Zu hohe Ansprüche?

Liebe Experten,

vor einigen Monaten ist unser alter,treuer Hund gestorben.
Er war 8 Jahre bei uns, ein Jagdhund-Mischling.
Nun haben wir seid 3 Monaten einen neuen Hund, eine Hovawart-Hündin, 5 Jahre alt.
Eigentlich sollen das doch sehr intelligent Hunde sein, die auch ihr ganzes Leben immer weiter lernen.
Ein Beispiel: unser alter Hund fraß so gerne Nüsse jeder Art; er hatte mir einmal zugesehen, als ich welche „knackte“, und hat es sofort nachgemacht, und zwar die Nuß gefressen und die Schale liegen gelassen oder ausgespuckt ( es geht hier um Erdnüsse in Schale und um Walnüsse).
Unser jetziger Hund, dem ich das schon etliche Male versucht habe, zu zeigen, frißt jedoch die ganze Nuss.
Irgendwie begreift er das nicht, und wenn ich es ihm noch so oft zeige.
Das war nur mal ein kleines Beispiel.
War unser erster Hund einfach nur besonders schlau, oder ist dieser besonders dusselig?
Irgendwie versteht mich der Hund nicht; alles muß man ihm dreimal sagen, bevor er es endlich mal tut.
Oder bin ich die Dumme?
Ich bin gespannt auf Eure Antworten.
Liebe Grüße
Wolly

Wolly,
hat es mit dem hochbegabten Kind damals nicht geklappt, oder warum kannst Du den Hund nicht einfach Hund sein lassen?

Gruß!
Tino

Hi,

Ein Beispiel: unser alter Hund fraß so gerne Nüsse jeder Art;
er hatte mir einmal zugesehen, als ich welche „knackte“, und
hat es sofort nachgemacht, und zwar die Nuß gefressen und die
Schale liegen gelassen oder ausgespuckt ( es geht hier um
Erdnüsse in Schale und um Walnüsse).
Unser jetziger Hund, dem ich das schon etliche Male versucht
habe, zu zeigen, frißt jedoch die ganze Nuss.
Irgendwie begreift er das nicht, und wenn ich es ihm noch so
oft zeige.
Das war nur mal ein kleines Beispiel.
War unser erster Hund einfach nur besonders schlau, oder ist
dieser besonders dusselig?

ich hab meinem Freund auch schon etliche Male gesagt er soll dies und das auf diese oder jene Weise tun und trotzdem macht er es anders. Ist er deswegen dusselig?

Btw bin ich nicht sicher ob das so gut ist wenn ein Hund mit den Zähnen Walnüsse knackt…

Irgendwie versteht mich der Hund nicht; alles muß man ihm
dreimal sagen, bevor er es endlich mal tut.

Deswegen ist er ein Hund und kein Mensch. Ein Hund versteht dich nicht wie ein Mensch, es ist ein Tier. Wenn du etwas haben willst was du erziehen kannst schaff dir nen Kind an, wenn du etwas haben willst, was alles so tut wie du es möchtest besorg dir nen Mann :wink:

Oder bin ich die Dumme?

Nimm dein Tier einfach so wie es ist und miss es nicht an anderen. Niemand ist genau so wie ein anderer, das gilt für Tiere genau wie für Menschen. Dein letzter Hund konnte Walnüsse knacken, dein jetziger kann vielleicht etwas anderes was dein vorheriger gar nicht konnte.

Und selbst wenn dein Hund dumm wie Brot ist dann leb einfach damit, nicht nur superschlaue Menschen oder Tiere sind liebenswert.

Liebe Grüße
Sue

Hallo Wolly,

mit Intelligenz muss das garnichts zu tun haben. Ich kenne Hunde, die fressen von Nüssen NUR die Schale, das kracht so schön. Unserer frisst mit Begeisterung trockenes Holz.

Würde es ihm nicht schmecken, würde er es schon lassen - so intelligent ist jeder Hund. Über die Schmackhaftigkeit von Schafs- oder Kuhfladen sind sich Herr/Frau und Hund sowieso selten einig.

