Hallo,
folgende Situation: Ein älterer PC (Pentium 3, 700 MHz, ca. 300 MB RAM, Windows 2000 mit allen Updates) wird von mir vor allem zum Surfen im Internet verwendet. Kürzlich bin ich von DSL 2000 auf DSL 6000 umgestiegen (ISP ist die Telekom). Ein DSL-Geschwindigkeitstest (der auf www.wieistmeineip.de) ergab nun, dass zwar die Upload-Geschwindigkeit mit knapp 500 kbit/s ganz gut ist, die Download-Geschwindigkeit mit ca. 2300 kbit/s jedoch weit unter den möglichen 6000 kbit/s liegt. Leitungstechnisch ist alles in Ordnung (die Leitungswerte sind so gut, dass sogar DSL 16000 möglich ware), dies habe ich auch mit mehreren anderen PCs getestet (alle erreichen Download-Geschwindigkeiten von ca. 6000 kbit/s). Liegt das Problem eventuell bei der eingebauten Netzwerkkarte? Diese stammt noch aus dem vorigen Jahrtausend (eine Winbond W89C940-PCI-Karte, der Treiber war bei Windows 2000 dabei, einen neueren scheint es nicht zu geben).
Was eventuell noch weiterhelfen könnte: Abgesehen von dem Problem mit der zu geringen Download-Geschwindigkeit gibt es beim Surfen im Internet (sowohl mit dem Internet Explorer als auch mit Firefox 3.0.18) auch immer wieder ca. 2 Sekunden lange Aussetzer, in denen das System komplett eingefroren ist (inklusive Festplatten-Aktivität). Dies tritt insbesondere beim Laden von umfangreichen Internet-Seiten (mit viel Werbung, die von anderen Servern nachgeladen wird) auf. Hängen die beiden geschilderten Probleme miteinander zusammen? Das Problem mit den 2 Sekunden langen Aussetzern besteht übrigens schon seit der Installation von Windows 2000, trat also bereits vor dem Umstieg auf DSL 6000 auf.
Hallo,
Hallo,
ich würde auch auf die Netzwerkkarte tippen, aber ob eine Neue Besserung bringt bzw. ob sich das bei dem alten Rechner lohnt, denke ich eher nicht.
Hängen die beiden geschilderten Probleme miteinander zusammen?
Das Problem mit den 2 Sekunden langen Aussetzern besteht übrigens
schon seit der Installation von Windows 2000, trat also
bereits vor dem Umstieg auf DSL 6000 auf.
Da der Rechner ziemlich alt ist und auch nur begrenzte Ressourcen hat, denke ich nicht, dass es mit dem DSL-Wechsel zusammenhängt. Wenn dein RAM voll ist, was bei Windows 2000 und surfen oft passieren wird, dann muss dein PC die Daten auf die Festplatte auslagern. Auch durch Flash muss er zusätzlich viel rechnen. Da kann es schon einmal passieren, dass es Aussetzer von 2 Sekunden gibt.
Wenn du eine Netzwerkkarte findest, kannst du die mal probieren, aber sonst sehe ich keine Lösung, wie einen neuen Rechner kaufen 
Gruß pcfreak92
Danke für die schnelle Antwort!
Da der Rechner ziemlich alt ist und auch nur begrenzte
Ressourcen hat, denke ich nicht, dass es mit dem DSL-Wechsel
zusammenhängt.
Ja, das denke ich auch. Es scheint allerdings so zu sein, dass es seit dem DSL-Wechsel (eventuell aufgrund der höheren Übertragungsgeschwindigkeiten?) häufiger zu diesen System-Aussetzern kommt (das ist zumindest mein subjektiver Eindruck). Das würde dann wohl auch darauf hindeuten, dass das System irgendwie überlastet ist.
Wenn dein RAM voll ist, was bei Windows 2000
und surfen oft passieren wird, …
Hmmm, eigentlich passiert das so gut wie nie, da ich nur sehr wenige Prozesse laufen habe (insgesamt 18, und da ist der Firefox schon dabei!), aber Firefox ist schon ein übler Speicherfresser, der manchmal über 100 MB beansprucht, sehr ärgerlich.
Mir ist gerade noch eine andere Sache eingefallen, die möglicherweise die Ursache der beschriebenen Probleme sein könnte: Vor vielen Jahren habe ich mit den Möglichkeiten, den Rechner zu übertakten, herumexperimentiert (das eingebaute Gigabyte-Mainboard macht dies möglich). Seitdem läuft das System mit 112 MHz (statt 100). Eventuell kommt die Netzwerkkarte mit dieser erhöhten System-Geschwindigkeit nicht klar? Ich werde die System-Geschwindigkeit mal auf den Standardwert zurücksetzen und schauen, ob es dann besser läuft.
Also, an der System-Übertaktung liegt es nicht, das habe ich nun getestet. Bei der normalen System-Geschwindigkeit von 100 MHz wird keine höhere Download-Geschwindigkeit erreicht, und auch die System-Aussetzer treten weiterhin auf, sogar noch häufiger als zuvor. Dann kann ich die System-Geschwindigkeit auch wieder raufsetzen.
In einem bereits stillgelegten PC habe ich aber tatsächlich noch eine alte 3Com-Netzwerkkarte gefunden (EtherLink XL PCI, 3C900-COMBO). Die werde ich nun mal testweise einbauen (ohne die Winbond-Karte zu entfernen, die sollte doch keine Probleme machen, wenn sie nicht verwendet wird?).
So, die 3Com-Netzwerkkarte ist nun eingebaut und läuft. Die Karte wurde von Windows 2000 automatisch erkannt und die passenden Treiber installiert, sodass ich nichtmal das machen musste. Das Ergebnis der Umbauarbeiten: Die Download-Geschwindigkeit hat sich leider nicht erhöht.
Aber gebracht hat es trotzdem etwas, denn die nervigen System-Aussetzer sind nun komplett weg! Es ist nicht zu fassen!
Wie konnte die Winbond-Netzwerkkarte das System derart in Mitleidenschaft ziehen? Ich dachte immer, PCI-Karten arbeiten unabhängig voneinander? Schließlich hat doch jede Karte ihren eigenen IRQ und bekommt daher vom System nur eine bestimmte Zeit zugeteilt!