Zu dunkle Dias

Moin!

Bei einem Fest habe ich letztens einige Fotos gemacht. Dummerweise hatte ich keinen Blitz dabei und einen 100er Asa Dia-Film eingelegt. Jetzt sind die Dias natürlich zu dunkel. Aber wenn ich die Dias gegen eine helle Lampe oder die Sonne halte, lässt sich auf den Bildern doch einiges erkennen. Gibt es eine Möglichkeit diese schwachen Bilder irgendwie auf Papier zu bekommen? Also die letzten bißchen Bildinformation aus den Dias herauszuquetschen?
Weiss jemand ob Diascanner hier was bringen? Auf einem normalen Leuchttisch ist kaum was zu erkennen.
Gibt es eine Möglichkeit das mit extrem langen Belichtungszeiten am Vergrösserer zu machen? (Hinterher kann ich das Bild einscannen und aus dem negativ ein positiv zu machen) Gibt es dann es spezielles Papier das man nehmen sollte (extra Hart?)? Oder irgendwelche speziellen chemischen Verfahren? Bei meinem ersten Testbild zeigte sich dass sich die Graustufen nicht genug voneinader unterscheiden. Kann man das irgenwie beeinflussen? Oder muss ich versuchen jegliches Streulicht rauszuhalten und 5 Minuten belichten?

Wenn jemand mit solchen Problemfällen schon Erfahrung gesammelt hat, dann wäre ich für jeden Tip dankbar.

Bis dann Axel
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Moin Axel,

grundsätzlich gilt:
Mehr Bildinformationen als letztendlich im Dia drin sind, kannst du auch nicht rausholen.

Möglichkeit zur Erstellung von Farbpositiven sind z.B. Farbumkehrpapiere (Kodak Ektachrome Radiance II, Fuji Fujichrome Typ 35(R3).
Sicherlich kannst du durch lange Belichtungszeiten dort noch einiges rausholen.
Pauschal kann man das aber nicht einfach so beantworten, hängt halt immer vom Ausgangsmaterial ab.
Viel Spass beim probieren.

Alex

Wenn Dias mal zu dunkel sind, sind sie zu dunkel. Nur bei Farbnegativfilmen lässt sich bei Fehlbelichtung noch einiges am Print korrigieren (und hier bei Überbelichtung mehr als bei Unterbelichtung, weil bei letzterer sehr schnell die Schatten einfach keine Zeichnung mehr haben). Umkehrpapiere sind für Dias mit normalem Kontrast geeignet. Unterbelichtete Dias sind in den Schatten zu dunkel und „blind“, d.h. es sind nur noch sehr, sehr schwache Kontraste drin. Wenn die Dias nicht überhaupt unbrauchbar sind, dann ist noch die eheste Chance, sie einzuscannen und im Photoshop gezielt an den Gradationskurven, ggf. in jedem Farbkanal einzeln, usw. herumzubasteln. Gut auskennen im Photoshop ist die Voraussetzung. Da kannst Du in einem Maß korrigieren, das kein Fotopapier kann! Ob’s dann noch echt aussieht oder etwas surreal, ist dann die Überraschung.

Also die bestem erfahrungen hab ich mit duplizieren( natürlich heller) und anschliesendem Einscannen und Computerbildbearbeitung gemacht.
der Aufwand lohnt aber nur bei wirklich wichtigen Aufnahmen, insbesonders wenn man die Dups. nicht selbst machen kann.
Alternativ geht auch selbstverständlich ein Trommelscanner der gut die dichten Bereiche sieht. (vielleicht kennst du ja jemanden der dir das kostengünstig macht).
die kleinen Diascanner etc. schaffen das nicht besonders gut, da sie eben genau bei den Dichten ihre Schwierigkeiten haben. und deshalb Rauschen, statt einer info zu bringen. Ulrich

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hallo,
ich hab das bei einigen dias schon mal mit dem diascanner gemacht (48 bit farbtiefe). allerdings wurden das nach dem bearbeiten bilder mit teilweise extremen farbstichen (schweinchenfarbene gesichter und so). die haben nur nach einer konvertierung in s/w einigermassen gut ausgesehen. ansonsten kann ich mich dem meiner vorredner (schreiber) anschließen: was in einem bild nicht drin ist, kann man auch nicht mehr rausholen.
cu,wh

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Trommelscanner?
Moin Ulrich.

Kannst du das mit dem Trommelscanner vielleicht nochmal genauer erklären? So ein Ding ist mir noch nicht untergekommen.

Bis dann Axel

Trommelscanner
Frag mal in einem Fachlabor nach.
Wichtig FACHLABOR nicht Grosslabor.
z.B.
www.cpl-essen.de

ähnliches müsste es aber auch bei dir in der Nähe geben.

jede Reproanstalt hat sowas, allerdings solltrest du schon jemanden kennen, oder sehr freundlich fragen, da es sonst sehr teuer wird.

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Danke für die Antworten!
Bis nächstes mal
Axel