Zschokke, Matthias / Johann Heinrich

Hallo,

irgendwie bin ich mal wieder zu blöde Google so zu bedienen, dass am Ende brauchbare Ergebnisse dabei rumkommen… vielleicht kann mir einer von euch weiterhelfen?

Ich suche Infos über die Verbindung zwischen den Schriftstellen Matthias Zschokke (zeitgenössisch) und Johann Heinrich Zschokke (geb 1771). Sind sie verwandt, verschwägert, etc.? Haben sie überhaupt etwas miteinander zu tun??

Außerdem frage ich mich, warum der Name „Zschokke“ heute so unbekannt ist, wenn Goethe doch behauptet haben soll, dass Johann Heinrich Zschokkes Werke denen Schillers gleichgestellt worden sein sollen. In seiner Biographie finden sich immer wieder Berührungspunkte mit auch heute noch namhaften Persönlichkeiten (Pestalozzi, Kleist, Goethe), die Liste seiner Werke ist relativ lang, er hat sich für viele politische und auch wohltätige Aktionen eingesetzt, warum redet heute niemand mehr von ihm??

Danke :smile:

SRP

Hallo,

Ich suche Infos über die Verbindung zwischen den
Schriftstellen Matthias Zschokke (zeitgenössisch) und Johann
Heinrich Zschokke (geb 1771). Sind sie verwandt, verschwägert,
etc.? Haben sie überhaupt etwas miteinander zu tun??

an eine Verbindung glaube ich nicht, denn J. H. Z. hieß ja eigentlich Schokke, aber sicher bin ich mir auch nicht. Frag den M. Z. doch einfach selbst, aber im Zweifel weiß der das selbst nicht.

Außerdem frage ich mich, warum der Name „Zschokke“ heute so
unbekannt ist, wenn Goethe doch behauptet haben soll, dass
Johann Heinrich Zschokkes Werke denen Schillers gleichgestellt
worden sein sollen. In seiner Biographie finden sich immer
wieder Berührungspunkte mit auch heute noch namhaften
Persönlichkeiten (Pestalozzi, Kleist, Goethe), die Liste
seiner Werke ist relativ lang, er hat sich für viele
politische und auch wohltätige Aktionen eingesetzt, warum
redet heute niemand mehr von ihm??

So ganz richtig ist das nicht. In Verbindung mit Immermann wird er häufig genannt. Gerade vor kurzem wurde im Rahmen einer Tagung zur Autobiographie hier in Magdeburg (seiner Geburtsstadt) ausführlich über ihn gesprochen (die Vorträge sind verzeichnet im Immermann-Jahrbuch und hier
http://www.bautz.de/bbkl/i/immermann_c_l.shtml zu finden, am Ende, und hier: http://web237.s12.typo3server.com/zscho.html).

Es gibt inzwischen auch eine Zschokke-Gesellschaft: http://www.hzg.ch/

Weitere Literatur verzeichnet: http://www.bautz.de/bbkl/z/zschokke_j_h_d.shtml
und interessante Links findest du hier:
http://www.ub.fu-berlin.de/internetquellen/fachinfor…

Vielleicht hängt das heutige Urteil über ihn von dem damaligen Urteil Tiecks ab, dass Zschokke ein „Vielschreiber“ sei, also einer, dem es auf Quantität mehr ankomme als auf Qualität.

Online ist er auch verfügbar - jedenfalls teilweise -:
http://gutenberg.spiegel.de/autoren/Druckversion_zsc…

Interessant die Einbettung in diese Vorlesung:
http://www.ndl-medien.uni-kiel.de/mitarbeiter/ort/Le…

Und in Abhandlungen über die Literaturgeschichte seiner Zeit ist er eh immer zu finden, z. B. http://www.tu-chemnitz.de/phil/germanistik/ndl/lehre… .

Herzliche Grüße

Thomas Miller