Was wäre daran so schlimm? Eher Zufall…
Hallo Ali!
und ca. 90% der
Therapeuten auf der Liste sind Frauen.
Ich hab eine ähnliche Erfahrung gemacht: Ich hab eine Liste mit Psychotherapeuten bekommen, wo es genau so ist. Warum hast du nicht einfach mal nachgefragt?
Außerdem war ich bei 2 Therapeuten bei einer Beratungsstelle
und beide meinten, ich soll nicht zum Pschiater gehen, meine
Beschwerden kommen von meiner schlechten Kindheit und ich
müsste zu einem Therapeuten gehen und eine Therapie machen.
Dem würde ich aus meiner Erfahrung zustimmen, wenn du selbst sagst, dass deine Kindheit nicht so toll war.
Ich habe aber auch 2 Psychiater aufgesucht und die meinen
wiederrum, meine Kindheit war zwar nicht die beste, aber davon
habe ich keine Folgeschäden behalten und meine Beschwerden
kommen von einer unbekannten Ursache, welche man nicht
herrausfinden kann und ich soll lieber in einer Therapie
lernen mit den Beschwerden umzugehen.
Zu lernen, mit den Beschwerden umzugehen ist sicherlich ein richtiger Ansatz. Zu behaupten, dass die negativen Erfahrungen deiner Kindheit keine Rolle spielen, aber irgendwelche unbekannten Ursachen, hört sich ziemlich konstruiert an.
Die Kindheit ist die Zeit, die dich und dein Verhalten prägt. Wenn du schlimme Dinge erlebt hast, prägt das deine Seele, deine Sichtweise der Welt, deinen Umgang mit dir selbst und deiner Umwelt. Das hört nicht einfach auf, nur weil du plötzlich 18 und erwachsen bist. Und die „Narben“ sind oft nur ein oberflächlichlicher Wundverschluss, unter dem es weiterbrodelt.
Ja, wem soll ich denn nun glauben? Um ehrlich zu sein, habe
ich nicht die geringste Lust bei irgendwelchen Psychoheinis
meine Kindheit aufzuarbeiten,
Klar! Sich dem Ganzen stellen und sich das alles nochmal ansehen - das tut unglaublich weh! Da denkt man gerne, es reicht, dass ich es einmal erlebt habe, das muss ich nicht nochmal haben.
für mich ist das abgeschlossen
Wunschdenken!
und in alten Narben muss man ja nicht rumstochern.
Ganz ehrlich: Wenn du in deinem Leben etwas ändern möchtes, dann kommste da nicht drumrum! Das wird auch erstmal hart. Aber nur dann kannste das verarbeiten und wirklich etwas ändern!
Allerdings
gefällt mir dieser rein medikamentöse Ansatz der Psychiater
auch nicht sonderlich.
Klar. Damit löst man keine Probleme! Damit verdrängt man sie nur weiter!
Trau dich! Wenn du meinst, du hättest alles aus deiner Kindheit verarbeitet, dann brauchst du doch keine Angst vorm Psychotherapeuten zu haben! Dann kann der feststellen, dass es daran nicht liegt… 
Lass es auf den Versuch ankommen!
Eins möchte ich dir aus meiner Erfahrung dazu sagen: Für mich war es eine harte Zeit, durch das alles nochmal durchzugehen. Aber: Es war die spannendste Zeit meines Lebens und ich hab soviel über mich selbst gelernt - das ist einfach unbezahlbar!
Aber vielleicht war es auch nur mein Weg und du musst einen anderen für dich finden. Dass es dir richtige wird
wünscht dir
ChrisTine