Zu allererst: Gibt es einen Bootmanager?

Hallo liebe Linux-Gemeinde :smile:
Ich sag es gleich, ich habe noch nie irgendetwas mit Linux zu tun gehabt, möchte aber langsam mal in die Sache einsteigen. (Insbesondere auch TeX)

Weiter unten hat sich schon jemand über Fragen von Newbies ausgelassen… ich hoffe ich falle nicht in diese Sparte… Das ich nicht von Null auf gleich ein tolles Linux laufen habe, ist klar: FAQ’s und Dokumentationen gehören dazu.

Aber bevor ich mich nun reinhänge stellt sich mir die Frage: Gibt es einen Bootmanager o.ä., mit dem es möglich ist Windows 98 (+FAT32) parallel mit Linux auf einem System (sprich Partitionen) zu „betreiben“?
Ich kann aus beruflichen Gründen leider nicht auf Windows verzichten, und für einen extra Rechner fehlt mir das Geld.

Ich weiß, daß es zu OS/2 Warp mal einen hervorragenden gab, den man mit ein paar Tricks sogar ohne OS/2 zum Laufen bringen konnte, aber ist bei einer Linux-Distribution (zB. SuSe) nicht einer dabei? Gibt es praktikable Lösungen?

Und ganz nebenbei, welche Distribution empfiehlt sich für einen Linux-Anfänger? SuSe 6.2? RedHat (oder so)? Was meint ihr?

Vielen Dank schonmal :smile:

Gruß,
Trurl der Konstrukteur

Hi,

Aber bevor ich mich nun reinhänge
stellt sich mir die Frage: Gibt es einen
Bootmanager o.ä., mit dem es möglich ist
Windows 98 (+FAT32) parallel mit Linux
auf einem System (sprich Partitionen) zu
„betreiben“?

klar. LILO kann das. Minimal ein Tastendruck ist auch irgendwie ergonomisch, oder?

Und ganz nebenbei, welche Distribution
empfiehlt sich für einen Linux-Anfänger?
SuSe 6.2? RedHat (oder so)? Was meint
ihr?

Also SuSE 6.2 würde ich nicht mehr haufen, wenn dann die 6.3 (aber ohne das buggy yast2-Installations"tool") — aber Rotkäppchen ist IMHO (z.B. als Halloween IV) genauso komfortabel. Wobei man bei RedHat das vielleicht bessere Administrationskonzept hat, was aber am Anfang noch nicht auffällt.

hth,

Matthias

Hallo liebe Linux-Gemeinde :smile:
Ich sag es gleich, ich habe noch nie
irgendetwas mit Linux zu tun gehabt,
möchte aber langsam mal in die Sache
einsteigen. (Insbesondere auch TeX)

Das ist prima. Gerade mit TeX/LaTeX unter Linux kenne ich mich besonders gut aus, da es auch mein Grund war, von DOS/Win 3.1 zu wechseln.

Weiter unten hat sich schon jemand über
Fragen von Newbies ausgelassen… ich
hoffe ich falle nicht in diese Sparte…

Das war wohl ich. Aber ich meinte eine ganz andere Kategorie von Fragestellern :smile:

Das ich nicht von Null auf gleich ein
tolles Linux laufen habe, ist klar: FAQ’s
und Dokumentationen gehören dazu.

Aber bevor ich mich nun reinhänge
stellt sich mir die Frage: Gibt es einen
Bootmanager o.ä., mit dem es möglich ist
Windows 98 (+FAT32) parallel mit Linux
auf einem System (sprich Partitionen) zu
„betreiben“?

Es gibt LILO (s.u.) – der wird mitgeliefert – und auch einige Konkurenzprodukte. Teilweise sind die optisch aufgemotzt, aber funktionieren keinesfalls besser als LILO.

Ich kann aus beruflichen Gründen leider
nicht auf Windows verzichten, und für
einen extra Rechner fehlt mir das Geld.

Ich weiß, daß es zu OS/2 Warp mal einen
hervorragenden gab, den man mit ein paar
Tricks sogar ohne OS/2 zum Laufen bringen
konnte, aber ist bei einer
Linux-Distribution (zB. SuSe) nicht einer
dabei? Gibt es praktikable Lösungen?

Und ganz nebenbei, welche Distribution
empfiehlt sich für einen Linux-Anfänger?
SuSe 6.2? RedHat (oder so)? Was meint
ihr?

Da Du Anfaenger bist, empfehle ich Dir eine SuSE Distribution zu kaufen. Erstens ist SuSE sehr gut an deutsche Gegebenheiten (Tastatur, Fehlermeldungen, Onlinehilfe) angepasst. Zweitens ist es sehr gut zu installieren (zumindest mit dem alten YaST. Das grafisch aufgepeppte YaST2 soll so seine Tuecken haben … aber die alte Version ist auch noch enthalten, keine Angst). Drittens kommt es mit einem recht umfangreichen Handbuch, das zwar nicht meisterhaft uebersichtlich ist, aber sehr viel Inhalt bietet und einen Index hat :smile:

Vielen Dank schonmal :smile:

Bitte schoen.

