Es geht um die Angabe im Literaturverzeichnis: ich habe ein abgedrucktes Interview in einer Fachzeitschrift - unter wessen Namen (Interviewer oder Interviewter) nehme ich diesen Beitrag auf? Und was mache ich, wenn ich mal den einen, mal den anderen zitiere?
Googlerecherche bringt beide Varianten, jedesmal in voller Überzeugung, daß nur jeweils eine Lösung die richtige ist.
wirklich wichtig ist nur, dass die Stelle eindeutig indentifizierbar ist. Wenn das Interview niemanden als Autor genannt hat (etwa im Titel: „A interviewt B“ oder am Schluss), dann ist es sinnvoll, den Artikel unter „Anonym“ einzuordnen, also etwa:
„blablabla … blablabla“
Äußerung von A gegenüber B in: „Neue musikalische Wochenschrift“ vom 29. Februar 1902, S. soundso.
Damit ist das Zitat jederzeit auffindbar.
Im Literaturverzeichnis würde ich dann schreiben:
Anonym, Interview zwischen A und B, in: Neue mus. … usw., nur ohne Seitenangabe, denn die steht ja in der Fußnote.
wirklich wichtig ist nur, dass die Stelle eindeutig
indentifizierbar ist. Wenn das Interview niemanden als Autor
genannt hat (etwa im Titel: „A interviewt B“ oder am Schluss),
damit sind die Autoren genannt: BEIDE!! Für Interviews, Briefwechsel, Ähnliches gilt: Frager und Antworter sind zu etwa gleichen Teilen an der Entstehung des Texts beteiligt, damit gelten sie auch als Urheber (Autoren).
dann ist es sinnvoll, den Artikel unter „Anonym“ einzuordnen,
eben nicht, siehe oben.
also etwa:
„blablabla … blablabla“
Äußerung von A gegenüber B in: „Neue musikalische
Wochenschrift“ vom 29. Februar 1902, S. soundso.
Damit ist das Zitat jederzeit auffindbar.
Im Literaturverzeichnis würde ich dann schreiben:
Anonym, Interview zwischen A und B, in: Neue mus. … usw.,
nur ohne Seitenangabe, denn die steht ja in der Fußnote.
korrekt wäre - Deinem Beispiel getreulich folgend:
„blablabla … blablabla“. B (Interviewer= Autor Nr.1) spricht mit A (der Interviewte = Autor Nr. 2). In: Neue musikalische Wochenschrift, Jahrgang (Zählung des Bandes), Nummer (Heft), Seite von - bis.
falls Du mehrere Interviews in der Arbeit zitierst, würde ich besonderes Augenmerk auf EINHEITLICHKEIT legen; meiner Erfahrung nach fallen Inkonsequenzen eher negativ auf als allzu komplizierte und überstrukturierte Zitationsweisen. Wiederauffindbarkeit ist Trumpf, und Hauptsache ist, Du vermittelst auch in der Zitation souveräne Quellenhandhabung.