hallo.
habe ein handy aus hongkong bestellt. warenwert inkl. versand 140 euro.
jetzt fragt mich der verkäufer
„Also, how much would you lke us to declare for your item?“.
sind das dann diese 140 euro?
oder muß ich die versandkosten abziehen?
muß ich die 19% mehrwertsteuer draufrechnen oder macht das der zoll?
gruß
michael
Hi,
am besten ist wenn auf der Rechnung nur der Warenwert für das Handy steht, also sowohl als einzelne Position als auch beim Gesamtbetrag.
Die Versandkosten kann man dann gesondert nennen, aber eben nicht so schreiben dass sie in der Gesamt-Rechnungssume enthalten sind.
Sollte es doch der Fall sein, also 2 Positionen, nämlich einmal das Handy und zum anderen der Versand, ist das auch okay.
Wichtig ist aber dass es nicht eine Gesamtsumme gibt, sondern die beiden Werte voneinander getrennt aufgeschrieben stehen.
Zoll fällt auf reine Handys nicht an (bei Multifunktions- oder Videogeräten wie dem iPhone etc. sieht der Zoll das ggf. nicht als Handy), also zahlst du 19% Einfuhrumsatzsteuer auf die Gesamt-Rechnungssumme. Das berechnet der Zoll selber, du mußt ihm da nichts vorrechnen.
Gruß,
MecFleih
moin,
ich kenne diese frage als „gefaelligkeit“ auslaendischer lieferanten, die wissen, dass privatpersonen bei einfuhr nicht wiedererstattbare 19& ust bezahlen muessen.
somit zahlst du also natuerlich bei einem rechnungwert von 140 mehr, als wenn auf der rechnung nur z.b. 80 stehen wuerden.
natuerlich ist solch eine falsche angabe nicht rechtens, aber es stellt sich naturlich auch die prinziepielle frage, warum bei uns konsum ueberhaupt besteuert wird…
gruss
khs
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Moin,
natuerlich ist solch eine falsche angabe nicht rechtens,
Und auch nicht ganz ohne. Der Zoll ist auch nicht ganz doof. Und wenn ihm der Betrag zu niedrig erscheint wird entweder der Wert anhand von Marktpreisen festgelegt oder schlimmer: es wird Markenpiraterie vermutet und das Handy geht erstmal an den deutschen Importeur zur Prüfung. Was entweder bedeutet, das Handy wird eingesackt weil gefälscht, oder man wartet ein paar Wochen oder Monate bis die Überprüfung abgeschlossen ist.
aber es stellt sich naturlich auch die prinziepielle frage, warum
bei uns konsum ueberhaupt besteuert wird…
Weil sonst nicht genug Geld in die Kassen kommt. Nach Abzug aller Steuern, direkter wie indirekter, hat der Staat von einem verdienten Euro rund 55% eingesackt.
Mal ehrlich, wie soll den da der Staat überleben? 
Gruss Jakob
Moin,
aber es stellt sich naturlich auch die prinziepielle frage, warum
bei uns konsum ueberhaupt besteuert wird…
Weil sonst nicht genug Geld in die Kassen kommt. Nach Abzug
aller Steuern, direkter wie indirekter, hat der Staat von
einem verdienten Euro rund 55% eingesackt.
Und weil, zumindest war das mal so gedacht, Importwaren durch Zollabgaben künstlich verteuert werden um sie unrentabel zu machen, so dass der Verbraucher lieber im EU-Land kaufen soll.
Gruß,
MecFleih
Moin,
Und weil, zumindest war das mal so gedacht, Importwaren durch
Zollabgaben künstlich verteuert werden um sie unrentabel zu
machen, so dass der Verbraucher lieber im EU-Land kaufen soll.
Richtig. Was aber in der Praxis nicht funktioniert, da ja immernoch die meisten Waren aus Drittländern deutlich preiswerter sind als EU-Produkte.
Richtig kompliziert wird es dann bei „deutschen“ Produkten die entweder im Ausland gefertigt werden oder in Deutschland nur noch aus Einzelteilen aus Drittländer zusammengesetzt werden.
So erhält man dann Ware eines deutschen Herstellers mit Ursprungsland Italien ohne Präferenzberechtigung weil Chinaanteil zu hoch.
Wir verkaufen in D Artikel die wir aus GB importieren nach A.
Gefertigt werden die Waren in Israel mit Vorprodukten aus Indien.
Das war steuerrechtlich schon etwas kompliziert 
Gruss Jakob