Gruss Reinhard

Hallo Wolly,

jeder Hund ist anders und hat andere Erfahrungen (er war schließlich 5 Jahre woanders) und andere Vorlieben - ein Vergleich mit dem Vorgänger ist nicht gut.

Wir haben zwei Hündinnen aus demselben Wurf und beide sind ganz unterschiedlich in ihrem Verhalten, Neigungen und auch in ihrer Auffassungsgabe - ich würde aber nicht sagen, die eine ist dümmer als die andere, sie hat nur andere Schwerpunkte.

Normalerweise würde ich immer sagen, wenn ein Hund etwas nicht begreift, dann hat „das andere Ende der Leine“ es noch nicht hundgerecht erklärt. Da der Hund erst seit drei Monaten bei Euch ist, ist der noch gar nicht richtig angekommen - der ist immer noch „auf Besuch“ und muß erstmal mit Deiner Art der Kommunikation vertraut werden (und Du mit seiner!). Möglicherweise ist er noch etwas ängstlich und unsicher und braucht daher länger, neue Dinge zu begreifen. Vieleicht mußt Du auch mal einen anderen Weg suchen, um Dich ihm verständlich zu machen, es gibt immer zahlreiche Wege, ein bestimmtes Erziehungsziel zu erreichen (Leckerchen, Spielzeug, Clicker).
Das Thema „Nüsse Knacken“ ist zwar ganz lustig, aber auch nicht ganz ungefährlich für die Zähne und erziehungsmäßig genauso wichtig „als wie wenn in China ein Sack reis umfällt“.

Wie sieht es denn mit den anderen Dingen aus? Mit der üblichen Unterordnung (Sitz, Platz, Fuß, Steh, Bleib) oder dem Apportieren oder anderen Erziehungsspielchen (Slalom, Drehen, Springen, Rumschicken etc.) - das ist doch viel wichtiger wie „Nüsse knacken“.

Noch ein Satz zum Thema „Hundeintelligenz“: Ein hochintelligenter Hund (z.B. der Border Collie) will diese Intelligenz auch nutzen - entweder mit Dir, was ganz schön anstrengend sein kann, weil Du dauernd „Programm bieten“ mußst - oder ohne Dich, und dann hast Du ein Problem. Das heißt, ein hochinteligenter Hund ist auch mächtig anstrengend.

Bitte nimm Deinen neuen Hund so wie er ist und vergleich ihn nicht mit seinen Vorgänger - das hat er nicht verdient.

Viele Grüße
Gordie

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Hallo Wolly,

noch als Ergänzung zu Gordies Beitrag, dem ich im übrigen - wie auch den anderen - nur zustimmen kann:
Ich habe auch einen „Gebrauchthund“. Denk bitte daran, dass diese Hunde bereits - wie auch in deinem Fall - über Jahre gelernt haben, wie sie sich zu verhalten haben, welches Verhalten erfolgversprechend ist und welches ihnen nur Ärger einbringt.
Mein Hund kommt aus schlechter Haltung, er war bei einem Alkoholiker, dessen Verhalten wohl - wie häufig bei Alkoholikern - vollkommen unberechenbar war. Mal wird man für etwas bestraft, mal nicht, mal ist dieses richtig, mal jenes.
Die Reaktion meines Hundes war eigentlich recht schlau: Er macht erst einmal überhaupt nichts, bleibt passiv, denn alles kann ja falsch sein und ihm Ärger einhandeln. Jetzt, so allmählich, nach einem Jahr probiert er auch selbst mal etwas aus und „traut sich etwas“.

Hätte man unsere ersten Clickerversuche ohne Hundeverstand beobachtet, hätte man wahrscheinlich auch gesagt: Gott, ist der Köter blöd, der rafft ja gar nichts!

Grüße
Christiane

Kleine Ergänzung

Mein Hund kommt aus schlechter Haltung, er war bei einem
Alkoholiker, dessen Verhalten wohl - wie häufig bei
Alkoholikern - vollkommen unberechenbar war.

