werde in 3 Monaten meinen Zivildienst antreten, muss mich aber noch zw. zwei Stellen entscheiden…bin mir derzeit noch unschlüssig darüber, welche Stelle ich annehmen sollte. Zur Auswahl steht auf der einen Seite die Tätigkeit in einem Möbellager eines Sozialamtes, wo sich quasi alles um die Lagerhaltung u. das Aufahren v. Möbelstücken dreht. Auf der anderen Seite dürfte ich meinen Zivildienst im Krankenhaus im OP-Bereich ableisten. Tätigkeiten hier: Einschleusen d. Patienten, Vor- u. Nachbereitung d. OP-Tische…bin mir nicht ganz sicher, ob ich dafür gemacht bin, ständig Blut zu sehen etc…jedoch fände ich dies ziemlich interessant.
Hat jemand v. euch mir einen Tipp wofür ich mich entscheiden sollte, und warum? Vielleicht hat jemand Erfahrungen in einem der beiden Bereiche gemacht u. kann mir diese empfehlen bzw. davon abraten.
zuallerst: Was hast Du denn nach dem Zivildienst vor?
Zum anderen:
Tätigkeiten hier: Einschleusen d.
Patienten, Vor- u. Nachbereitung d. OP-Tische…bin mir nicht
ganz sicher, ob ich dafür gemacht bin, ständig Blut zu sehen
etc…jedoch fände ich dies ziemlich interessant.
Bei denen von Dir genannten Aufgaben würdest Du Du eigentlich so gut wie kein Blut sehen Außer den Hinterlassenschaften Post-OP. Aber diese Aufgabe übernehmen im Allgemeinen die Reinigungsfachkräfte!
Du würdest evtl. die Patienten von den Stationen bringen u. wieder zurückbeordern, EKG-schreiben, Blutdruckmessen, Medi’s verabreichen, trösten, etc. Und wie schon oben erwähnt, die Reinigungsarbeiten macht ja nun auch anderes Personal.
Hmmmm. Aber da ich selbst im OP bzw. Aufwachraum arbeite und dies mir sehr viel gibt, würde ich Dir dazu raten. Möbelpacken kannst Du im Privatbereich immer noch…!
UND: Vielleicht findest Du ja noch gefallen daran und fängst eine Ausbildung zum Gesundheits- u. Krankenpfleger an, machst dann einen Zusatz zum Anaesthesie- oder OP-Pfleger u. voila’ = da hätten wir schon wieder einen adretten, engagierten, liebevollen, qualifizierten Pfleger, den die Krankenhäuser dringend brauchen!
vielen Dank für deine Ausührungen, die beruhigen mich auf jeden Fall einmal
Also bin derzeit in der Kommunalverwaltung tätig u. kann mir zum jetztigen Zeitpunkt nicht vorstellen beruflich mit der Medizin zu tun haben…wie beschrieben würds mich trotzdem sehr interessieren. Also da du ja beruflich im OP-Bereich tätig bist, weißt du ja von was du schreibst, find ich echt klasse
Was mir eben ein paar Sorgen bereitet(e) sind einige Erfahrungsberichte im I-net von Zivis in diesem Bereich…da sollen eben hin u. wieder so Dinge vorkommen wie „en amputiertes Bein“ entgegennehmen, die benutzten Geräte mit samt Fäkalien etc. in die Zentral-Sterilisation bringen etc. - wenn man sich wohl dran gewöhnt nix schlimmes, aber das würde mich erhlich gesagt schon ein wenig schockieren…
Würde allerding nur im OP arbeiten, d.h. die Patienten von der Pflegegruppe zum OP transportieren, dafür wäre ich nicht zuständig. Meine Tätigkeit würde bei der Einschleusung beginnen. Hätte null Problem damit, Patienten v. Krankenbett auf den OP-Tisch zu hiefen u. ihnen gut zureden, trösten etc. das wär auf jeden Fall was f. mich…nur eben die oben beschriebenen Geschichten incl. OP-Nachbereitung, was gehört denn da explizit dazu…OP-Reste entsorgen…???
das kommt natürlich auch darauf an in welchem KH Du bist!
-Wieviele Betten?
-Wieviele OP-Sääle?
Also: Wie groß ist die Klinik?
In einem eher kleinen KH mit wenig Akut-OPs sondern mehr geplanten gibt es auch weniger solcher „unangenehmeren Sachen“.
Aber sorg Dich nicht: Da bist Du ganz schnell „drin“. Du bist ja nicht im NAW auf einer frischen Unfallstelle. Im OP sieht das ganze viel entspannter aus.
nur eben die oben beschriebenen Geschichten incl. OP-Nachbereitung, was gehört denn da explizit dazu…OP-Reste entsorgen…???
