Eigenverantwortung
Hi,
Ich habe nicht behauptet, daß mein Leben mit 18 so aussah.
Schade für Dich, oder?
Nicht wirklich
Ich hab andere Aktionen gebracht, aber die gehören hier nicht hin 
Dass Du
jemanden, der so nicht lebt, als langweilig empfindest,
Auch das hab ich nirgends behauptet.
Na ja, jetzt ruderst Du aber kräftig zurück, oder?
Überhaupt nicht. Okay, jemand, für den seine Kuscheltiere zentraler Lebensinhalt sind, würde ich schon sehr sekptisch anschauen, aber Interesse an Literatur finde ich sehr angenehm. Anyway, ich habe versucht, die mutmaßliche Sicht des handelsüblichen 18jährigen darzustellen. Wie ich persönlich die junge Dame finde, ist vollkommen irrelevant - ich denke, wir gehören nicht zur Zielgruppe des jeweils anderen 
Jungs findet man eben nicht in Büchern, sondern dort, wo sich Jungs
rumtreiben, und ich glaube nicht, daß da die Chancen in der
Stadtbibliothek sonderlich hoch sind.
Seltsam, mich hätte man dort durchaus finden können, aber ich
bin ja langweilig und lese Bücher, wie erschreckend…
Du meinst also, die Stadtbibliothek ist einer wunderbar geeigneter Ort für junge Frauen um die 18, um nen knackigen Kerl kennenzulernen? Geh mal weg von Dir selbst oder mir und schau Dir die Jugend an.
Nein, ich halte es für verfehlt, ihr jetzt zu raten, die Sau
rauszulassen, wie der letzte Idiot besoffen durch die Betten
zu hopsen, um damit weniger „langweilig“ den Traumprinzen zu
finden. Den wird sie nämlich aller Wahrscheinlichkeit für sich
dort nicht finden…
Das muß auch nicht sein, wie gesagt, Spektrum und so.
Aber ein bißchen mehr rausgehen, einfach mal unter Leute, was machen, wird so verkehrt nicht sein. Auch ist es bestimmt nicht verkehrt, sich der Feierei ein wenig zu öffnen. Muß ja nicht exzessiv sein.
Sie soll einfach das tun, was ihr Spass macht und das eben
offensiv und nach außen hin… Die Chancen steigen dadurch
immens, jemanden zu finden, der ähnliche Interessen hat:wink:
Letztlich sag ich nichts anderes als das - rausgehen und von sich aus ein bißchen Gas geben. Und wie gesagt: Es kann nicht schaden, sich auch anderen Dingen zu öffnen - wenn’s einem nicht gefällt, kann man’s immer noch lassen, aber nur weil die „Feten“ des Umfelds im Alter von 15 oder 16 scheiße waren, heisst das noch lange nicht, daß alle Parties öde sind. Die Zeiten ändern sich gerade in dem Alter schnell, und das Umfeld auch.
Achja: Und „bleib wie Du bist, lass Dich nicht beirren“ halte ich für einen sehr schlechten und schädlichen Rat. Zum einen fördert er Egozentrik und Arroganz, zum anderen verhindert er Weiterentwicklung und notwendige Veränderung.
Wer nichts ausprobiert, lernt auch nichts dazu. Man muß nicht alles ausprobieren, aber ein Stubenhockerdasein ist nun wahrlich nicht erstrebenswert.
Wer an die Jungs ran will, muß auch schauen, womit man bei den Jungs so ankommt.
„Das Beste aus sich machen“ bedeutet nicht, sich zu versklaven oder eigene Werte über Bord zu werfen. Es fängt an bei dem äußeren Erscheinungsbild, was ja zweifellos über den ersten Daumen rauf oder runter bei jedem neuen Kontakt entscheidet und endet an dem Punkt, an dem man sich wenngleich vielleicht auch mit Vorbehalt auch mal auf Dinge einlässt, die man bisher abgelehnt hat.
Ich plädiere also auf Eigenverantwortung statt Abschieben der eigenen Trostlosigkeit auf andere. Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied, Offenheit für Neues das Stichwort überhaupt. Ein eingefahrener Dickschädel wird man noch früh genug 
Gruß,
Malte.