Gemeint ist natürlich: „… wie häufig bei nassen Alkoholikern …“

Hallo,

ich habe noch nie einen Hund gehabt (mich allerdings mit der Thematik beschäftigt), jedoch denke ich, dass Hunde den Menschenkindern doch recht ähnlich sind.
Versuche einem Kind - welches grad seine Dino-Phase hat - beizubringen, sich für Indianer zu interesieren. Das wird nicht funktionieren. Klar, eine kurze Zeit wird er zuhören, aber dann wird er sich wieder den Dinos zuwenden.
Ein anderes Beispiel aus der Menschenwelt: Bist du genauso, wie deine Vorgängerin? Vielleicht hat diese deinem Mann immer Frühstück ans Bett gebracht…? Wie würdest du reagieren, wenn er dich mit ihr vergleichen würde?

Vielleicht interessiert sich dein Hund leidenschaftlich für rote Bälle, extralange Stöcker, Fliegen, Plüschtiere, Regenschirme (habe letztens einen Hund gesehen, der begeistert einen Schirm apportierte). Warum soll er sich ausgerechnet für das gleiche interessieren, wie sein Vorgänger?
Darf er nicht anders sein?

Gruß
Tato

Schliesse mich den Vorrednern an ! Alle Lebewesen sind Individuen.
Finde heruas was dem Hund Spaß macht und bringe Ihm dann in der Richtung etwas bei um Ihn geistig fit zu halten.
Im übrigen war ich immer der Meinung, dass Nüsse so gar nicht zur Hundeernährung taugen !
Stelle Dir mal vor Du lernst einen neuen Partner kennen und dieser Mensch vergleicht Dich immer mit dem Anderen ?! Nicht sehr sinnvoll
Gruß
Sabine

Hallo Wolly,

auch ich habe schon oft den Fehler gemacht und meinen Hund mit seinem Vorgänger verglichen. Das funktioniert nicht und man ist schlußendlich nur enttäuscht wenn der „Neue“ nicht den gewünschten oder schon gehabten Vorstellungen entspricht.
Jeder Hunde (wie auch jeder Mensch) ist verschieden und hat seine eigenen Stärken und Schwächen.
Es bringt beiden Seiten nix wenn man krampfhaft versucht dem Hund die Verhaltensweisen eines anderen Hundes beizubringen und dieses nichts wird.
Der Vorgänger war halt etwas besonderes und man kann ihn nicht ersetzen, aber man kann zumindest versuchen auch in diesem Hund einen wunderbaren Freund zu finden.
Man muss lernen seinen Hund so zu aktzeptieren wie er ist und seine Vorlieben herausfinden, dann hat man sicherlich viel mehr Freude und der Hund auch.
Bei mir hats geholfen.

Viele liebe Grüße von Yvonne

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hallo Wolly,

hast den verlust von deinem hund wohl noch nicht ganz verkraftet
und gibst dem „neuen“ hund kaum eine chance sich einzuleben.
finde du bist ziemlich hart und voreilig mit deinem urteil,
der hund sei besonders dusselig. weist ob er bei seinem vorbesitzer
nicht evtl. bestraft wurde, wenn er nicht „alles“ aufgefressen hat?
hast du eine ahnung, ob dem hund nicht eben auch die schale schmeckt?

gib dem hund doch erstmal zeit seinen platz in eurem rudel zu finden.

und wenn du ihm bestimmte sache, die du ihm lernen willst, immer und immer wieder mit geduld zeigst, dann nimmt er bestimmt viele dinge an.

aber wegen nussschalen die er mitfuttert ihn als besonders dusselig
zu bezeichnen finde ich doch recht unfair dem hund gegenüber.

und wenns nicht so klappt wie du es willst, dann seh es doch mal von der seite, dein hund hat seinen eignen kopf und lässt sich deine
ansichten eben nicht aufzwingen. also wäre er doch nicht dusselig, sonder eher klug.

in diesem sinne, noch viele schöne zeiten für dich und den hund

gruß Karin

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