Hallo,
…dann gibt’s halt mehr Stellen für die fleissigen aus
Osteuropadas funktioniert aber auch nut, so lange die nicht von den
Einkommen ne mehrköpfige Familie, die in Deutschland wohnt
ernähren sollen. Sonst übersteigen die Kosten nämlich den
Gewinn!
Fakt Nr. 1:
Nicht jeder arbeitsfähige Mensch hat eine Familie zu ernähren.
Heutzutage bekommt nicht jeder junger Mensch Kinder.
Das klingt immer so, als wollte niemand ne sinnvolle Arbeit
machen! Ist aber nicht so! Für 4 Euro Fünfzig kann niemand
arbeiten und eine Familie ernähren, weil allein die Miete
höher ist.
Erklär mir mal, warum und wann jemand so einen Job machen
soll, und dann noch beim Sozialamt seine Bedürftigkeit
begründen, weil das Einkommen nicht für die Mite reicht.
Erstens klappt das zeitlich nicht, weil er ja arbeitet, wenn
die Ämter geöffnet sind und zweitens muß er jede Mark an das
Sozialamt abführen, weil er ja nichts verdient.
Fakt Nr. 2:
jeder Deutscher hat 4 - 6 Wochen Urlaub (plus etliche vollbezahlte „Krankentage“) - Wenn ich nicht genügend Geld habe, um 2-3x im Jahr in Urlaub zu fahren, dann habe ich doch Zeit mich zum Sozialamt zu schleppen und „ergänzende Leistungen“ zu beantragen, sollten sie mir zustehen.
Natürlich sollte jemand, der arbeitet und gleichzeitig Kinder groß zieht, mehr Geld in der Tasche haben als jemand der nicht arbeitet (und auch Kinder zu unterstützen hat). Das ist ein großer Fehler im deutschen System und die Politiker sollten das System möglichst schnell ändern.
Falsche Anreize verursachen nicht selten ein unerwünschtes, (für die gesamte Gesellschaft) schädliches Verhalten der Bürger… ob Steuerhinterziehung, Schwarzarbeit, Umzug in die Schweiz für Reiche, etc.
Das ist plumpe Polemik, um die Opfer zu Tätern zu machen!
Wenn Du das nicht wolltest, dann denke darüber nach!
Sieh Dir die offiziellen Statistiken an. Wie viele offene
Stellen gibt es? (Leider ist da nicht ersichtlich, ob man
davon eine Familie ernähren könnte) Wieviele Arbeitssuchende
gibt es? (Nö, ist keine Floskel, die suchen wirklich!)
Klar stimmt es, daß es nicht genügend offene Stellen gibt …aber warum ist es unzumutbar, daß jemand der Leistungen vom Staat bekommt, nicht regelmäßig ein paar Stunden seiner „Freizeit“ der Gesellschaft opfern soll? Dieser Personenkreis hat so viel Zeit…sie haben doch Zeit, sich ehrenamtlich in der Gemeinde zu engagieren - warum sollen sie z.B. nicht die Aufgaben eines Zivis zeitweise übernehmen können? Auch wenn nur diejenigen, die keine Kinder erziehen und arbeitsfähig sind, solche Aufgaben übernehmen würden, könnte jede Menge Gutes für die gesamte Gesellschaft getan werden. (Das sind bestimmt über eine Millionen Menschen.)
Wenn wir in Kauf nehmen, daß sich auf dem Arbeitsmarkt in den nächsten Jahren wenig ändern wird, dann sollten zumindest diejenigen, die gesund sind, die Zeit dafür haben und staatliche Leistungen beziehen der Gesellschaft etwas zurückgeben.
Ein konkretes Beispiel:
ich kenne eine ältere Dame, die vor 2-1/2 J. mit 59 J. arbeitslos wurde (w/ der Insolvenz einer kleinen Baufirma). Sie durfte gleich die 2-1/2 J. bis zur Rente Arbeitslosengeld (ok…keine Arbeitslosenhilfe, aber trotzdem als Quasi-Beispiel…) kassieren - ohne nach einer Stelle suchen zu müssen. Sie hätte so viel Gutes für die Gesellschaft in der Zeit machen können…aber es gibt keine organisierten Programme vom Arbeitsamt oder den Gemeinden, etc., der solchen Leuten eine sinnvolle, für die Gemeinschaft nützliche Tätigkeit (i.e. Kinderbetreuung für arbeitende Mütter oder die Arbeit als ‚grüne Dame‘ in einem Krankenhaus oder stundenweise in der Stadtbibliothek zu arbeiten, damit die Öffnungszeiten verlängert werden können) für diese Zeit zuweist.
Wäre das nicht zumutbar und sogar wünschenwert für die gesamte Gesellschaft?
Ohne eine Änderung der alten Strukturen in Deutschland (z.B. Richtung Schweden/Dänemark - Arbeitslosigkeit in beiden Ländern unter 7%), wird es leider noch Jahre lang so bleiben wie zur Zeit.
Sarah