Das wiederum ist wohl auch von KH zu KH zu verschieden. Wiederum in welchem OP.
Da ich selbst mom. nur im amb. OP zugange bin, kann ich Dir da nicht viel sagen.
Es kommst auch noch immer mit drauf an welches OP-Team Du kommst. Die meisten sind ganz O.K. aber von manchen Lernschwestern die bei uns vorbeischauen (wöchentlich) höre ich auch tatsächlich noch von achso schrecklichen Oberschwestern ;-(
Hoffe Du bekommst noch anderen Antworten…
Aber ich würde es begrüßen und Dir Mut zusprechen.
P.S. Mein Mann war vor über 25 Jahren Zivi in einem Altersheim… und ich bzw. ER könnte Dir sagen…, aber ER hat es sehr gut gepackt, obwohl er es sich vorher gar nicht vorstellen konnte… Du weißt schon was.
wenn du nicht vorhast, in deiner Zukunft im medinzinischen Sektor zu arbeiten, wäre der Zivildienst im OP-Bereich eine tolle (und einmalige?) Gelegenheit, deinen Horizont zu erweitern.
Das kommt bei einigen zukünftigen Arbeitgebern auch nicht schlecht an, da es eine gewisse Belastbarkeit erfordert, einfühlsam mit kranken Menschen umzugehen.
Allerdings bist du für eine objektive Meinung, ob du das nun tun solltest oder nicht, wohl im falschen Brett gelandet: Wir sind alle etwas vorbelastet ; )
Mit abgeschnittenen Beinen wird dich wohl niemand durchs Krankenhaus laufen lassen.
erstmal herzlichen Dank für eure hilfreichen Antworten. Ich habe eine Entscheidung getroffen!!!
Ich denke das Aufbauen bzw. Umherfahren v. Möbeln wäre womöglich ein einigermaßen angenehmer Job gewesen. Nicht allzu stressig u. keine relativ bequeme Arbeitszeiten. Persönlich bringt mich dieser allerdings nicht sehr weit, weshalb ich mich letztlich für die Tätigkeit im OP-Bereich entschieden habe. Eure Argumente haben mich dabei natürlich bestärkt und positv beeinflusst, sodass ich in Zwischenzeit m. gutem Gewissen behaupten kann: Ich probiers einfach mal u. werde engagiert an die Sache rangehen Obwohl ich meine berufliche Zukunft nicht im medizinischen Sektor sehe, bin ich aus irgendwelchen Gründen neugierig u. daran interessiert zu erfahren, wie das im OP so alles abläuft…vllt. gefällts mir ja wirklich u. kann mich an die Dinge, die mich vor einiger Zeit noch an der Tätigkeit hinderten, gewöhnen u. evtl. (noch ein wenig vorhandene) Hemmnisse ablegen. Falls nicht konnte ich immerhin lehrreiche u. prägende Erfahrungen sammeln. Menschlich, so denke ich, wirds mich auf alle Fälle weiterbringen…
Deswegen: Nochmals besten Dank für eure Tipps! 8)
erstmal herzlichen Dank für eure hilfreichen Antworten. Ich habe eine Entscheidung getroffen!!!
Ich denke das Aufbauen bzw. Umherfahren v. Möbeln wäre womöglich ein einigermaßen angenehmer Job gewesen. Nicht allzu stressig u. relativ bequeme Arbeitszeiten. Persönlich bringt mich dieser allerdings nicht sehr weit, weshalb ich mich letztlich für die Tätigkeit im OP-Bereich entschieden habe. Eure Argumente haben mich dabei natürlich bestärkt und positv beeinflusst, sodass ich in Zwischenzeit m. gutem Gewissen behaupten kann: Ich probiers einfach mal u. werde engagiert an die Sache rangehen Obwohl ich meine berufliche Zukunft nicht im medizinischen Sektor sehe, bin ich aus irgendwelchen Gründen neugierig u. daran interessiert zu erfahren, wie das im OP so alles abläuft…vllt. gefällts mir ja wirklich u. kann mich an die Dinge, die mich vor einiger Zeit noch an der Tätigkeit hinderten, gewöhnen u. evtl. (noch ein wenig vorhandene) Hemmnisse ablegen. Falls nicht konnte ich immerhin lehrreiche u. prägende Erfahrungen sammeln. Menschlich, so denke ich, wirds mich auf alle Fälle weiterbringen…
Deswegen: Nochmals besten Dank für eure Tipps! 8)