Zu Hülf! Was fehlt meinen Apfelrosen?

Ein hektisches Hallo an euch!

Ich komm grad völligstens wuschig aus dem Garten zurück, weil meine zwei niegelnagelneuen Apfelrosen (je eine Rosa Rugosa Rosa und Alba) augenscheinlich erkrankt sind.

Erst am Donnerstag hab ich sie zu mir in den Garten geholt, da waren sie beide noch topfit, alle Blätter schön grün - kräftige Pflanzen, ich war ganz angetan.
Nun wollte ich sie eben an ihren frisch vorbereiteten Bestimmungsort im Garten pflanzen, Gruben schon ausgehoben, Hornspäne und Steinmehl rein. Und dann sehe ich das hier: http://www.flickr.com/photos/9286107@N06/
Bei beiden Pflanzen sind an ganzen Zweigen alle Blätter vertrocknet und aufgerollt, an anderen fängt’s gerade an…

Trockenheit kann’s nicht sein, es hat ja so sintflutartig geregnet seit Donnerstag, dass ich die Pflanzen in den Containern nicht mal wässern musste.
Läuse oder anderes Getier konnte ich ebenfalls nicht ausmachen.

Ich hab eben nach den Standard-Rosenkrankheits- u. Schädlings-Schadbildern gegoogelt, aber die sehen (für mich) völlig anders aus, davon abgesehen, dass ich bisher dachte, Wildrosen seien gegen die meisten dieser Krankheiten u. Schädlinge gefeit…

Mal davon abgesehen, dass ich echt keine Ahnung hab, was das nun sein kann, haut mich die Geschwindigkeit des Verfalls um - das ist ja geradezu Apfelrosen-Ebola! Wie können zwei augenscheinlich kerngesunde Pflanzen (die Rosa ist um die 1,50 m, die Alba um die 80 cm hoch) in nur 4 Tagen so krank werden?

Ich bin gespannt, ob ihr vielleicht wisst, was meinen zwei Freundinnen wohl fehlt. Und natürlich auch, ob ihr Tips habt, was ich tun kann (auch wenn ich morgen versuche werde, beide zu reklamieren).

Vielen lieben Dank und ganz hilflose Grüße von

„Luise“

Hallo Luise,

wo hast Du die Rosen gekauft? Ich würde sie sofort zurückbringen. Wenn es ein Fachgeschäft war, sagen sie Dir bestimmt, was los sein könnte. Waren die Rosen evtl. vorher unter Glas und könnten einen „Sonnenschaden“ bekommen haben? Am Boden kann es ja nicht liegen, da noch nicht ausgepflanzt. Wenn sie so empfindlich auf Standortwechsel reagieren, hätte man Dich darauf hinweisen müssen.

Ich habe einige alte Rosensorten, eine Darwin-Rose, die ist unverwüstlich und breitet sich stark aus (ähnlich wie Heckenrosen), eine Kletterrose, die ebenfalls sehr unempfindlich ist und eine zweifarbige (leider weiß ich nicht mehr, wie sie heißen), die jedoch etwas kümmerlich ist, seit ich sie habe (ungefähr 10 Jahre). Ich glaube, sie mag den Boden nicht, der ihr bei mir zu sandig ist.

Viele Grüße, Doris

Hallo Doris, und danke für deine schnelle Meldung! :smile:

Wie schon eingangs geschrieben, werd ich morgen mal zur Baumschule spazieren. Ich bin auch recht sicher, dass ich dort problemlos Ersatz bekommen werde.
Nein, die Rugosas waren dort nicht im Gewächshaus sonderen draussen. Sie sind im allgemeinen superrobust und pflegeleicht, werden daher ja auch viel zur Bepflanzung öffentlicher Grünflächen eingesetzt. Ich hatte auch in der Vergangenheit schon welche in anderen Gärten und sogar mal im Topf - da hat nie eine geschwächelt.
Deshalb bin ich ja so baff, dass die zwei mir jetzt ausgerechnet die Rote Karte zeigen wollen.

Und ich frag mich halt auch, ob’s an irgendwem oder -was in meinem Garten liegen könnte. Denn ihre „Schwestern“ in der Baumschule sahen durchweg genauso OK aus wie die zwei, die ich mit heimnahm…

*grübelgrübel*

Vielleicht hat ja einer der anderen Gartenfüchsinnen und -füchse ein solches Schadbild schon mal gesehn? Mir schwant’s ja irgenwie pilzig…

LG erstmal
„Luise“

Servus Luise,

Mir schwant’s ja irgenwie pilzig…

das glaube ich angesichts der gesunden und vitalen jüngeren Triebe eher nicht: die sind für den einmal ausgebreiteten Pilzrasen viel anfälliger als die älteren, die an der Oberfläche schon robuster beieinander sind.

Das Vertrocknen und Absterben einiger Triebe nach dem Pflanzen ist bei Containerrosen normal: Die Wurzeln passen nicht zu der Pflanze, die versorgt werden muss. Bei wurzelnackt zur Pflanzzeit im Herbst gepflanzten Rosen passiert das nicht.

Die hier gezeigten sind möglicherweise spät getopft worden und hatten keine Möglichkeit, im Topf ein normales Verhältnis Wurzel/Pflanze zu entwickeln.

Denkbar ist auch eine Überversorgung mit K, wenn die Rosen in ein zu stark aufgedüngtes Substrat gekommen sind: Das „Verbrennen“ von Blättern und Trieben kann auch eine Erscheinung von zu wenig Wurzelwachstum im Vergleich zur übrigen Pflanze bei zu guter K-Versorgung sein.

Ich könnte mir gut vorstellen, dass stehen lassen und Abwarten geholfen hätte - aber jetzt sind sie ja schon wieder (oder noch?) getopft, vielleicht gibts ja Ersatz.

Alternativ: Pflanzen im Herbst - wurzelnackt. Ein Meilland-Vermehrer, mit dessen Pflanzen ich bisher sehr gute Erfahrungen gemacht habe, ist:

http://www.rosenversand24.de

Habe von dort immer ausgesprochen kräftige Pflanzen mit vielen vitalen Trieben bekommen, die mühelos angingen. Die Leute verpacken und versenden so flott, dass die Pflanzen den Transport ohne weitere Schäden überstehen. Die Rose de Reshd von dort, letzten Herbst gepflanzt, hat bereits dieses Jahr über und über geblüht und ist jetzt grade dabei, mit Schwung einen großen Busch zu formen - kein Vergleich mit Containerware.

Schöne Grüße

MM

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Hallo „Luise“,

hast du vielleicht einen Hund (Rüden), der die „Neuankömmlinge“ markiert hat?

Gruß

Johnny

Hallo, Ihr lieben Helfer!

Ich wollte mich noch einmal für eure Tips und Meinungen bedanken und ein kurzes Update geben:

Ich habe Ersatz bekommen. Die Herrschaften in der Baumschule waren zwar ratlos (die „Geschwisterpflanzen“ vor Ort waren alle OK), um was es sich handeln könne, ich habe aber zwei neue Pflanzen mitbekommen. Und die beiden machen sich bisher ganz prächtig.

Nun bin ich zwar auch nicht schlauer als vorher, aber letztlich doch happy. :smile:

Viele Grüße sendet

„Luise“