Servus,
(1)
Einfuhrumsatzsteuer ist also 7,6%…in Deutschland ca.
11-13%…richtig?
in D 19% bzw. 7%. Nämlich nur eine Erhebungsform der Umsatzsteuer, abgesehen von der Erhebung durch den Zoll funktioniert sie genau gleich.
(2)
Wie hoch ist denn die Mehrwertsteuer?
Das ist der Schweizer Begriff für die Umsatzsteuer. Ich habe nicht recherchiert, wie sie wörtlich bei der Einfuhr heißt („Einfuhrmehrwertsteuer“ käme mir auch plausibel vor), jedenfalls ein und das Selbe. Regelsatz 7,6 %.
(3)
Bei den Geschenken handelt es sich um das Übliche:
Sportschuhe, Seidenbluse und vllt noch etwas Spielzeug für die
Kinder (Ich sollte ja Auskunft geben, welche Sachen es sein
könnten; welche Sachen sind denn besonders teuer bei der
Verzollung, welche besonders günstig?).
Da hab ich was gefunden, was Dir genauso viel Vergnügen bereiten wird wie mir das Stöbern in TARIC:
http://xtares.admin.ch
Da kannst Du für alle Waren den Zolltarif nachschauen.
Generell sind Textilien und Schuhe in den „alten“ Industrieländern mit relativ hohen Schutzzöllen versehen, teils auch in der Einfuhr kontingentiert, besonders wenn „made in China“ draufsteht - was bei US-Importen einigermaßen wahrscheinlich ist.
(4)
Mit welchen Sahcen bekomme ich (nur mal so aus Interesse) denn
Schwierigkeiten, wenn ich sie in die Schweiz schicken lasse.
Abgesehen von Waffen und Drogen gibts Schwierigkeiten nicht bloß in der CH mit kopierter Markenware und teils auch mit Lebensmitteln. Auch mit verbrauchsteuerpflichtigen Waren: Tabak, Branntwein, Wein (letzterer in der CH besonders strikt bewirtschaftet, damit man auch morgen noch Malanser trinken kann).
(5)
Geringfügigkeitsgrenze in der CH kenne ich nicht. Vielleicht findest Du beim Schweizerzoll etwas?
http://www.ezv.admin.ch/
(6)
Machen die schweizer Zöllner wirklich sooft die Pakete auf
oder war das eine mal bei meiner Schwester nur eine Ausnahme
und sie hat seitdem etwas Paranoia?^^
Ich erinnere mich aus einer Zeit, wo ich viel Versand gemacht habe, auch an Schweizer Kunden, daß diese viel Wert legten auf eine saubere Rechnung und eine Verpackung, die eine Zollbeschau aushält. Wissen weiß ichs nicht, aber mir kommen die Behörden in der CH insgesamt stark rechtsstaatlich orientiert vor, ungefähr wie in D vor 1975: „Durchwinken“ ist ein Element von Ungerechtigkeit, das macht man eigentlich nicht gern - zumindest nicht, ohne dem Kandidaten in die Augen geschaut zu haben. Als Eisenbahnfän bin ich häufig über Grenzen zwischen CH und F an wenig genutzten Übergängen (Le Locle, Genève-Eaux Vives, Genève-Cornavin) gekommen und war immer beeindruckt über den Personalschlüssel auf der Schweizer Seite im Vergleich zu den Franzosen, die an so verlassenen Grenzübergängen dem sprichwörtlichen Je-m’en-Foutisme huldigen.
Ich denke mir, dass
viele Sachen in der Schweiz teurer sind…und es sich deshalb
vllt lohnt Sachen aus BRD oder sonstwo schicken zu lassen…um
Geld zu sparen…ist das richtig?
Die CH hat noch einiges an Industrieproduktion erhalten, an die in der EU nicht mehr im Traum zu denken ist, und der Arbeitsmarkt ist ja auch noch nicht so lang für billige deutsche Gastarbeiter geöffnet.
(7)
Übrigens: „EinfuhrumsatzSTEUER über CH HINTERZIEHEN“.
Wenn die Waren aus der CH nach D ohne Zollbehandlung eingeführt werden, ist das abgabenrechtlich wenigstens eine Ordnungswidrigkeit. Wenn der Weg zu diesem Zweck über die CH absichtlich gewählt und organisiert worden ist, dürfte Vorsatz gegeben sein, d.h. es geht um eine Straftat.
P.S.: MM…bist du Schweizer oder wohnst dort?
Ich war meiner Lebtag mit meiner Mutter böse, daß sie nicht die paar Kilometer noch geschafft hat, die mir zu einem ordentlichen Pass verholfen hätten (für den ich möglicherweise gar Militärdienst geleistet hätte) - nun, sie hat nebbich doch schon in Singen/Htwl. entbunden.
Aber das gehört woanderst hin…
Schöne Grüße
MM