Gruss

Jens

PS: Bei speziellen TeX/LaTeX bezogenen Fragen schicke mir ruhig eine mail. Ein entsprechendes Forum gibt es hier leider (noch) nicht.

Tadaa!: SuSe 6.3
Hallo nochmal :smile:
Vielen Dank für eure Antworten.
Ich habe mir heute SuSe Linux 6.3 gekauft.
Das mit dem „defektem“ YaST2 hab ich auch gleich lesen müssen, aber da wirds doch sicher bald ein Bugfix geben (?)…
Außerdem traue ich mir nach entsprechender Lektüre auch die Installation mit dem alten YaST zu… mal schauen.
Jetzt werd ich erst mal eine neue Platte einbauen und den Sonntag nutzen, um halbwegs etwas, das man Linux nennen kann zum laufen zu bringen.

Stay tuned…

Gruß,
Trurl der Konstrukteur

Hallo nochmal :smile:
Vielen Dank für eure Antworten.
Ich habe mir heute SuSe Linux 6.3
gekauft.
Das mit dem „defektem“ YaST2 hab ich auch
gleich lesen müssen, aber da wirds doch
sicher bald ein Bugfix geben (?)…

Hallo Trurl,

Schau doch unbedingt ab und zu mal bei

http://www.suse.de/de/support/download/updates/63_up…

vorbei und schau nach neuesten Updates. Dort findest Du Pakete im SuSE konformen rpm-Format fertig zum runterladen.

YaST2 ist nicht dabei. Trotzdem wuerde ich Dir zur Reihenfolge:

  1. Im Handbuch die Kapitel bezueglich Installation lesen

  2. YaST 1 benutzen, Minimalkonfiguration waehlen und gezielt Softwarepakete zusaetzlich auswaehlen. Allerdings fuer den Anfang NICHTS vom Standrad entfernen!

Nur Mut! Es ist wirklich nicht knifflig, wenn man es sauebr vorbereitet und ein wenig im Handbuch schmoekert.

Gruss

Jens

HoooaäHh? … Bin ich schon drinn oder was?.. fff… ich bin drinn! … Das ist ja einfach!

Erstaunlich! Es hat geklappt. Meine erste „nicht-mit-Microsoft“ geschriebene Nachricht hier. 100% Linux. Und das nach einem Tag.

Ihr werdet also in Zukunft noch mehr von mir hören.

Gruß,
Trurl der Konstrukteur

Wenn dir die Sache mit dem Bootmanager zu heikel oder aufwendig ist, gibt es bei Suse Linux noch die Möglichkeit in den Dosmodus zu starten und dann mittels loadlin (Load Linux!?) Linux zu starten. Dann gibts gar keine Probleme.

Max

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Wenn dir die Sache mit dem Bootmanager zu
heikel oder aufwendig ist, gibt es bei
Suse Linux noch die Möglichkeit in den
Dosmodus zu starten und dann mittels
loadlin (Load Linux!?) Linux zu starten.
Dann gibts gar keine Probleme.

Max

Hallo :smile:
Ich hab LILO jetzt auf Diskette. Diskette rein: Linux, Diskette raus: Windows. Find ich eigentlich am praktischsten.

Gruß,
Trurl der Konstrukteur

(P.S. Ich frag mich grade, was passiert, wenn die Diskette mal kaputt ist… komm ich dann noch an mien Linux?)

Hallo :smile:
Ich hab LILO jetzt auf Diskette. Diskette
rein: Linux, Diskette raus: Windows. Find
ich eigentlich am praktischsten.

Hmmm … das ist wohl eine recht sichere Methode, da Du keinerlei Eingriffe im MBR der Festplatte machst. Allerdings ist es zum booten von Linux nicht gerade die schnellste Methode.

Schau Dir mal in einer ruhigen Stunde die Anleitung zu LILO an und lies vielleicht die LILO.gz mini-HOWTO Datei.

Dann traust Du Dich vielleicht sogar, LILO auf der Festplatte einzurichten, was einigen Komfort und Geschwindigkeitsvorteile bringt.

(P.S. Ich frag mich grade, was passiert,
wenn die Diskette mal kaputt ist… komm
ich dann noch an mien Linux?)

Ja, allerdings mit Umwegen. Entweder Du hast Dir bereits eine extra Notsystem Diskette erstellt, oder Du verwendest die SuSE-CD (No. 1) als Bootdiskette (vorausgesetzt Dein BIOS spielt mit). Dort ist ein Rettungs-system enthalten, mit dem Du auch eine neue Bootdiskette erstellen kannst.

Gruss

Jens