder vier Jahre, und dann geben wir sie erst recht nicht zurück in die Hände unserer alten Klassen- und Standeserzeuger, sondern dann nehmen wir sie sofort in die Partei oder in die Arbeitsfront, in die SA oder in die SS, in das NSKK und so weiter. Und wenn sie dort zwei Jahre oder anderthalb Jahre sind und noch nicht ganz Nationalsozialisten geworden sein sollten, dann kommen sie in den Arbeitsdienst und werden dort wieder sechs und sieben Monate geschliffen, alle mit einem Symbol, dem deutschen Spaten. Und was dann nach sechs oder sieben Monaten noch an Klassenbewußtsein oder Standesdünkel da oder da noch vorhanden sein sollte, das übernimmt dann die Wehrmacht zur weiteren Behandlung auf zwei Jahre. Und wenn sie dann nach zwei oder drei oder vier Jahren zurückkehren, dann nehmen wir sie, damit sie auf keinen Fall rückfällig werden, sofort wieder in SA, SS und so weiter. Und sie werden nicht mehr frei, ihr ganzes Leben. …“

Adolf Hitler, zit. n.Krink, Alfred, „Die NS-Diktatur“, Diesterweg, München 1970, S. 76, Auszug aus Hitlers Rede in Reichenberg am 02.12.1938

Gruß
Markus

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Hallo Anne,

schon ein wenig her Deine Anfrage und viele haben Dir gute Vorschläge gemacht.

Ich habe vor einigen Jahren Ödön von Horvath’s Roman „Jugend ohne Gott“ gelesen.

Dieser Titel sagt sehr prägnant aus, wie diese Zeit mindestens eine Generation geprägt hat.

Keine Ahnung, ob ich Dir doch noch helfen konnte…

Lothar