Hallo Ihr,
ich muss am Montag meine Abschlussarbeit abgeben und im Endspurt ist
mir ein Textformatierungsproblem aufgefallen, das ich in keinem
meiner ‚Wie schreibe ich eine wissenschaftliche Arbeit‘-Heftchen
klären konnte:
Wenn ich aus einem Werk zitiere, einzelne Worte oder Buchstaben
ändere, hinzufüge oder weglasse, muss ich das ja deutlich machen. Wie
aber ist es mit geänderter Groß- und Kleinschreibung?
Beispiel:
Herr X: „Die Erde ist rund“
=> Herr X ist der Ansicht, „die Erde“ sei rund.
Muss hier deutlich gemacht werden, dass das ‚d‘ jetzt klein statt
groß ist? Oder verwirrt es nur, wenn ich schreibe:
Herr X ist der Ansicht, „[d]ie Erde“ sei rund.
Gilt natürlich auch im umgekehrten Fall, wenn ich etwas an den
Satzanfang stellen möchte.
Ich würde mich sehr über Eure Meinungen freuen,
Sabine.
Muss hier deutlich gemacht werden, dass das ‚d‘ jetzt klein
statt
groß ist? Oder verwirrt es nur, wenn ich schreibe:
Herr X ist der Ansicht, „[d]ie Erde“ sei rund.
Es gibt Fragen, von denen man nicht mal vermutet, dass sie jemand stellen könnte:smile:)))))
Es gibt die direkte und die indirekte Rede. Du hast gerade eine dritte erfunden. Bitte keine Klammern - und Gänsefüße machen hier auch keinen Sinn.
Hallo, Sabine, hallo, chatairliner!
Du musst bei einem Zitat gegenüber dem Original jede Veränderung kennzeichnen. Bei Deinem Beispiel also richtig:
Er meint, „[d]ie Erde“ sei rund.
Oder auch:
Er meint, „[d]ie Erde [sei] rund“.
Ich habe das Beispiel als inhaltlich beliebig verstanden. Denn ansonsten lohnt bei einem derart banalen Zitat der direkte Verweis zufolge ohnehin kaum.
Besser wäre also ein indirektes Zitat:
NN zufolge ist/ sei die Erde rund (vgl. NN, 45)
Hier geht es nur um den sinngemäßen Umriss einer Stelle, auf die dann in Klammern durch „vgl.“ verwiesen wird.
Chatairliners Problem hat mit der von Dir gemeinten Zitiertechnik nichts zu tun. Das liegt möglicherweise an dem von Dir etwas sehr simpel gewählten Beispiel.
Besten Gruß, Wolfgang
Dank dir, Wolfgang, für deinen Rat. Natürlich war das nur ein, vielleicht nicht ganz adäquates, Beispiel, um in Kürze meine Frage zu erklären.
Ich werde sehen, ob ich’s in der Arbeit einfach so handhabe, oder ob die richtige, aber manchmal etwas unschöne Lösung umgehe, indem ich das Zitat einfach ein Wort später beginne
. Vielen Dank nochmal, Sabine