Hallo Xanadu
Jede PFW ist von innen natürlich weitaus angereifbarer als von aussen, dafür ist
sie aber auch nicht konzipiert. Das ist halt ein Problem der
Windows-Architektur, vor allem -aber nicht nur- wenn man mit
erhöhten Rechten arbeitet.
Es wäre möglich, die interne Angreifbarkeit von PFW deutlich zu reduzieren. Wenn die Hersteller die verfügbaren Möglichkeiten wirklich nutzen würden. Nur wären dann eben keine bunten Popups Marke ‚Programm XY möchte ins Internet. Erlauben? Ja/Nein‘ möglich, denn solche Popups stellen schon mal eine enorme Sicherheitslücke dar.
Entweder man schaltet den Active Desktop gleich ganz ab oder
eben nicht. Hier ist die Firewall ja nicht Ursache des
Problems, sondern lediglich keine Hilfe, also auch kein
zusätzlicher Schaden bzw. keine zusätzliche Gefahr.
Es ist IMHO sehr fragwürdig, wenn eine Sicherheits-Software ActiveX zwingend benötigt. Das widerspricht sich…
Zugegeben, ich habe da vielleicht ein weniger passendes Beispiel erwischt mit der Sicherheitslücke im McAfee-Gedöns. Aber es war und ist bei weitem nicht die erste bzw. einzige Sicherheitssoftware, die eine Sicherheitslücke aufweist. Auch die anderen PFW, die Du aufgezählt hast, waren schon betroffen.
Ausserdem steht auf der Webseite ja auch, dass die
PFW-Hersteller ihre Programm natürlich auch updaten und solche
Lücken schliessen.
Lücken, die nur dann ein Problem darstellen, wenn man die jeweilige Software verwendet. Lässt man sie weg, hat man auch keine Sicherheitslücke. Ausserdem sind ja Updates gut und schön, aber was ist mit den Bugs, die nicht behoben werden? Du musst darauf vertrauen, dass den ‚bösen Buben‘ keine anderen Lücken bekannt sind. Lücken, die der Hersteller selber ggf. noch nicht kennt…
Fakt ist ja, daß sich die absolute Mehrheit der Malware nicht
um solche Feinheiten kümmert, sondern direkt versucht,
Verbindungen aufzubauen um sich weiterzuverbreiten oder Daten
zu senden / empfangen, was eine PFW erstens von innen
verhindert und zweitens auch von aussen, eben wegen ihrer
ursprünglichen Funktion als erweiteter „TCP-Wrapper“.
Das ist ein massiver Irrtum. Nicht wenige Würmer enthalten Routinen, die nach den Prozess-Namen von Virenscannern, PFW etc. schauen und diese bei Bedarf abschiessen. Sich allein darauf zu verlassen, dass ein allfälliger Wurm, den man sich einfängt, keine solchen Routinen enthält, ist das selbe, wie auf Schlangenöl zu vertrauen.
Wo ist also das Problem? Eine PFW verhindert nicht alles, aber
vieles, ohne dabei ein signifikant höheres Risiko
darzustellen.
Eine PFW verhindert erschreckend wenig, stellt dabei aber ein signifikant höheres Risiko dar.
Prinzipiell reicht im Auto auch der Gurt, trotzdem gibt es
noch Airbags!
Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich.
CU
Peter