So lauschet meinem Wort!
Seid gegrüsst weise Adepten des Internets,
Sei auch Du gegrüßt, edler Reisender!
Unlängst begab es sich in meinem Reich, dass sich ein ungeben
Gast, ein gar übel Wurm, angeblich durch ein schlecht
bewachtes Tor 135, in die Mauern meines Reichs einschlich und
dort allerlei Schabernack trieb.
Dieser Unhold ist mir mit seiner Rotte gar vielfach in den Wäldern des Internet begegnet, und stets konnte ich ihm den Gar aus machen, doch erstreckt sich meine Macht leider nur auf ein begrenztes Feld, bin ich doch weder Kaiser noch König, denn nur junger Ritter.
Alsbald wurden viele edle Ritter zu Hilfe gerufen, die mit
mächtigen Removal-Tools angriffen. Einer jedoch nur hatte
Erfolg.
Gepriesen sei „Stinger.exe“, von McAffee, der dem Wurm im
Zweikampf mutig den Garaus machte.
Auch dies erreichte mein Gehör, diese neue Waffe scheint recht reich an Kraft und Wirkung. Doch auch im einfachen Kampf mit Schwert und Schild ist dieser Schurke zu bezwingen, wenn man denn der Kampfkunst mächtig ist.
Nun frage ich Euch Ihr edlen Adepten des Internets, wie kann
ein König sein Reich noch schützen gegen Eindringlinge dieser
Art?
Einst wurde mir vom strategischen Rat eine neue mächtige
Waffe, eine feurige Mauer namens ZONE ALARM empfohlen.
Da dieses Zaubermittel frei auf dem Markt angeboten wird,
frage ich Euch: Kann es trotzdem gut und wirksam sein?
Stelle Er sich diese Mauer mehr als einen Zaun vor, den Er um die löchrigen Mauern seines Hains zieht. Dieser Unhold „Blaster“ ist zu groß, um durch diesen Zaun hindurch zu schlüpfen, und die Wachen der Garde „AntiVir“ sind wohl geschult, ihn beim Anblick zu erkennen. Doch in den dunklen Wäldern unserer Zeit treibt sich noch gar viel anderes Gesindel herum, nicht so groß und protzig wie der Blaster, sondern klein und heimlich.
Fühlte Er sich nun durch seinen Zaun von Art der „ZoneAlarm“ geschützt, so ist dies ein Trugschluß, den obzwar des Blasters nun gewehrt, lachen die anderen Unholde sich ins Fäustchen und schlüpfen an dem unwachsamen Ritter von der Sternburg vorbei, durch die Maschen seines Zaunes und die Löcher der Mauern seiner Burg mitten ins Herz seiner Umfriedung hinein!
Drum hört meinen Rat, edler Ratsuchender, verlasset Ihr Euch auf Euren ZaunAlarm, so seid Ihr verlassen! Nicht eines Zaunes bedürft ihr, sondern starker Mauern, Eure Burg ist marode! Wenngleich ein Umzug in die starke Feste auf dem Unixberg Eurem Schutz am besten diente, versteh ich wohl, daß Ihr Euer vertrautes Land nicht verlassen möchtet.
So stärket doch zumindest Eure Mauern, mit allen Flicken, derer Ihr habhaft werden könnet, die da genannt werden „Patches“ und „Updates“ und beim Raubritter „Microsoft“ bezogen werden können.
Sodann informieret Euch, welch Dienste Ihrer wirklich bedürft in Eurer Burg! Der hier genutzte DCOM/RPC gehört, zum Beispiele genannt, nicht dazu - warum biete Ihr ihn denn an? Zur Unterstützung sind Euch hier gar viele Ritter gewahr.
Zudem solltet Ihr Eure Mannschaft überprüfen, und die Schwachen aus dem Geschlechte dero IE und OE entlassen. Diese haben zwar mit dem Blaster nichts zu tun, aber der nächste Lindwurm kommt bestimmet! Es gibt, aus fernen Landen zugereist, die Sippe der Drachen (Mozilla) und Fledermäuse (TheBat), sowie das Office, welches Open durch die Lüfte fliegt.
Habet Ihr dann immer noch Zweifel und Sorgen, So bleiben Euch nur schwerere Geschütze, echte Brandmauern, die mit großen Buchstaben wie LINUX oder BSD daherkommen, und ihre kleinen Knechte namens Router.
Über die Überbringung einer Antwort würde ich mich freuen.
Vernehmt also dies als meine Antwort, edler Bernd, was Ihr draus macht, bleibt Eure Angelegenheit!
Ritter Malte von dem Hagen zur BSD-Burg.